Mittwoch, 7. November 2012

BIG-Partei: Dialog mit allen ist "alternativlos"

Übrigens gab's am letzten Samstag in Bonn auch noch eine Veranstaltung mit dem Thema "Junge Muslime in Gefahr - Salafismus in Deutschland". Da nordrhein-westfälische "Informations-Veranstaltungen" zum Thema Salafismus typischerweise reine Verharmlosungs-Veranstaltungen sind, die nach dem immer gleichen Muster verlaufen und da auch diese Veranstaltung keine wirkliche Ausnahme war, kann man sich weitere Berichterstattung darüber getrost sparen. Lediglich eine winzige Begebenheit aus den Schlussminuten, die aber sehr aussagekräftig ist, was den Irrsinn solcher Veranstaltungen betrifft, sollte den Leserinnen und Lesern dieses Blogs nicht vorenthalten werden:

Zum Ende der Veranstaltung, als alle Teilnehmer längst müde waren und eigentlich nur noch gehen wollten, ergriff der unermüdliche Vertreter der in Bonn immer und überall präsenten BIG-Partei noch einmal das Wort und bekräftigte, dass der sogenannte Dialog "alternativlos" sei. Auch forderte er, dieser Dialog müsse "mit allen" geführt werden, auch mit den Muslim-Brüdern und den salafistischen Gemeinden. Worte, die ebenso von Vertretern der Grün_Innen oder der SPD hätten kommen können - nur wären diese nicht so dumm gewesen, die Muslim-Brüder und die Salafisten auch noch explizit zu benennen.

Daraufhin gab es bei einzelnen Teilnehmern empörte Reaktionen, woraufhin der Vertreter der BIG-Partei laut "NPD" und "proNRW" zu schreien begann - ganze Sätze hat er bedauerlicherweise nicht mehr zustandebekommen. Dieses wirre Schreien könnte man so verstehen, dass jeder, der keinen Dialog mit Extremisten will, ein Nazi und somit selber ein Extremist sei - eine herrlich unlogische Sichtweise. Aber da niemand mehr Lust auf weitere Diskussionen mit der BIG-Partei hatte, tat die Moderatorin das einzig Richtige: Sie beendete die Veranstaltung.

In jedem Fall lässt dieses wirre Schreien des Vertreters der BIG-Partei auf grottenschlechte Geschichtskenntnisse schließen, denn seit den Zeiten des Dialoges zwischen Adolf Hitler und dem Großmufti von Jerusalem sollte eigentlich jeder wissen, dass deutsche Nazis geradezu begeisterte Anhänger eines Dialoges mit Islamisten sind - es sind die Nicht-Nazis, die partout keinen "Dialog" mit Islamisten und Terroristen wollen. Und auch keinen mit Nazis, denn während Islamisten nichts anderes sind als dasselbe in Grün, sind Nazis nichts anderes als dasselbe in Braun.