Freitag, 9. November 2012

Salafisten drohen neuem koptischen Patriarchen

Tawadros II., neu gewählter koptischer Patriarch von Alexandria, hatte in seiner ersten Erklärung nach seiner Wahl die Einführung der Scharia in die neue ägyptische Verfassung deutlich zurückgewiesen. Die Reaktion der Salafisten darauf erfolgte prompt: In der Nacht zum 5. November besetzten Salafisten ein Kirchengrundstück im Süden Kairos. In der Nacht zum 6. November drangen dann ca. 100 mit Knüppeln und Eisenstangen bewaffnete Salafisten in das zur Kirche St. Mina gehörende Grundstück ein und brachten ein Transparent mit der Aufschrift "Moschee Ebad al-Rahman" an. Die Polizei griff natürlich erst einmal nicht ein, erst am Mittwoch wurde das Gelände geräumt, nachdem das ägyptische Innenministerium auf koptischen Druck hin aktiv wurde.

Ein klarer Versuch der Salafisten, dem neugewählten koptischen Kirchenoberhaupt noch vor seiner offiziellen Amtsübernahme zu drohen. Aber nachdem inzwischen selbst dem ZDF klargeworden ist, dass die Salafisten ein Ägypten ohne Christen wollen, könnte man es auch als Vorgeschmack auf weitere Formen von Christenverfolgung oder gar Ausrottung der Christen sehen.

Ägyptische Verhältnisse bald auch in Deutschland?

Normalerweise würde der Betreiber dieses Blogs einen solchen Beitrag mit dem üblichen Hinweis darauf beenden, dass es die europäischen Links-Medien und linksliberale Politiker wie Barack Hussein Obama oder Guido Westerwelle waren, die dieses islamo-faschistische Regime in Ägypten überhaupt erst möglich gemacht haben. Aber nachdem erst gestern in Köln ein Funktionär von proNRW in Haft genommen wurde, weil er Sitzungsgelder angeblich falsch abgerechnet haben soll, sollte lieber darauf verwiesen werden, dass sich auch Deutschland mehr und mehr in Richtung ägyptischer Verhältnisse entwickelt. Denn wenn Funktionäre islamkritischer Parteien in Haft genommen werden, weil sie Sitzungsgelder falsch abgerechnet haben sollen, Türken jedoch, die mitten in Berlin Deutsche tottreten, sofort wieder auf freien Fuß gelassen werden, dann bestätigt das eindrucksvoll, dass objektive Tatbestände bei der strafrechtlichen Beurteilung von Tätern in Deutschland immer bedeutungsloser werden.

Wann wir im Westteil unseres Landes zum letzten Mal eine Justiz hatten, die Straftaten nach der politischen Ausrichtung, der Nationalität oder der Religionszugehörigkeit von Täter und Opfer beurteilt hat, kann mit einem kurzen Blick in das nächste greifbare Geschichtsbuch übrigens schnell und einfach ermittelt werden.