Dienstag, 31. Juli 2012

Lest Marx!

"Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist 'harby', d. h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam."
(Quelle: Marx-Engels-Werke, Band 10, Seite 170)

"Lest Marx!" - das konnte man am 23. Juni in Frankfurt auf dem Plakat eines linken Demonstranten lesen. Und zwar bei einem jener Aufmärsche, die Linke in diesem Jahr regelmäßig veranstalten, wenn es gilt, gegen jene Position zu beziehen, die es wagen, gegen die Salafisten zu protestieren. Und spätestens daran erkennt man, wie dumm die heutigen Linken doch sind - denn würden sie wenigstens ihre eigenen Ratschläge befolgen und Marx lesen, dann wären ihnen seine Ausführungen zum Islam auch bekannt. Und dann würden sie - hätten sie wirklich die Absicht, ihrem Chef-Ideologen auch zu folgen - sich nicht ständig gegen alle jene stellen, die gegen die Salafaschisten protestieren. Sondern ebenfalls gegen die Salafisten protestieren - was zur Abwechslung sogar mal tatsächlich antifaschistisch wäre.

Und dass bei den heutigen Linken keinerlei Besserung in Sicht ist, erkennt man am Umgang mit den eigenen Leuten, wenn diese den Islam kritisieren oder gar vor den Salafisten warnen. Traurigstes Beispiel ist jener mutige homosexuelle Studienrat Daniel Krause, der im Juni dieses Jahres am Rande eines Anti-Salafisten-Protestes von proNRW spontan das Wort ergriffen hat und gesagt hat, er habe als Homosexueller vor Islamisten mehr Angst als vor Nazis. Was ihn nicht nur die Suspendierung von seiner Tätigkeit am Dortmunder Stadtgymnasium eingebracht hat, sondern auch gegen ihn gerichtete Mord-Aufrufe im linken Internet - wo Krause als "Verräter" beschimpft wird.

Auch die Tatsache, dass er sich, als bekennender Linker, mehrfach von proNRW distanziert hat und immer wieder, zuletzt in einem höchst lesenswerten Interview mit der Preußischen Allgemeinen Zeitung, betont hat, er habe nur deshalb am Rande des proNRW-Protestes das Wort ergriffen, weil die Linken es selber nicht geschafft hatten, eine Gegen-Demo zu den Salafisten zu organisieren und er somit der einzige linke Gegendemonstrant vor Ort war, haben ihm leider nicht geholfen. Und traurigerweise muss man feststellen, dass die Mord-Aufrufe seiner eigenen Gesinnungsgenossen vermutlich auch dem Zweck dienen, andere Linke einzuschüchtern, die ebenfalls Angst vor den Salafisten haben.

In einem Punkt jedoch muss der Betreiber dieses Blogs Herrn Krause dennoch widersprechen. Bei allem Respekt vor dem Mut des Herrn Krause: Seine Ausführungen in der Preußischen Allgemeinen, dass die Linken "es nicht geschafft" hatten, eine Gegen-Demo zu den Salafisten zu organisieren, lesen sich so, als ob die Linken nur deshalb nicht gegen Salafisten protestieren, weil sie die Bedrohung, die von ihnen ausgeht, noch nicht so ganz begriffen hätten. Oder weil sie sich ständig im "Kampf gegen Rechts" so verausgaben, dass ihnen zu Protesten gegen Salafisten die Kraft fehlt.

Nur kann man eben das getrost ausschließen, denn dazu, ständig gegen jene zu demonstrieren, die gegen Salafisten protestieren, haben die Linken immer noch genug Kraft - das schaffen sie unverändert. Und natürlich stellt es eine aktive Unterstützung der Salafisten dar, wenn man sich ständig gegen jene stellt, die gegen Salafisten protestieren. Somit ist es also keine Begriffsstutzigkeit und auch keine Übermüdung, sondern mindestens eine klammheimliche Sympathie für die Islamo-Faschisten, welche die Linken - trotz aller gegenteiligen Beteuerungen - zu solchen Aktionen veranlasst. Wenn nicht gar die bewusste Entscheidung der Linken, dem Islamo-Faschismus den Weg zu bereiten.

Wenigstens schön, dass Karl Marx das, was seine irren Nachfahren anno 2012 so treiben, nicht mehr miterleben muss.