Mittwoch, 27. Juni 2012

Wer gegen Rechtsextremismus ist, der ist gegen Salafisten

"Heute gebe es islamische Strömungen, die nicht der Scharia folgten, und den mächtigen Scharia-Islam. Der Unterschied sei fundamental für die Chancen von Demokratie und Menschenrechten: „Wie der Nationalsozialismus die Menschen in Herrenmenschen und Untermenschen auf rassischer Basis spaltete, so hat die Scharia eine religiöses Apartheid-System geschaffen. Ferner verlangt die Scharia, dieses System über die Welt auszudehnen. Der Scharia-Islam darf getrost als Islamofaschismus bezeichnet werden, als der momentan gefährlichste Rechtsradikalismus der Welt“, so Flaig."
(Quelle: FOCUS-Online, 24.06.12)

Verzeihung, aber dass Salafisten, Scharia & Co. und der NS-Faschismus auffällige Ähnlichkeiten und Parallelen haben, ist nicht gerade eine neue Erkenntnis; Dass ehrlicher und authentischer Antifaschismus automatisch, geradezu zwingend, zum Engagement gegen die "Salafaschisten" führt, würde der Betreiber dieses Blogs eher als einen "alten Hut" begreifen.

Neu und überraschend ist jedoch, dass ein großes deutsches Medium wie der FOCUS plötzlich den Mut hat, solche Aussagen auch abzudrucken. Denn bislang haben unsere Medien immer brav das Spiel gespielt, Salafisten-Gegner in die Nähe von Rechtsextremisten zu rücken, sie gar als "Nazis" zu diffamieren und zu verunglimpfen; Erst vor vier Tagen hatten wir die Situation, dass die "Welt" jene mutigen Mitbürger, die am Samstag in Frankfurt gegen die Salafisten protestiert haben, in die Nähe von Rechtsextremisten gerückt hat - und sich sogar entblödet hat, den Bericht über den Anti-Salafisten-Protest mit einem Foto zu illustrieren, das Springerstiefel mit weißen Schnürsenkeln zeigt.

Und damit wären wir mal wieder bei der Frage angelangt, die Salafisten-Gegner seit zwei Jahren ratlos stimmt: Warum solidarisieren sich all jene, die ständig zum "Kampf gegen Rechts" aufrufen, immer mit den Salafisten? Warum protestieren sie nicht auch - was wirklich antifaschistisch wäre - gegen die Salafisten, anstatt sich immer nur gegen jene zu stellen, die gegen die Salafisten protestieren? Und nicht zuletzt: Warum wird dieses verlogene Spiel immer wieder von unserem Medien unterstützt?

Vielleicht besteht der große Irrtum ja darin, zu glauben, der sog. "Kampf gegen Rechts" diene tatsächlich der Abwehr oder Verhinderung eines "4. Reiches" und/oder der nächsten Shoah. Denn das "4. Reich" droht - glücklicherweise - nicht, jedenfalls nicht auf deutschem Boden. Und die nächste Shoah droht vielleicht vom iranischen Präsidenten und dessen nuklearen Ambitionen - aber nicht von Seiten der Deutschen. 

Der sog. "Kampf gegen Rechts" ist zuallererst einmal nichts anderes als der "nachgeholte Widerstand", mit dem sich ein Volk seelisch entlastet, das während des NS-Faschismus nun mal nicht gegen diesen protestiert hat. Auch und vor allem nicht gegen die Verfolgung und Vernichtung der Juden, die - im Gegenteil - vielen damaligen Deutschen ähnlich gut in den Kram gepasst hat wie vielen heutigen Deutschen das iranische Atomprogramm.

Und der heutige "Kampf gegen Rechts" ist da für viele Deutsche eine wunderbare Chance zur seelischen Entlastung: Man kann sozusagen rückwirkend seinen Einspruch gegen die Shoah erheben. Und mit diesem rückwirkenden Einspruch gegen die Shoah fühlt man sich vor der Geschichte freigesprochen, kann dann im gleichen Atemzug das Existenzrecht Israels bestreiten - und insgeheim darauf hoffen, dass Ahmadinejad schon das vollenden wird, was Hitler angefangen hat.

Nicht vergessen sollte man auch, dass dieser "nachgeholte Widerstand", verglichen mit den Risiken, die ein Widerstand in den Jahren zwischen 1933 und 1945 tatsächlich gehabt hätte, höchst gefahrlos ist. Also für alle Schichten der Gesellschaft eine wunderbare Gelegenheit, ihren "Mut" zu demonstrieren; Angefangen vom pickligen Jüngling, der seiner Freundin beweisen will, wie "mutig" er doch ist - bis hin zum effekthaschenden Ober-Bürgermeister, der vor den Salafisten ängstlich kneift, aber im Kampf gegen ein imaginäres "4. Reich" seinen Wählern beweisen kann, wie "mutig" er sich doch Extremisten entgegenstellt.

Zu guter Letzt darf auch nicht vergessen werden, dass die "Nazi-Keule" für die Redakteure unserer Links-Presse nichts weiter ist, als ein sehr effizientes Mittel, Andersdenkende mundtot zu machen: Wer nicht so links und pro-islamisch ist, wie unsere Medien das erwarten und zu erzwingen versuchen, der wird mangels Argumenten und Fakten einfach als "Rechtsextremer", gar als "Nazi" diffamiert - fertig. Dass sich unsere linken Redakteure damit eben genau der Methodik bedienen, der sich früher die NS- und die DDR-Presse bedient haben, stört da nicht weiter.

Nur ändern weder spezifisch deutsche Verrücktheiten, noch fragwürdige Methoden linker Medien etwas an der Tatsache, dass Salafisten, Scharia & Co. anno 2012 den gefährlichsten Rechtsextremismus der Welt repräsentieren. Und deswegen bleibt auch eines wie gehabt: Wer sich dieser Tage wirklich ehrlich gegen den Faschismus engagieren will, der stellt sich zu denen, die gegen Salafisten protestieren - aber niemals zu den Linken, die überall dort aufmarschieren, wo gegen Salafisten protestiert wird.