Donnerstag, 6. September 2012

Opfer?

"Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind drei militante Palästinenser getötet worden. Zwei weitere seien bei der Attacke verletzt worden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums des Gebiets am Mittelmeer mit. Bei den Opfern soll es sich um Salafisten gehandelt haben. Das israelische Militär bestätigte den Angriff. Die Männer seien im Augenblick des Angriffs bei den letzten Vorbereitungen für den Abschuss von Kleinraketen Richtung Israel gewesen." (Quelle: WELT.ONLINE, 06.09.12)

Hmm, hmm: Der Betreiber dieses Blogs hätte sich da einer anderen Wortwahl bedient - der hätte vielmehr von einer erfolgreichen Liquidierung salafistischer Terroristen durch die israelische Luftwaffe gesprochen. Denn die einzigen Opfer, die es in dieser Region tatsächlich gibt, sind jene Menschen im südlichen Israel, die unter den täglichen Raketen-Angriffen leiden und für die es schon seit Jahren zum Alltag gehört, mehrfach täglich in den nächstgelegenen Luftschutz-Bunker rennen zu müssen. Wie es sein muss, um sein Leben rennen zu müssen, gehört zu den Dingen, die wir uns hierzulande - glücklicherweise - gar nicht vorstellen können.

Unsere linkspolitisch korrekte Presse sieht das jedoch anders: Die bezeichnet salafistische Terroristen allen Ernstes als "Opfer" eines israelischen Luft-"Angriffs" - obwohl der Angriff in Wahrheit von den Salafisten ausgegangen ist. Und die Raketen, die diese Salafisten zwecks Ermordung von Juden abfeuern wollten, werden ganz einfach als "Kleinraketen" verniedlicht - so, als ob es für die Menschen, die den Luftschutz-Bunker nicht rechtzeitig erreichen würden, irgendeinen Unterschied macht, ob sie denn nun von einer "kleinen" oder einer "großen" Rakete getötet werden. Und dass sich hinter dem "Gesundheitsministerium" des "Gebietes" Gaza-Streifen in Wahrheit die Terror-Organisation Hamas verbirgt, verschweigt unsere linkspolitisch korrekte Presse natürlich genauso, wie sie verschweigt, dass seit Anfang dieses Jahres mehr als 450 Raketen auf israelischem Gebiet eingeschlagen sind.

Und wenn unsere linkspolitisch korrekten Medien nicht gerade damit beschäftigt sind, salafistische Terroristen im Gaza-Streifen zu Opfern umzuschreiben, dann werden deutsche Salafisten, die sich dem Jihad anschließen, im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet Raketen auf Kufar abfeuern oder in Ost-Afrika Kirchen überfallen, auch immer gerne zu "Opfern" umgeschrieben, die "in die Fänge der Salafisten geraten" sind. Nur die tatsächlichen Opfer des salafistischen Terrors (hier und hier) werden stereotyp ignoriert, so, als ob es diese gar nicht gegeben hätte.

Die Funktion des "Reichs-Propagandaministers" wurde in Deutschland übrigens 1945 abgeschafft. Allerdings nicht ersatzlos, denn alles das, was bis 1945 der Reichs-Propagandaminister gemacht hat, machen heute unsere linkspolitisch korrekten Medien.