Montag, 18. Juni 2012

Dichtung und Wahrheit, heute: "Die Welt"

"Für die Solinger endet an diesem Morgen ein beinahe einjähriger Kampf gegen einen Sammelpunkt radikaler Islamisten mitten in der 160.000-Einwohner zählenden Stadt im Bergischen Land. "Ja, macht den Laden endlich leer", ruft denn auch ein Fahrradfahrer laut den Polizisten zu."
"Das Treiben der islamischen Fanatiker löste bereits frühzeitig starken Bürgerprotest aus. Fest entschlossen, ihre Stadt nicht zu einem Hort des Extremismus werden zu lassen, demonstrierten die besorgten Solinger schon Anfang 2012 gegen den Salafisten-Treff."

Soweit die Dichtung der "Welt", kommen wir jetzt zur Wahrheit: Einen Solinger "Bürgerprotest", bei welchem gegen oder gar vor dem Salafisten-Treff in der "Millatu Ibrahim"-Moschee demonstriert wurde, hat es nie gegeben. In Wahrheit hat man in Solingen immer nur gegen auswärtige Gruppierungen demonstriert, weil diese gegen die Salafisten protestiert haben.

Die einzige Stadt Deutschlands, deren Bürger jemals gegen oder sogar mutig vor Salafisten-Treffpunkten demonstriert haben, ist und bleibt Mönchengladbach. Darauf können die mutigen Mönchengladbacher stolz sein - und das wird auch die "Welt", welche die Vorgänge in Mönchengladbach im Gegensatz zu anderen Medien traditionell ignoriert, nicht umschreiben können.

Lustig übrigens auch, was die Online-Ausgabe der "Welt" am Freitag unter der markigen Überschrift "Solingen geht weiter gegen Salafisten vor" veröffentlich hat:

"Die Stadt Solingen möchte auch nach dem Verbot der Salfisten-Gruppe Milatu Ibrahim seine Präventionsarbeit gegen Islamismus fortsetzen. Die Stadt gilt als Zentrum demokratiefeindlicher Islam-Gruppen." (Quelle: WELT.ONLINE, 15.06.12)

Man stutzt schon bei der Überschrift und fragt sich: Welches Solinger "Vorgehen" gegen Salafisten ist damit gemeint? Denn bekanntlicherweise setzt die Fortführung eines "Vorgehens" die Existenz desselben voraus. Beim Weiterlesen jedoch stellt man dann fest, dass hier lediglich von "Präventionsarbeit durch Information" die Rede ist, was mit Hilfe einer markigen Überschrift mal flott zum "Vorgehen gegen Salafisten" hochgeschrieben wird.

Die wiederholten Versuche der "Welt", den eher passiven Bürgern in Solingen das anzudichten, was in Wahrheit mutige Mönchengladbacher Bürger geleistet haben, werden langsam peinlich.

1 Kommentar:

  1. Da hat sich "Die Welt" wohl ihre Auskünfte über das "starke" Engagement der Solinger wohl beim "Bündnis (knallrotes)bunt statt Braun" eingeholt, die gegen eine Demo der Republikaner gegen die Salafisten protestierten, in dem sie wiederum eine Demo gegen die Republikaner veranstalteten, weil die es gewagt haben gegen Salafisten zu demonstrieren.

    Die Antwort auf dieses Vorgehen des linken Bündnisses hat der Vorsitzende der Solinger CDU Pter Schmiegelow auf den Punkt gebracht:

    http://www.solinger-bote.de/nachrichten/2012/02/12/solinger-cdu-kritisiert-bunt-statt-braun/


    ... also eine reine Pseudoveranstaltung linker Gruppierungen aller roter politischer und gesellschaftlicher Schattierungen im linken Sammelbecken "Bunt statt braun".

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