Montag, 26. November 2012

Barenboim irrlichtert, Westerwelle überrascht positiv

Überrascht positiv (Foto:T.Reckmann)
"Auge um Auge, Zahn um Zahn - niemals Frieden in Nahost?" - so lautete die befremdliche Ankündigung der gestrigen TV-Debatte bei Günther Jauch im ersten deutschen Erziehungsfernsehen. Und schon die Gästeliste ließ erahnen, welche "ausgewogene" Debatte uns da wohl erwartet: Ein deutscher Außenminister, der bislang - wenn überhaupt - nur durch Unterstützung der ägyptischen Muslim-Brüder aufgefallen ist. Der palästinensische "Botschafter", also der Botschafter eines Landes, das es in der Geschichte nie gegeben hat. Daniel Barenboim, jüdischer Antisemit, weltbekannter Musiker und selbsternannter "Weltenbürger" mit palästinensischem Pass. Sawsan Chebli, palästinensische Politologin. Und Avi Primor, der zweifelsfrei deutscheste Israeli, der Israel jemals als Botschafter in Deutschland vertreten hat.

Da sollte man auch mal kurz festhalten, wer alles nicht eingeladen wurde: Amtierende Repräsentanten des Staates Israel in Deutschland, Vertreter der deutschen pro-Israel-Fraktion und Islam-Kritiker - alle diese Leute hielt man bei der ARD in einer Debatte über Israel und den Gaza-Streifen für verzichtbar. Eine "Ausgewogenheit", bei der es schon fast verwundert, dass die ARD nicht auch noch irgendwelche Raketentechniker der Salafisten oder der Hamas eingeladen hat!

Und so verwunderte es auch nicht, dass diese Debatte damit begann, dass Daniel Barenboim von Günther Jauch wie ein Stargast behandelt und vorgestellt wurde. Und dieser seinen Auftritt sofort zur ersten Lüge der Sendung genutzt hat, indem er behauptete, beide Völker, Israelis wie auch Palästinenser, glaubten, sie hätten einen "exklusiven" Anspruch auf das gleiche Land. Wenn man bedenkt, dass die Israelis 1947 wie auch heute das Existenzrecht der muslimischen Palästinenser anerkennen, Terror-Gruppen wie die Hamas jedoch bis heute nach der Vernichtung Israels streben, eine faustdicke Lüge. Aber wer widerspricht im deutschen Fernsehen schon Daniel Barenboim?

Danach plätscherte die Debatte vor sich hin, es wurde, wie bei diesem Thema üblich, viel gelogen und abgelenkt. Auch ein sichtlich bemühter Günther Jauch schaffte es nicht, eine Struktur in das Gespräch zu bekommen. Wie absurd die Debatte zuweilen war, zeigte sich deutlich, als Jauch dem palästinensischen "Botschafter" die wichtigste Frage der ganzen Sendung stellte: Warum die Palästinenser nicht einfach damit aufhören würden, Israel mit Raketen zu beschießen? Dann würde es doch Frieden geben?

Aber anstatt eine sinnbringende Antwort zu geben, redete der palästinensische Botschafter von irgendeiner "Besatzung" - und erst eine gefühlte Ewigkeit später kam Avi Primor endlich auf die Idee, einmal darauf hinzuweisen, dass es im Gaza-Streifen, wo die Raketen nun mal herkommen, seit 2005 überhaupt keine Besatzung mehr gäbe. Und so drehte sich die Debatte im Kreis, Avi Primor warb für Gespräche mit der Hamas, Daniel Barenboim, der von Jauch dafür gelobt wurde, bei Israelis wie Palästinensern gleichermaßen anzuecken, beschränkte sich auf Kritik an Israel und forderte die "Versöhnung" von Hamas und Fatah. Der palästinensische Botschafter machte die üblichen, altbekannten Vorwürfe, es wurde über Siedlungen geredet und über Wohnungsbau in Ost-Jerusalem. Darüber jedoch, dass die raketenschmeißende Hamas nach der Vernichtung Israels strebt, wurde nur am Rande geredet - und wenn, dann immer mit dem üblichen "ach, die meinen das doch gar nicht so"-Unterton. Darüber, dass die ebenfalls raketenschmeißenden Salafisten die Ausrottung der Juden wollen, wurde gar nicht geredet.

