Sonntag, 30. September 2012

Mehr Verlierer als Gewinner

"Innenminister Ralf Jäger bezeichnete den Tag als einen „Erfolg für die Demokratie. Die Zivilgesellschaft habe den Rechtsextremem den Rücken zugekehrt. Das sei ein wichtiges Signal für die Menschen im Land.“ Auch die Polizei lobte das besonnene Verhalten der Bonner Bürger, die durch Nichtbeachten der Pro-NRW-Kundgebung „ein deutliches Zeichen für das friedliche Zusammenleben aller Menschen, gleich welcher Herkunft und Glaubensrichtung, gesetzt haben." (Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, 29.09.12)

Tja, von allen Wertungen des gestrigen Tages dürfte das die mit großem Abstand dümmste sein. Denn die von Herrn Jäger zitierte Zivilgesellschaft hatte mehr Angst vor Salafisten-Randale als vor vermeintlichen Rechtsextremen - außerdem hat man die Bonner Bürger zur Kundgebung von proNRW ja gar nicht erst vorgelassen!

Eine vernünftige Wertung dessen vorzunehmen, was da gestern in Bonn passiert ist, fällt jedoch eher schwer. Nicht etwa wegen der Bonner Polizei, denn die hat einen sehr guten Job gemacht und mit ihrem Auftreten - inklusive ihrer Wasserwerfer - von Anfang an deutlich klargemacht, dass sie keine Salafisten-Gewalt duldet. Und natürlich ist es erfreulich, keine verletzten Polizisten beklagen zu müssen. Ebenso leicht fällt es, den Lannesdorfer Anwohnern zu gönnen, dass diese Veranstaltung randalefrei abgelaufen ist.

Schwierig ist jedoch die Bewertung, ob proNRW zu den Gewinnern oder zu den Verlierern des Tages gehört: Einerseits hat proNRW mit dieser Kundgebung deutlich gezeigt, dass man sich von dem jüngsten Aufruf zum Mord der Salafisten nicht beeindrucken lässt - das qualifiziert die Mitglieder von proNRW eigentlich zu Gewinnern. Eigentlich, denn es steht immer noch die unbeantwortete Frage nach den Rechtsmitteln im Raum, die proNRW gegen das Verbot der Mohammed-Karikaturen einlegen wollte?

Für das Verständnis des Blog-Betreibers jedoch gehören die Mitglieder von proNRW nicht zu den Gewinnern des gestrigen Tages. Einfach deshalb, weil nach dieser Kundgebung das ungute Gefühl zurückbleibt, dass proNRW ohne das Schwenken von Mohammed-Bildchen schnell "entzaubert" ist: Seriöse und qualifizierte Islam- oder Salafisten-Kritik, wie wir sie zum Beispiel von den ehemaligen Mönchengladbacher Bürgerinitiativen kennen, ist bei proNRW selbst bei wohlwollendster Betrachtung auch weiterhin nicht zu erblicken. Und Plakate mit durchgestrichenen Moscheen wie auch Auftritte selbsternannter Propheten sind alles Mögliche - aber mit Sicherheit keine seriöse Islam-Kritik, die im deutschen Bürgertum Akzeptanz findet.

Unsere Verfassung jedoch gehört auf jeden Fall zu den Verlierern des gestrigen Tages - denn mit dem Verbot der Mohammed-Karikaturen hat man der Salafisten-Gewalt vom 5. Mai einen späten Sieg beschert. Aber das sollte man nicht der Bonner Polizei anlasten: Auch wenn die Medien durch die Nicht-Erwähnung von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hierbei suggeriert haben, er habe mit dieser Entscheidung nichts zu tun, ist es weder vorstellbar, noch glaubhaft, dass eine solche Entscheidung ohne den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen getroffen wurde.

1 Kommentar:

  1. Noli turbare circulos meos "Störe meine Kreise nicht" sagte einst der griechische Mathematiker Archimdes zu einem römischen Soldaten bei der Eroberung von Syrakus ...

    "Störe meine Kreise nicht" sagt auch einer mit seinem politischen "K(r)ampf" gegen Extreme.

