Mittwoch, 30. Mai 2012

Keine Randale - aber Zeugen in Angst

Die gute Nachricht: Salafisten-Randale hat es beim ersten Verhandlungstag um die letztjährige Karnevals-Schlägerei nicht gegeben - ein für Mönchengladbacher Verhältnisse beeindruckendes Polizei-Aufgebot hat schon Stunden vor Verhandlungsbeginn deutlich klargemacht, dass da "nichts geht".

Somit konnte der erste Verhandlungstag ordnungsgemäß durchgeführt werden. Geführt wird dieser Prozess von einer Richterin, die alle Zeugen hartnäckig und präzise befragt und jede Zeugenaussage auch entsprechend auf ihre Glaubwürdigkeit "abklopft", allerdings auch sehr um politische Korrektheit bemüht ist: So wurde jeder deutsche Zeuge nach seinem Verhältnis zu Ausländern und Salafisten befragt, eine Zeugin, die von "Islamisten" gesprochen hat, wurde belehrt, doch bitte von "Muslimen" zu sprechen. Am Rande bemerkt: Die Vermutung vieler Mönchengladbacher Bürger, dass ein anderer Staatsanwalt als die Dezernentin für Staatsschutz-Delikte "dahinterstecken" müsse, wenn ein Salafist (mit-)angeklagt wird, hat sich erwartungsgemäß bestätigt.

Und dieser erste, mehr als fünfstündige Verhandlungstag hatte es wirklich in sich: Karnevalisten, die sofort geständig waren, ihre Verfehlungen eingeräumt und sich mehrfach entschuldigt hatten. Im Gegensatz dazu Salafisten, die - mit Ausnahme von Sven Lau - alles abgestritten und merkwürdige Erinnerungslücken hatten. Und eine Zeugenaussage von Sven Lau, die so absonderlich war, dass der Betreiber dieses Blogs diese noch in einem gesonderten Beitrag abhandeln möchte.

Die Beweisaufnahme zeigte dann auch sehr schnell, worum es ging: Betrunkene Karnevalisten, die am 06.03.11 mit Sprüchen wie "Deutschland den Deutschen" und "Salafisten raus" durch Eicken zogen. Wobei gegen "Salafisten raus" natürlich nichts einzuwenden ist, aber Sprüche wie "Deutschland den Deutschen" wollen wir nun einfach mal nicht mehr hören. Salafisten, die diese Karnevalisten daraufhin als "Nazis" beschimpften, ein als Clown verkleideter Karnevalist, der wütend ausrastete und Sven Lau wegen dieser Beschimpfungen zur Rede stellen wollte, dabei eine Tür eingetreten hat, dann im Suff gestolpert ist und - am Boden liegend - von 10 bis 15 Salafisten umringt, immer wieder getreten und übelst zusammengeschlagen wurde. Und es war immer wieder die Rede von einem Salafisten, der einen weißen, einen Meter langen Schlagstock aus dem Kofferraum seines Autos holte und damit wieder und wieder auf den wehrlosen und längst blutenden Clown eingeschlagen hat - auch in dessen Gesicht.

Wahrlich gespenstisch jedoch war an diesem ersten Verhandlungstag, wie schnell das ansonsten gute Erinnerungsvermögen der Zeugen jedesmal versagte, wenn es galt, den beklagten Salafisten als denjenigen welchen zu identifizieren, der den am Boden liegenden "Clown" brutalst schlagstockbehandelt hat: Da konnten sich die Zeugen dann plötzlich an nichts mehr erinnern. Trauriger Höhepunkt dieser Vernehmung war eine junge Zeugin, die Wochen nach dieser Schlägerei den beklagten Salafisten anhand von Fotos gegenüber dem Staatsschutz ganz eindeutig identifiziert hat - aber in der gestrigen Verhandlung plötzlich behauptete, den Salafisten-Schläger nicht zu (er-)kennen. Als die Dame von der Richterin aufgefordert wurde, sich im Saal genau umzugucken, zog sich die Zeugin plötzlich auf die Aussage zurück, stark kurzsichtig zu sein und leider die falsche Brille aufzuhaben. Nachdem die Richterin hartnäckig blieb, brach die Zeugin in Tränen aus und verließ fluchtartig den Saal - spätestens an dieser Stelle war dann auch dem letzten Langsamdenker klar, welche Angst die Zeugen vor den Salafisten haben.

