Samstag, 24. November 2012

Wenn deutsche Medien die Salafisten entdecken

Oder: Das Kartell der Vertuscher

2012 war das Jahr, in dem die deutschen Medien die Salafisten entdeckt haben. Wussten im Herbst 2010 nur einige Mönchengladbacher Journalisten, wer oder was Salafisten überhaupt sind, gar, dass das jene sind, denen wir 9/11 zu verdanken haben, so wird 2012 mindestens wöchentlich, wenn nicht öfter, über deren Treiben berichtet. Beispielsweise darüber, dass die Salafisten im Gaza-Streifen noch schlimmer sein sollen als die ohnehin schon schlimme Hamas. Oder darüber, dass ein ägyptischer Salafist - ganz unislamisch - beim Knutschen im Auto erwischt und verurteilt wurde. Kann man interessant finden, muss man nicht.

Bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass deutsche Redakteure die Salafisten gerne und immer wieder dazu missbrauchen, andere islamo-faschistische Gruppierungen aufzuhübschen. So hat sich in der Berichterstattung über das islamo-faschistische Ägypten längst eine "gute Muslim-Brüder, böse Salafisten"-Dialektik etabliert, die nur dem Zwecke dient, zu suggerieren, bei den Muslim-Brüdern handele es sich um "moderate" und somit weniger gefährliche Islamisten. Dass der einzige faktische Unterschied zwischen den Muslim-Brüdern und den Salafisten darin besteht, dass die Salafisten ihre Absichten und Ziele offen ausformulieren, wird dabei natürlich verschwiegen.

Ähnliches haben wir in den letzten Wochen bei der Berichterstattung über den Gaza-Konflikt erlebt, bei welcher die linkspopulistischen Medien unseres Landes so getan haben, als sei eine Gruppierung, die Israel vernichten will, besser, "moderater" und somit akzeptabler als eine Gruppierung, die Juden ausrotten will. So, als ob es für die Menschen in Israel irgendeinen Unterschied macht, ob andere nach ihrer Vernichtung oder nach ihrer Ausrottung trachten. Aber spätestens an diesem Beispiel sehen wir deutlich, dass unsere linkspopulistischen Medien auch vor noch so dummen Botschaften nicht mehr zurückschrecken.

Hinter solchen dümmlichen Formen von Berichterstattung verbirgt sich jedoch, dass unsere Links-Medien die Berichterstattung über alle wirklichen relevanten Dinge lautlos und unbemerkt eingestellt haben. Sicher, die üblichen Verdächtigen unter den Journalisten bringen gelegentlich Beiträge, in denen sie das Nichtstun der Politik in "Hilflosigkeit" umzuschreiben versuchen. Fakten jedoch hat man aus Berichterstattung inzwischen völlig herausgenommen: Keine einzige Zeitung berichtet beispielsweise noch über den Aidoudi-Skandal. Selbst die WAZ, also jene Zeitung, die diesen Skandal recherchiert und öffentlich gemacht hat, ist an dieser Vertuschung beteiligt. Auch darüber, dass die salafistischen Steinewerfer aus Bonn und Solingen bis zum heutigen Tag nicht angeklagt wurden, ist nirgendwo auch nur ein einziges Wort zu lesen. Im Gegenteil: Unsere Presse tut inzwischen einfach so, als ob es die Bonner und Solinger Salafisten-Krawalle nie gegeben hätte. "1984" lässt grüßen!

Und wenn die Rheinische Post am Mittwoch dieser Woche mitgeteilt hat, dass die Mönchengladbacher Stadtverwaltung einem stadtbekannten Salafisten-Treffpunkt einen neuen "Gebetsraum" bewilligt hat, so war dieses lediglich einer Panne geschuldet: Denn die Rheinische Post hat mit keinem einzigen Wort erwähnt, dass es sich bei jenem ehemaligen Autohaus am Gerstacker um einen stadtbekannten Salafisten-Treffpunkt handeln soll - sie hat lediglich vergessen, dass aufmerksame Bürger dieser Stadt auf die Idee kommen könnten, im dazugehörigen Kommentar-Bereich daran zu erinnern, wem die Stadt da einen neuen "Gebetsraum" bewilligt hat.

Wir sehen: Unsere Medien haben die Salafisten entdeckt. Oder tun so, als ob sie die Salafisten entdeckt hätten. Trotzdem hat sich daran, dass unsere Medien mehr vertuschen als erzählen, nie etwas geändert.

1 Kommentar:

  1. Die schöngefärbte, schöngeredete, schöngeschriebene und schöngeschwätzte islamisch-multikulti-Scheinwelt von Politikern und Journalisten aller Schattierungen und Couleur in Deutschland.

    Christlich-Multikulti-Realitäten in Ägypten, Türkei, Nigeria oder anderen islamischen Ländern, sehen so aus:

    http://koptisch.wordpress.com/2012/10/24/offenbar-neue-erkenntnisse-bei-christenmorden-in-turkei/

    Merkwürdig, dass die linkspopulistische Presse, der Zentralrat der Muslime oder türkische Dachverbände, mucksmäuschenstill sind.
    Man hört auch nichts von Moschee-Merkel, Islam-Wulff, NRW-Kümmerin Kraft oder ihrem Pseudo-Salafisten-Jäger aus dem NRW-Innenministerium.
    Noch weniger als wenig, hört man von der grünen Halbtürkin Claudia Fatima Roth bei Christenmorden in islamischen Ländern und insbesondere in ihrer wahren Heimat der Türkei:

    https://www.youtube.com/watch?v=UpAUQY4Wwlo

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