Freitag, 20. Juli 2012

Wo selbst Rosamunde Pilcher vor Neid erblassen würde

"Bestätigt, dass die 30-Jährige in Solingen wohnt, hat gestern hingegen Stadtsprecher Lutz Peters. Die Adresse dürfe er jedoch nicht sagen, man könne sie aber über das Bürgerbüro auf Antrag erfahren, wenn Filiz Gelowicz der Weitergabe ihrer Daten nicht ausdrücklich widersprochen habe."
(Quelle: RP-Online, 19.07.12)

Hach, wie rührend: Obwohl das Solinger Tageblatt bereits einen Tag vor diesem Artikel der Rheinischen Post deutlich verkündet hat, dass Filiz Gelowicz jetzt auf der Konrad-Adenauer-Straße wohnt, und zwar in Sichtweite der Millatu Ibrahim-Moschee, hat die Rheinische Post hingegen nichts Besseres zu tun, als die Persönlichkeitsrechte von Frau Gelowicz zu wahren. Noch mehr Sensibilität und Willkommenskultur ist im Umgang mit einer von Al-Qaida freigepressten Terror-Helferin gar nicht mehr denkbar. Wirklich herzzerreißend wird es dann aber im zweiten Teil dieses Artikels, denn da hebt die Rheinische Post deutlich hervor, dass die arme, reuevolle Frau Gelowicz ja nur ein neues Leben anfangen will:

"Während des Prozesses hatte sie sich von ihren Taten distanziert und damit nicht nur ihren Anwalt Mutlu Günal, sondern auch Bundesanwalt Volker Brinkmann überzeugt. Günal hatte nach der Haftentlassung seiner Mandantin gegenüber dem SWR erklärt: "Frau Gelowicz möchte nun ein ganz normales Leben führen, sich Arbeit suchen und sich um ihren Ehemann kümmern." (Quelle: RP-Online, 19.07.12)

Ein rational denkender Mensch würde jetzt fragen: Wenn diese Salafisten-Braut wirklich ein "normales Leben" anfangen will, wieso zieht sie dann ausgerechnet in die unmittelbare Nähe der schlimmsten jihadistischen Brutstätte unseres ganzen Landes? Was ja noch weniger glaubwürdig ist, als würde ein Pädophiler, der ein neues Leben anfangen will, direkt neben einen Kindergarten ziehen. Aber wo genau Frau Gelowicz hingezogen ist, weiß der Leser der Rheinischen Post ja gar nicht, denn im Gegensatz zu anderen Zeitungen hat die Rheinische Post das ja auch verschwiegen.

Die Salafisten-Berichterstattung der Rheinischen Post - da würde selbst eine Rosamunde Pilcher vor Neid erblassen!

1 Kommentar:

  1. "Während des Prozesses hatte sie sich von ihren Taten distanziert und damit nicht nur ihren Anwalt Mutlu Günal, sondern auch Bundesanwalt Volker Brinkmann überzeugt."

    ... und sie möchte ein normales Leben führen und sich um ihren Ehemann kümmern.

    Eine romantische und herzzereißende Love-Story mit happy-end für ein islamisches Terroristen-Pärchen im Land der Kufar ... und die paar Attentattote, die man mit geplanten Bombenexplosionen für Allah in Kauf genommen hat - was soll's. Da muss man als Kufar auch mal gewisse Großzügigkeiten zeigen, wenn Gläubige im Namen Allahs ihre Religion hier ausüben wollen.

    Du hast uns überzeugt, Filiz - nicht nur deinen türkischen Anwalt und den Bundesanwalt - nein, auch mich und den Rest der Republik.

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