Freitag, 23. November 2012

70% der Israelis sind gegen den Waffenstillstand

Gastbeitrag von Miriam Woelke, Jerusalem

70% der Israelis sind gegen den Waffenstillstand und somit der Meinung, dass die Armee sämtliche Raketenstellungen der Hamas dem Erdboden gleichgemacht haben sollte. Dann erst wäre das Problem gelöst worden.

Die deutsche Presse wird Euch diese Tatsache kaum vermitteln, und wenn, dann mit dem Vermerk, dass es sich dabei garantiert um irgendwelche radikalen Fanatiker handele, die da wieder auf Rache aus sind. Das Gegenteil ist der Fall, denn nach dem offiziellen Waffenstillstand fielen noch 13 Raketen auf israelisches Territorium. 13 und nicht 5, wie deutsche Quellen melden.

Ferner lautet es in den deutschen Medien, dass 300 Palästinenser und 3 Israelis ums Leben gekommen seien. Auch diese Zahlenangaben stimmen nicht. Laut der Tageszeitung ISRAEL HAYOM sind insgesamt 170 Palästinenser und 5 Israelis umgekommen. Von den 170 toten Palästinensern handelte es sich bei mindestens 30 von ihnen um führende Hamas-Terroristen.

Israelische Medien geben zu, dass Barak Hussein Obama von seinen Muslimischen Bruderschaftsfreunden gedrängt worden sei, den israelischen Beschuss auf Gaza zu beenden. Obama wiederum drängte Netanyahu einzulenken. Immer dann, wenn er oder Hillary im Anmarsch sind, wissen wir, dass Netanyahu umkippt. Dennoch ist Netanyahu offenbar überrascht, wie sehr die israelische Öffentlichkeit hinter einem militärischen Einsatz im Gazastreifen steht. Wir alle sind es nämlich leid, jahrelang beschossen zu werden. Ein endgültiges Ergebnis muss her und noch gestern abend gingen im Süden des Landes viele Bewohner auf die Straße und protestierten gegen den Waffenstillstand. Jeder im Süden weiss, dass die Hamas in Kürze den Raketenterror fortsetzen wird. Auf Sderot, Eshkol und die Orte in der Negev. Sind es aber "nur" zwei oder drei Raketen am Tag, so schweigt die Regierung in Jerusalem und die Welt sowieso. Dann ist alles wieder beim Alten und die Bewohner des Südens sind die Gelackmeierten.

Mehr von Miriam Woelke gibt's täglich auf dem Blog Leben in Jerusalem

1 Kommentar:

  1. Aus militärischer Sicht ist es geradezu leichtsinnig und fatal, die Sache nicht bis zum Ende konsequent durchgeführt zu haben. Die Bodenoffensive musste kommen, um vorhandene Raketenstellungen, Waffenarsenale und Dutzende unterirdische Tunnels der Hamas nach Ägypten, zu zerstören.

    Durch den Waffenstillstand kann sich die Hamas Dank des Iran, wieder generieren und Waffen, d.h. Raketen, in Palästina massenhaft aufstellen.
    Solange der Vorgang der unterirdischen Neubewaffnung der Hamas durch den Iran stattfindet, kann man davon ausgehen, dass die Hamas den Pseudofrieden mit Israel einhalten wird, abgesehen von vielleicht einigen kleineren Scharmützeln, die als Nadelstiche der Hamas gegenüber Israel anzusehen sind.

    Der Hinweis an Israel lautet: wir sind immer noch da und der große islamische Bruder Iran, steht uns auch weiterhin zur Seite gegen Euch Juden und Israel.


    "Oh ihr Gläubigen, nehmt euch weder Juden noch Christen zu Freunden" (Sure 5,Vers 52)

    ... so sagt es der selbsternannte "Prophet" und die Hamas nimmt das genau, was der "Prophet" vorschreibt.

    Deshalb wird das Hase- und Igelspiel der Hamas mit Unterstützung des Iran, auch noch jahrelang so weitergehen.

    Israel hat es mit der verpassten Bodenoffensive verpatzt, dieses Spiel nachhaltig zu beenden; das wird sich rächen.

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