Freitag, 9. November 2012

Zum 9. November

"Die Reden über die Lehren, die gezogen werden müssen, über die Anfänge, denen man sich zu erwehren gedenkt, sind 66 Jahre nach dem Ende des National-Sozialismus zur Phrase verkommen; 'Sonntagsreden', die sich schön anhören, aber keinerlei Ernsthaftigkeit mehr beinhalten" - das hat der Betreiber dieses Blogs im letzten Jahr zum Mönchengladbacher Gedenken an die Pogrome des 9.November 1938 geschrieben. Und wie nicht anders zu erwarten, erleben wir auch heuer die gleiche Farce wie schon im letzten Jahr an diesem Tag: Ein Ober-Bürgermeister, der dem Islamo-Faschismus in dieser Stadt bislang nur mit geradezu aufreizender Gleichgültigkeit begegnet ist, präsentiert sich als "Kämpfer gegen Rechtsextremismus" und redet davon, dass in Deutschland "nie wieder die Menschenwürde so mit Füßen getreten werden dürfe".

Wie es zusammenpasst, dass den Opfern des letzten Faschismus gedacht wird, gleichzeitig jedoch dem nächsten Faschismus Tür und Tor geöffnet wird, ist am 9.11.2012 leider genauso wenig verständlich wie bereits am 9.11.2011 oder am 9.11.2010. Deswegen sei es dem Betreiber dieses Blogs bitte nachgesehen, wenn er nicht jedes Jahr einen neuen Text zu der immer gleichen verqueren Logik verfassen möchte, sondern einfach auf den - leider - unverändert gültigen Text "Gedanken zum 9. November" aus dem Vorjahr verweist.