Montag, 3. September 2012

Drehen die Islam-Verbände jetzt völlig durch?

"Islamverbände haben den Aufruf des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, kritisiert, sie sollten stärker Antisemitismus entgegentreten.
Solch ein Angriff wie der auf einen Rabbiner in Berlin sei ein Angriff "auf uns alle", sagte der Vorsitzende des Koordinierungsrates der Muslime, Ali Kizilkaya, der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung". Dagegen müsse die Gesellschaft etwas tun. Der Appell Graumanns aber sei nicht nötig gewesen: "Muslime brauchen da keine Lehrstunde'." (Quelle: WELT.ONLINE, 12 Uhr 38)

Nein, der Angriff auf den Berliner Rabbi war kein "Angriff auf uns alle", wie Herr Kizilkaya hier verlogenerweise fabuliert. Dieser Angriff war ein korangerechter Angriff radikaler Muslime auf unsere jüdischen Mitbürger - nicht mehr und nicht weniger.

Aber wenn man liest, wie Herr Kizilkaya Dieter Graumann angreift, nur weil dieser - völlig zu Recht - mehr Engagement gegen islamischen Judenhass von den Islam-Verbänden eingefordert hat, dann bleibt einem vor lauter Sprachlosigkeit darüber, welche Frechheiten und Unverschämtheiten sich die Islam-Verbände dieser Tage so herausnehmen, nur noch die Spucke weg. Ernst nehmen jedoch kann man diese Verbände - leider - nicht mehr.

Solche Islam-Verbände sind nicht Teil der Lösung - sie sind Teil des Problems. Völlig egal, ob es um die Auseinandersetzung mit dem islamischen Judenhass geht oder um die Bekämpfung von Salafismus und Terrorismus: Mit Islam-Verbänden, die zu jeder selbstkritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Religion völlig unfähig und vor allem unwillig sind, wird man in beiden Fällen ohnehin nie etwas erreichen können. Somit können wir froh und dankbar darüber sein, dass die Islam-Verbände die sog. "Sicherheits-Partnerschaft" mit dem Bundes-Innenministerium ihrerseits gekündigt haben.