Sonntag, 24. Juni 2012

Über angebliche "Nazi-Gegner"

"Gegendemonstranten haben am Samstag in Frankfurt am Main eine Anti-Salafisten-Kundgebung der Republikanischen Jugend gestört. Im Ortsteil Ginnheim hatten sich die Rechtspopulisten vor der Falah-Moschee versammelt, um unter dem Motto "Hasta la Vista, Salafista" die "Islamisierung Deutschlands" anzuprangern. Auf der Kundgebung traten auch Redner der rechtsextremen Pro NRW und der "German Defense League" auf. Die Polizei verhinderte, dass Mohammed-Karikaturen gezeigt wurden."
(Quelle: WELT.ONLINE, 23.06.12)

Schon lustig, was uns die "Welt" da unter der seltsamen Überschrift "Nazigegner übertönen rechte Kundgebung gegen Salafisten" zu verkaufen versucht - ganz offensichtlich in der festen Überzeugung, der deutsche Michel (nur echt mit der Schlafmütze!) werde schon jeden Mist glauben. Auch den, dass es sich bei den beteiligten Personen tatsächlich um Nazi-Gegner gehandelt habe.

Dummerweise jedoch ergibt es überhaupt keinen Sinn, dass Nazi-Gegner ständig gegen jene demonstrieren, die gegen Salafisten protestieren; Einem wirklichen und ehrlichen Gegner des Faschismus käme es niemals in den Sinn, sich auf die Seite der Salafisten zu stellen - denn dazu sind die totalitären Strukturen des nationales Sozialismus und des Salafismus einfach zu ähnlich. Und natürlich stellt man sich auf die Seite der Salafisten, wenn man ständig gegen jene aufmarschiert, die nichts anderes tun, als gegen die Salafisten zu protestieren.

Jedenfalls nervt es nur noch, dass unsere Links-Medien uns jene, die sich mit Salafisten solidarisieren, auch noch als "Nazi-Gegner" zu verkaufen versuchen. Denn wer sich auf die Seite der Salafaschisten stellt, der hat selber viel zu wenig Distanz zum braunen Gedankengut - und zwar unabhängig davon, ob sich derjenige rot lackiert hat oder nicht.

P.S.: Dazu passend ist übrigens auch die Meldung eines hessischen Lokal-Blattes, einer der angeblichen "Nazi-Gegner" sei wegen des Zeigens des Hitler-Grußes angezeigt worden.

1 Kommentar:

  1. Die republikanische Jugend und andere rechte Gruppen hatten ihre Demonstration unter dem Motto «Freiheit statt Islam/Hasta la Vista, Salafista» angemeldet. Die Frankfurter Grünen hatten zur Gegendemonstration aufgerufen.

    http://www.lampertheimer-zeitung.de/nachrichten/politik/hessen/12122269.htm

    .... Die Frankfurter Grünen hatten zur Gegendemonstration aufgerufen.

    Passt doch ideologisch und kongenial zusammen - Die Grünen und Salafisten. Zwei Deutschlandabschaffer Hand in Hand.

    In jedem linken Bündnis sind die Grünen kläffend mit dabei.

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