Donnerstag, 24. Mai 2012

Es sollen nur Mitglieder von proNRW bedroht sein?

"In einer vertraulichen Lageneinschätzung des Bundeskriminalamts ("VS - Nur für den Dienstgebrauch") heißt es, Choukas Hetze (damit ist sein Aufruf zum Mord gemeint, Anm. des Blog-Betreibers) sei besonders geeignet, "radikalisierte Personen weiter zu emotionalisieren". Als "Tatimpuls" für Fanatiker kämen "beliebige, subjektiv als islamfeindlich empfundene Ereignisse in Frage".
Vor allem junge Leute, die "im propagierten globalen Dschihad ein Kompensationsinstrument für anhaltenden persönlichen Misserfolg im gesellschaftlichen Leben finden", dürften sich demnach angesprochen fühlen. Anschläge auch "mit deutlichem Zeitverzug" seien daher "verstärkt zu befürchten", notierte ein Kriminaldirektor." (Quelle: SPIEGEL ONLINE, 23.05.12)

Aha - Jihadisten sind also im realen Leben Versager. Soweit nichts Neues, das wußten wir schon seit Mohamed Atta. Und den Eindruck, dass die Salafisten, diese SA des Islams, aus erfolgreichen Menschen besteht, hatten wir auch hier in Mönchengladbach nie wirklich.

Viel interessanter jedoch ist die Frage, ob denn wirklich jemand glaubt, dass sich so ein salafistischer Fanatiker bei einem "beliebigen, subjektiv als islamfeindlich empfundenen Ereignis" vor der Ermordung seines Opfers vergewissert, dass dieses auch tatsächlich einen Mitgliedsausweis von proNRW in der Tasche hat?

In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass sich auch Arid Uka und Mohamed Merah nicht die Mühe gemacht haben, wochenlang über ihre Opfer zu recherchieren. Sie haben sich nur kurz vergewissert, dass ihre Opfer Afghanistan-Soldaten (= Feinde des Islams) bzw. Juden (= Ungläubige) sind - und sind dann gleich zur Ermordung derselben geschritten.

Und ein "beliebiges, subjektiv als islamfeindlich empfundenes Ereignis" kann alles Mögliche sein: Ein Protest braver Bürger gegen Salafisten, ein Beitrag in einem Anti-Salafisten-Blog oder auch ein Prozeß, bei dem einer der Herren Salafisten auf der Anklagebank Platz nehmen muß - was übrigens hier in Mönchengladbach für nächsten Mittwoch geplant ist.

Machen wir uns da doch bitte nichts vor: In einer Stadt wie Mönchengladbach, wo Salafisten, die ihren Kritikern mit Mord drohen oder diese brutal angreifen, bis heute nichts zu befürchten haben, haben solche Aufrufe zum Mord eine ganz besondere "Qualität".

1 Kommentar:

  1. gegen religiöse Fanatiker kann man sich nur schwer erwehren ...

    Allahs deutsche Schwerter

    http://www.youtube.com/watch?v=ihskfeANXw4

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