Völlig missglückt war Jauchs Versuch, das Schicksal von Angela Garcia, einer Mutter aus dem israelischen Süden, mit dem einer telefonisch dazugeschalteten palästinensischen Mutter aus dem Gaza-Streifen gleichzustellen: Vor lauter Bemühungen um Parität vergaß Jauch völlig, zu erwähnen, dass die Mütter im israelischen Süden mit ihren Kindern seit Jahren einem dauerhaften Raketenbeschuss von Salafisten und Hamas-Terroristen ausgesetzt sind. Einem Raketenbeschuss, der das Ziel hat, möglichst viele israelische Zivilisten zu treffen und der somit in keinster Weise mit temporären, präzise gezielten Angriffen auf Raketen-Abschussrampen zu vergleichen ist. Da kann man nur noch hoffen, dass diese völlig verfälschende Darstellung wirklich einem Streben nach Parität geschuldet war - und kein Versuch der ARD war, die Realitäten vor Ort bewusst zu verfälschen?

Die einzige wirkliche Überraschung dieser TV-Debatte bestand darin, dass - ausgerechnet - Außenminister Guido Westerwelle für die positiven Höhepunkte in dieser Debatte gesorgt hat: Westerwelle war nicht nur der einzige Studiogast, der "Klartext" geredet und darauf hingewiesen hat, dass Israel in den letzten 18 Monaten mit mehr als 1.500 Raketen beschossen wurde. Er war auch der einzige, der davon gesprochen hat, dass die Hamas auch die Bewohner des Gaza-Streifens in ihre Geiselhaft genommen hat. Aber noch wichtiger war, dass er daran erinnert hat, dass die deutsche Verpflichtung für das Existenzrecht Israels eben nicht nur aus der Shoah resultiert, sondern auch damit zu tun hat, dass es sich bei Israel um die einzige funktionierende Demokratie in dieser Region handelt. Und dass man auch deshalb für Israel eintreten sollte, weil Demokraten nun einmal für Demokraten eintreten sollten.

Worte, die man gerne häufiger von deutschen Außenpolitikern hören würde. Worte, die einen hoffen lassen, dass unser Außenminister endlich begriffen hat, mit den ägyptischen Muslim-Brüdern auf das falsche Pferd gesetzt zu haben.

1 Kommentar:

  1. Die Charta Gottes: Plattform der Islamischen Widerstandsbewegung Hamas

    Artikel 1: Die Islamische Widerstandsbewegung entnimmt ihre Richtlinien dem Islam: Auf ihn gründet sie ihr Denken, ihre Interpretationen und Vorstellungen über die Existenz, das Leben und die Menschheit. Aus ihm leitet sie ihr Verhalten ab, von ihm lässt sie sich bei allem was sie tut inspirieren.



    Aus Artikel eins der Hamas-Charta, die bis heute nicht geändert oder revidiert wurde, ergibt sich das Feind- und Zerrbild der Hamas gegenüber dem Staat Israel und den dortigen Juden.

    Der ISLAM als "Religion", ist die treibende Kraft gegenüber ungläubigen Juden und Christen, die sich ein selbsternannter, angeblich vom Erzengel Michael erleuchteter "Prophet", ausgedacht hat.

    Und da sagt der angebliche "Prophet" in Sure 5, Vers 52:

    "Oh Gläubige, nehmt weder Juden noch Christen zu Freunden"


    ... aus dem Islam. dem Koran und den Suren leitet die Hamas ihr Verhalten ab, vom Islam lässt sich die Hamas bei allem was sie tut inspirieren.

    So wie überall weltweit, wo die Anhänger des Islam versuchen, den islamischen Gottesstaat mit der Scharia - ob mit oder ohne Gewalt - sich zu Eigen zu machen.

    Die größten Feind des Islam sind Christen und Juden seit 1.400 Jahren.

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