    Wer könnte das sein? Richtig: der Sozi-Jäger vom rot-grünen NRW-Innenministerium. Der Mann, der unter anderem auch zuständig ist, dass die von rot-grün vorangetriebene Islamisierung von NRW, möglichst unauffällig, diskret, leise und von der Bevölkerung kaum wahrnehmbar, vonstatten gehen soll.

    Und für dieses vorrangige Ziel von Rot-Grün, ist jede öffentliche Aufmerksamkeit und Fingerzeig auf dieses Thema, geradezu hochkonzentriertes Gift.

    Da gibt es nun zwei öffentliche Störenfrieden beim rot-grünen NRW-Großprojekt "Stillschweigende Islamisierung von NRW".

    Zum einen die (vor)lauten Salafisten, dem "Propheten" aufs engste verbunden, die jeden Atemhauch des "Propheten", die er in seinen Suren des Koran hinterließ, 1:1 übernehmen und auch in Deutschland ausleben wollen durch die Einrichtung eines Kalifat Deutschland als Gottesstaat Allahs und seines vom Erzengel Gabriel persönlich erleuchteten Propheten Muhammed mit der Scharia.

    Nun kann man Salafismus nicht vom Islam einfach wegschneiden, rausschneiden, filetieren: die sind doch so dreist und haben die Chuzpe, die Suren des heiligen Koran öffentlich zu zitieren. Und da stehen so Sachen drin über Juden und Christen, da dreht es einem Ungläubigen - einem Kufar - in Deutschland doch glatt den Magen um.

    Dabei ist der Islam, wenn man mal die paar "unfreundlichen" Suren des Koran über Vieh und Schweine, also über Juden, Christen und anders ungläubige Getier, außer acht lässt, das reinste irdische Paradies, zu dem jeder einfach zwangsbeglückt werden soll, sonst legen Allahs Jünger auch schon mal persönlich Hand an, wenn anders Gläubige nicht spuren wollen und dann haut das Schwert Allahs auch schon mal auf Häupter einiger hunderte Christen in Afrika und Arabien ein.

    Wo der "Prophet" hobelt, da fallen halt auch schon mal Späne an.

    Aber ansonsten ist der Islam erfreulicherweise friedlich.

    Ja, warum denn eigentlich nicht auch für NRW und ganz Deutschland, werden sich auch Rot-Grün mit Hanni und Nanni gedacht haben, wenn 57 islamische Staaten bereits so glücklich sind mit dem "Propheten", dann gehört die islamische Heilslehre doch auch hierher.
    Und jetzt auch mal pragmatisch gesehen: wir Rot-Grün brauchen Stimmen, Stimmen und noch mals Stimmen. Jede der letzten Bundestagswahlen immer nur als Opposition an den Katzentischen zu sitzen im Bundestag, macht weder den Sozis Spaß noch den kunterbunten türkischen Grünen.

    Also Stimmen müssen für Rot-Grün her. Und da muss man alle Stimm-Reserven anzapfen.
    Ja und wie bekommt man die? Indem man als rot-grüne Regierung islamischen Unterricht in ganz NRW flächendeckend einführt und hunderte Millionen für die Ausbildung, Weiterbildung und vor allem für den Lebensunterhalt aus den Sozialkassen zur Verfügung stellt.
    Das erfreut die Anhängerschaften des "Propheten" und man bedankt sich artig bei ihren Gönnern von Rot-Grün bei den nächsten Wahlen.


    Und jetzt kommen die anderen öffentlichen Störenfrieden dran. Rechte, Rechtsextreme, Rassisten wie hier ProNRW, die den "Propheten" überhaupt nicht leiden können und daraus auch keine Mördergrube machen und damit in die Öffentlichkeit gehen.

    Und da klingeln bei Rot-Grün und beim Sozi-Jäger, sämtliche Alarmglocken.
    Wer gegen den "Propheten" ist, ist auch gegen den Islam und das müssen wir mit allen Mitteln verhindert. Wir wollen uns doch nicht unsere muslimischen Wählerschaften vergraulen lassen und deshalb unser Großprojekt "NRW-Islamisierung" von ProNRW an die Wand fahren lassen ... wir brauchen Stimmen, Stimmen und nochmals Stimmen von unseren muslimischen Freunden für die nächsten Wahlen.

    Noli turbare circulos meos "Störe meine Kreise nicht"













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