Sonntag, 1. Juli 2012

Bonn: Steinewerfer dürfen bleiben, Opfer müssen gehen

"Einzig drei junge Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes zeigten im Saal Präsenz. Ihr Wirken blieb aber darauf beschränkt, eine Vertreterin von Pro NRW aus dem Saal zu geleiten. Dass sie dort einen Stein, der am 5. Mai in Lannesdorf in ihre Richtung geflogen war, als Beweisstück in die Höhe hielt, hatte nicht unbedingt zur Versachlichung der Debatte beigetragen; die Dame wurde von der Veranstaltung ausgeschlossen." (Quelle: General-Anzeiger Bonn, 30.06.12)

Merkwürdigerweise jedoch hatte sich die Dame nicht als Vertreterin von proNRW vorgestellt, sondern als Anwohnerin jenes Bonner Stadtteils, der am 5.Mai von den Salafisten-Krawallen heimgesucht wurde. Auch wenn die Recherchen dieses Blogs zwischenzeitlich ergeben haben, dass es sich bei dieser Dame um ein ehemaliges Mitglied von proNRW gehandelt haben soll, so ändert das nichts an dem unschönen Eindruck, dass irgendjemand dieser Dame eine aktuelle Mitgliedschaft bei proNRW angedichtet hat, um ihren Rauswurf aus dieser Veranstaltung zu rechtfertigen. Eindeutig wohlgelittener bei den Bonner Ordnungskräften waren jedoch jene Salafisten, die an den Ausschreitungen des 5.Mai beteiligt waren - denn die durften bis zum Schluss der Veranstaltung im Saal bleiben.

Um das kurz zu erklären: Die x-te nordrhein-westfälische "Informations-Veranstaltung" am Freitag in Bonn war auch von Repräsentanten der islamistischen Szene gut besucht, neben Vertretern der Bonner König-Fahd-Akademie und Mitgliedern der BIG-Partei waren auch Pierre Vogel samt seinem salafistischen "Begleitschutz" vor Ort. Vogel und die anderen Salafisten nahmen im hinteren Teil des Saales Platz und verfolgten die Debatten passiv. Vereinzelte Mitglieder seines salafistischen "Begleitschutzes" wurden von Augenzeugen sofort als einige derer identifiziert, die am 5.Mai die Bonner Polizei mit Steinen beworfen haben - was aber interessanterweise keinerlei Saal-Verweise zur Folge hatte.

Ansonsten war diese "Informations-Veranstaltung" nichts anderes als die übliche Volksverdummung, die wir vom nordrhein-westfälischen Innenministerium ja schon hinlänglich kennen: Die insgesamt ca. 150 Teilnehmer dieser Veranstaltung bestanden neben den bereits erwähnten Vertretern der Bonner Islamisten-Szene hauptsächlich aus Anwohnern der von den Salafisten-Krawallen betroffenen Stadtteile. Und die Stimmung auf dieser Veranstaltung war hochgradig aggressiv, was ganz besonders den Mitgliedern der BIG-Partei zu verdanken war, die immer wieder betonten, die Krawalle des 5.Mai hätten ja "nichts mit dem Islam zu tun", der Islam sei eine "Religion des Friedens" - was bei den Anwohnern verständlicherweise wütende Reaktionen zur Folge hatte.

Sehr befremdlich waren auch die Beiträge der anwesenden Politiker, die dem eigentlichen Thema der Veranstaltung immer wieder aus dem Wege gegangen sind und stattdessen stereotyp betonten, wie "erfolgreich" die Integration in Deutschland doch sei - auch das führte immer wieder zu wütenden Publikums-Reaktionen.

Den Vogel jedoch hat eindeutig jener Herr auf dem Podium abgeschossen, der erneut behauptete, angeblich seien nur 5 Prozent der 500 nordrhein-westfälischen Salafisten gewaltbereit. Dem Hohngelächter des Publikums konnte man problemlos entnehmen, dass niemand mehr diese offensichtlich manipulierte Zahl noch glaubt. Vielleicht sollten sich Jäger & Co. einmal klarmachen, dass man sich nach Krawallen, an denen ganz eindeutig mehr als 25 gewaltbereite Salafisten teilgenommen haben, mit solchen Zahlen nur selber lächerlich macht und Vorwürfe der Manipulation geradezu provoziert.

Insgesamt gab es von den nicht-islamistischen Veranstaltungs-Teilnehmern jede Menge Kritik an NRW-Innenminister Jäger (SPD), immer wieder wurde der Vorwurf laut, Jägers Politik sei gar keine Salafisten-Bekämpfung, sondern führe nur dazu, dass Salafisten in anderen Gruppierungen und Moscheen untertauchten.

Fazit: Eine typische Veranstaltung nordrhein-westfälischer Politik, die sich "Informations-Veranstaltung" nennt, aber ganz offensichtlich nur den Zweck der Beschwichtigung verfolgt. Was bei nicht-islamistischen Teilnehmern solcher Veranstaltungen anscheinend nur noch Wut auslöst. Und nichts verdeutlicht das Einknicken der Bonner Ordnungskräfte vor den Herren Salafisten besser, wie die Tatsache, dass ein Opfer der Bonner Salafisten-Krawalle des Saales verwiesen wurde - steinewerfende Salafisten jedoch bis zum Ende der Veranstaltung im Saal bleiben durften.

1 Kommentar:

  1. SPD-Innen-Jäger hat die SPD-Taqiya für christliche Kufar kreiert.

    Historischer Kernpunkt der SPD-Taqiya: Nicht der Islam und deren verschiedensten Gruppierungen von "friedlichen" bis radikalen Muslimen sind das Problem, sondern diejenigen, die auf das Problem "Islam" in Deutschland und hier vor Ort hinweisen.

    .. und für den SPD-Innen-Jäger sind nur die radikalen Bart tragenden Islamisten (Salafisten) das Problem, ansonsten ist ja alles "friedlich". Nur keinen Staub aufwirbeln, zumal ja benanntlich nur Salafisten in Deutschland den islamischen Gottesstaat mit der Scharia einführen wollen, was die "friedlichen Muslime" bekanntlicher weise strikt ablehnen und sich zu 100% zum GG und der Verfassung der BRD uneingeschränkt bekennen.

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