Alle Zeugen? Nein, nicht alle: Ein einziger unerschrockener Eickener Bürger hatte den Mut, den beklagten Salafisten als denjenigen zu identifizieren, der mit dem Schlagstock auf den am Boden liegenden Karnevalisten einprügelte.

Höchst bemerkenswert war auch die Eintracht, in der sich die angeklagten Karnevalisten und die Salafisten präsentierten: In den kurzen Prozess-Pausen standen die Karnevalisten und die Salafisten immer zusammen, am Ende des gestrigen Prozesstages verabschiedeten sich der "Clown" und Sven Lau mit Handschlag voneinander. Dass die Zuschauer dieses Prozesses sofort spekulierten, ob es da nicht bereits im Vorfeld des Prozesses so eine Art "außergerichtlicher Einigung" zwischen den Karnevalisten und den Salafisten gegeben habe, ist somit nur logisch.

Als Fazit kann man bereits jetzt feststellen, dass der Prozess zwei große Schwachstellen hat, die ihn drohen zu einer Farce werden zu lassen: Zum einen, dass die Staatsanwaltschaft die Karnevalisten und den Salafisten zusammen angeklagt hat - anstatt aus dem Fehlverhalten der Karnevalisten und der Brutalität der Salafisten zwei voneinander unabhängige Verfahren zu machen. Und zum anderen natürlich Zeugen, die - von einer Ausnahme abgesehen - ganz offensichtlich große Angst vor den Salafisten haben.

Die Verhandlung wird am 12. Juni um 14 Uhr fortgeführt.

1 Kommentar:

  1. "Deutschland den Deutschen" soll einer der Angeklagten den Salafisten zugerufen haben .... das ist unverzeihlich und ein Affront sondergleichen.

    Kommentare der letzten Jahre aus dem rot-grünen Multi-Kulti-Lager:

    „Die Zukunft des Islam in diesem, unserem Land, in Deutschland, gestalten wir; wir, die hier
    geboren und aufgewachsen sind, wir, die wir die deutsche Sprache sprechen und die Mentalität
    dieses Volkes kennen. Entscheidend ist, dass wir in diesem Land unsere Religionsfreiheit haben
    (auch wenn wir sie sehr häufig vor Gericht erst erstreiten müssen) und dass es keinen Grund gibt,
    nicht aktiv an der Neugestaltung dieser Gesellschaft mitzuwirken. Ich glaube nicht, dass es
    unmöglich ist, dass der Bundeskanzler im Jahre 2020 ein in Deutschland geborener und
    aufgewachsener Muslim ist, dass wir im Bundesverfassungsgericht einen muslimischen Richter oder
    eine muslimische Richterin haben, dass im Rundfunkrat auch ein muslimischer Vertreter sitzt, der
    die Wahrung der verfassungsmäßig garantierten Rechte der muslimischen Bürger sichert. … Dieses
    Land ist unser Land, und es ist unsere Pflicht, es positiv zu verändern. Mit der Hilfe Allahs werden
    wir es zu unserem Paradies auf der Erde machen, um es der islamischen Ummah und der Menschheit
    insgesamt zur Verfügung zu stellen. Allah verändert die Lage eines Volkes erst, wenn das Volk seine
    Lage ändert!“
    Ibrahim El-Zayat, Deutscher ägyptischer Herkunft und Präsident der Islamischen
    Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD), Quelle: Jugendmagazin der Muslimischen Jugend
    (MJ) TNT, Nr.1/9,1996, S.2
    *


    "Wir wollen, dass Deutschland islamisch wird"
    Cem Özdemir, Bündnis90/Die Grünen auf Behauptung von Susanne Zeller-Hirzel (letzte
    Überlebende der Weißen Rose; Widerstandsgruppe im 3.Reich)


    Am Nationalfeiertag der Deutschen ertrinken die Straßen in einem Meer aus roten Türkenflaggen
    und ein paar schwarzrotgoldenen Fahnen.
    Claudia Roth, Bündnis90/Die Grünen, Wunschvision zum Tag der Deutschen Einheit, Artikel in
    der Welt am Sonntag vom 6.Februar 2005

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