Montag, 3. September 2012

Die Mythen unserer Links-Presse

Heute: Ohne die Muslime kann der Kampf gegen die Salafisten nicht gewonnen werden

"Der Kampf gegen den Terror gelingt nur gemeinsam. Daher sollten alle Beteiligten bald wieder zusammenkommen" - das schreibt die Neue Osnabrücker Zeitung in einer Presse-Mitteilung als Reaktion auf das Zerwürfnis zwischen dem Bundes-Innenministerium und den wie üblich beleidigten Islam-Verbänden. Und wie immer, wenn uns unsere Links-Presse mantraartig erzählt, der Kampf gegen den Salafismus sei nur mit den Muslimen zu gewinnen, wird natürlich kein einziges Argument zur Begründung dafür aufgeführt, warum dem angeblich so sein soll.

Würde eine Zeitung schreiben, der Staat könne den Kampf gegen den NSU-Terrorismus nur zusammen mit der NPD gewinnen, so würde jeder vernünftig denkende Mensch - zu Recht - den rechten Zeigefinger zur Stirn führen. Und das von unserer Links-Presse vorgetragene Mantra, der Kampf gegen Salafismus und Terrorismus sei nur mit den Muslimen zu gewinnen, beruht ausschließlich auf dem naiven Wunschdenken, die Islam-Verbände würden irgendwann einmal so eine Art "Fatwa" gegen den Salafismus erlassen - und dann würde sich natürlich auch sofort alles in Wohlgefallen auflösen. So, wie der damalige U.S.-Präsident George W. Bush in den Wochen nach 9/11 amerikanische Imame von einer Fatwa gegen den Terrorismus überzeugen konnte.

Nur ist es erstens herrlich unrealistisch, darauf zu hoffen, ausgerechnet Figuren wie Aiman-"Das hat alles mit dem Islam nichts zu tun"-Mazyek würden sich plötzlich strikt gegen den Salafismus stellen. Zweitens wurde die Fatwa amerikanischer Imame gegen den Terrorismus nie beachtet - Koran-Suren sind da ganz offensichtlich stärker. Und spätestens nach dem kindischen Verhalten deutscher Islam-Verbände, die nicht unter zweimal wöchentlich beleidigt sind und nach dem Angriff auf den Berliner Rabbi auch keinerlei glaubwürdige Absicht erkennen lassen, gegen islamischen Judenhass vorzugehen, muss das Mantra unserer Links-Presse, der Kampf gegen die Salafisten könne nur mit den Muslimen gewonnen werden, endlich einmal hinterfragt werden dürfen.

Werfen wir doch mal einen Blick zurück in die 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts - also in jene Zeit, in der unser Land mit einem mörderischen Linksterrorismus bedroht war. Genau so, wie es heute landauf, landab Muslime gibt, die mit den Salafisten sympathisieren, gab es damals landauf, landab Linke, die mit dem RAF-Terrorismus sympathisierten. Es gab geistige Brandstifter, die vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß als "Ratten und Schmeißfliegen" klassifiziert wurden - der Linksextremismus war in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Hat damals irgendjemand gesagt "Ohne die Linken können wir den Kampf gegen den Terrorismus nicht gewinnen"? Hatte damals irgendjemand die Idee, mit der Antifa oder der DKP eine "Sicherheits-Partnerschaft" einzugehen? Nein, damals ist niemand auf solche Ideen gekommen. Im Gegenteil: Man hätte sowas als kompletten Blödsinn betrachtet - vergleichbar der Idee, mit der Mafia eine "Sicherheits-Partnerschaft" zur Verbrechensbekämpfung einzugehen. Und obwohl damals der Linksextremismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen war, obwohl es in diesem Land nur so von Linken wimmelte, die mit dem RAF-Terrorismus sympathisierten, ist es dem Staat im Ergebnis erfolgreich gelungen, den RAF-Terrorismus zu bekämpfen und zu besiegen.

Wir sehen: Wenn der Staat wirklich will, so ist er durchaus in der Lage, den Terrorismus auch gegen seine Sympathisanten zu bekämpfen. Und er braucht auch keine "Sicherheits-Partnerschaften" mit fragwürdigen Verbänden, bei denen bis heute nicht wirklich klar ist, wofür oder wogegen diese eigentlich stehen, wenn sie zufälligerweise mal nicht beleidigt sind. Aber der Staat muss auch den klaren Willen und die Stärke haben, das hysterische Geschrei all derer zu ignorieren, die entweder zu schwach sind, sich klar gegen Extremismus zu positionieren oder vereinzelt gar klammheimlich mit diesem sympathisieren - das dürfte die vermutlich wichtigste Erkenntnis aus den 70er-Jahren sein.