Freitag, 14. September 2012

Wenn Salafisten mit dem Stöckchen werfen

Oder: Wie selbst die deutsche Islam-Kritik den Salafisten auf den Leim gegangen ist

Jenes völlig bedeutungslose Filmchen, über das im Moment die ganze Welt hysterisch debattiert, ist seit dem 2.Juli auf YouTube zu sehen - aber die Empörung des islamischen Mobs dazu gab's pünktlich zum 11.September. Schon komisch, nicht wahr?

Machen wir uns doch nichts vor: Die fortdauernden Angriffe auf U.S.-Einrichtungen im Nahen Osten waren lange geplant. Sie sind nichts anderes als eine Machtdemonstration der Salafisten - auch wenn nur wenige europäische Zeitungen das zugeben wollen (hier und hier). Jenes bedeutungslose Filmchen, über das derzeit alle diskutieren, ist dabei nur das "Stöckchen", das die Herren Salafisten geworfen haben, um den islamischen Mob in Rage zu bringen.

Als jenes Filmchen, auf das sich der islamische Mob jetzt beruft, am 2.Juli dieses Jahres auf YouTube hochgeladen wurde, hat das niemand bemerkt, niemanden hat es interessiert. Dieser Planet hat sich einfach völlig unbeeindruckt weitergedreht, ohne dass sich auch nur irgendjemand für dieses künstlerisch wertlose Machwerk interessiert hat. Als jedoch der 11.September immer näher kam, berichtete das ägyptische Fernsehen (= das Fernsehen der Muslim-Brüder und der Salafisten) über dieses Filmchen, auch wurden gezielt Gerüchte gestreut, dieser "islamfeindliche" Film solle am 11.September auf allen amerikanischen TV-Kanälen gezeigt werden. Den Rest der Geschichte kennen wir.

Eines haben die Salafisten damit in jedem Fall erreicht: Kaum jemand redet über sie oder ihre Beteiligung daran, den Nahen Osten in Brand zu setzten, kaum jemand redet davon, dass es Salafisten waren, die am Jahrestag der Anschläge vom 11.September 2001 über der U.S.-Botschaft in Kairo die schwarze Al-Qaida-Flagge gehisst haben, kaum jemand redet davon, dass das U.S.-Konsulat in Bengasi von Salafisten angegriffen wurde. Stattdessen redet alles und jeder über ein belangloses Filmchen, dass hierbei nur als billiger Vorwand diente.

Dass die deutsche Links-Presse brav und willig jedem Stöckchen hinterherhechelt, das die Salafisten geworfen haben, ist dabei weniger verwunderlich - denn nichts erzählt die deutsche Links-Presse lieber, als jenes Märchen von den friedlichen, zartbesaiteten, aber leicht reizbaren muslimischen Seelchen, die ja immer nur dann morden, Polizisten angreifen oder Konsulate niederbrennen, wenn sie von bösen Islam-Hassern dazu "provoziert" worden sind. Aber wenn selbst der islam-kritische Teil des deutschen Internets das Spiel der Salafisten mitspielt, nur noch über ein belangloses Filmchen debattiert und gar nicht bemerkt, dass hier salafistische Brandstifter am Werk waren, dann ist das eine schwere Enttäuschung.

1 Kommentar:

  1. Ja, das ist so. Allerdings haben sich die Planer des Attentats an der US-Botschaft in Kairo (nichts anderes war es) auch selbst ans Bein gepinkelt. Ein terroristischer Anschlag, der von der Öffentlichkeit nicht als solches wahrgenommen wird, ist keiner. Jetzt tobt der Mob einige Tage lang und das war es dann. Zurück zur Tagesordnung. Der ganze Aufwand für die Katz.

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