Sonntag, 15. Juli 2012

Naiv, Naiver, Solingen

"Bei der Stadt gibt es darüber hinaus zurzeit keine Erkenntnisse, dass die Salafisten in Solingen eine neue Bleibe suchen. "Davon ist uns nichts bekannt", sagte jetzt Stadtdirektor Hartmut Hoferichter unserer Zeitung." (Quelle: RP-Online, 14.07.12)

Nein, natürlich nicht. Wie kommt dieser pöhse Journalist nur auf die Idee, die Solinger Salafisten würden sich jetzt eine neue Bleibe suchen?

Es hat sich doch alles in Wohlgefallen aufgelöst: Seit Bundes-Innenminister Hans-Peter Friedrich den Solinger Salafisten-Verein Millatu Ibrahim verboten hat, ist auch die Solinger Millatu Ibrahim-Moschee geschlossen. Und die Internet-Seiten von Millatu Ibrahim hat Herr Friedrich auch vom Netz nehmen lassen. Die Solinger Salafisten campieren und beten jetzt bestimmt demoralisiert im Freien, haben die Stadt verlassen oder sind längst zu einer anderen Religion konvertiert. Kurz: Die Menschen in Solingen brauchen keine Angst mehr haben und können wieder ruhig schlafen. Soweit die offizielle Version für SPD-Mitglieder, Repräsentanten des Landes Nordrhein-Westfalen und andere realitätsferne Träumer.

Kommen wir nunmehr zur Realität: Die Internet-Seiten von Millatu Ibrahim sind schon längst wieder mit neuer URL "auf Sendung". Und natürlich suchen die Solinger Salafisten eine neue Bleibe, wenn sie in ihre bisherige Moschee nicht mehr hineinkommen.

Wie so etwas läuft, wissen wir ja aus Mönchengladbach: Zuerst einmal haben sich die Herren Salafisten einen neuen Namen gegeben. Danach suchten (und fanden) sie Unterschlupf in anderen Moschee-Gemeinden. Und irgendwann, lange später, durften wir dann in der Zeitung lesen, dass sich die Mönchengladbacher Salafisten weiter radikalisiert hätten.

Ach ja, noch etwas: Dass Mohamed Merah, der Attentäter, der in Toulouse sieben unschuldige Menschen, darunter drei jüdische Kinder, massakriert hat, via Bosnien Kontakte zu den EZP-Salafisten hatte, war Monate nachdem sich EZP in Mönchengladbach "aufgelöst" hatte und die Mönchengladbacher Medien und SPD-Politiker deswegen so getan haben, als sei jede Gefahr gebannt. Wer also jetzt in Solingen glaubt, mit dem Verbot von Millatu Ibrahim sei jede Gefahr gebannt, der lebt in einem (rosa-) roten Parallel-Universum - aber nicht in der Realität unseres Universums.

1 Kommentar:

  1. "jetzt haben wir's den Salafisten aber mal richtig gezeigt, wie sich der Deutsche Staat gegen verfassungsfeindliche Islamisten wehrt" ... könnte vom SPD-Innenminister und Alibi-Jäger stammen. Jetzt hat der rote Sozi mal richtig in der Presse für Wirbel gesorgt - mit mir als SPD-Innenminister nicht - und schon ist wieder Ruhe im Karton .... bis zum nächsten mal wenn das das Katz und Mausspiel mit den Salafisten in die nächste Runden geht.

    Demnächst wieder zu lesen in der Presse: Hallo, Herr Jäger hier sind wir wieder .... und hier sind wir auch wieder ... und dort sind wir .... und rufen zum Dschihad gegen die Ungläubigen in Deutschland auf.

    Und was sagt der Alibi-Jäger: wir müssen aufpassen - aufklären - Aussteigerprogramme anbieten - mehr integrieren - Hot-lines einrichten für akut gefährderte Konvertierte - Vorträge in Schulen, Gemeinden halten, etc. etc., .... also das volle Programm gegen Salafisten.

    Nie hat sich der Deutsche Staat so massiv und beeindruckend gegen Verfassungsfeinde "gewehrt" ... mal will mit allen Mitteln der Islamisierung Deutschlands zum Kalifat entgegentreten.

    Allaaaahu akbar, Herr Alibi-Jäger von der SPD

    Hoffnung besteht aber noch. Wenn sich die vier Millionen zum Grundgesetz und der Verfassung bekennenden Muslime gegen die Islamisierung Deutschlands massiv zur Wehr setzen werden. Darauf hoffen die Ungläubigen in Deutschland.

    AntwortenLöschen