Mittwoch, 9. Mai 2012

Einschüchterung statt Gewalt

Wenn Salafisten mit tausend Polizisten, Wasserwerfern, Panzerwagen und Polizei-Hunden konfrontiert sind, dann wollen sie scheinbar doch keinen Krieg - das ist eine klare Erkenntnis des gestrigen Tages. Aber das muß nicht bedeuten, dass sie dann plötzlich lieb und friedlich werden - erste Augenzeugenberichte und Videos sagen uns, dass sie dann nur ganz flexibel auf eine andere Taktik umschalten, welche da lautet: Einschüchterung statt offener Gewalt.

Aber der Reihe nach: Nach Darstellung unseres Augenzeugen, der schon in Bonn dabei war, haben sich die Herren Salafisten gestern in Köln sehr debattierfreudig gezeigt. Immer wieder haben sie Gespräche mit Journalisten gesucht - wogegen bis dahin betrachtet nichts einzuwenden ist.

Auch dann nicht, wenn Salafisten einfach nur Blödsinn erzählen: So haben die Salafisten in Köln immer wieder betont, dass sie "Opfer" seien, nämlich Opfer gewisser Karikaturen. Sie haben sich immer wieder selber entblödet, indem sie darauf hingewiesen haben, das Zeigen dieser Karikatur würde für einen Muslim "das Gleiche bedeuten, wie für einen Juden der Holocaust." Kurz: Früher haben wir Deutsche die Juden vergast, heute vergasen wir die Muslime mit einer Karikatur!

Aber dummes Zeug zu reden ist zum Glück kein Straftatbestand. Wäre dem so, müßte Christiane Ritgens täglich nicht unter drei Strafverfahren gegen Sven Lau einstellen.

Schwierig wird es, wenn das Reden von dummem Zeug mit Einschüchterungen der Gesprächspartner verbunden ist. Unser Augenzeuge hat gestern immer wieder beobachtet, wie Salafisten in kleineren Gruppen Journalisten umringt und körperlich bedrängt haben, bevor sie mit ihnen zu debattieren angefangen haben - nicht wenige dieser Salafisten waren übrigens vermummt. Ein Schutz der Journalisten vor als gefährlich bekannten Salafisten war in Köln faktisch nicht gegeben, auch solchen Salafisten ist es gelungen, in die unmittelbare Nähe von Journalisten zu kommen, um diese in groteske Debatten zu verwickeln. Und wenn Journalisten dann dem Blödsinn der Salafisten widersprochen haben, so haben die Salafisten sofort ihr martialisches "Allahu akbar" angestimmt und versucht, die Journalisten mit Drohgebärden einzuschüchtern. Frei nach dem Motto: Ihr Nazi-Deutschen vergast uns mit Karikaturen - und wenn Du das anders siehst, kriegst Du gleich eine aufs Maul!

Wir sehen: Ja, tausend Polizisten können mit Wasserwerfern, Panzerwagen und Polizei-Hunden die Herren Salafisten tatsächlich davon abhalten, Krieg zu führen. Aber davon, Blödsinn zu faseln, sich mit Hilfe hanebüchener Argumente als "Opfer" zu präsentieren, andere zu bedrängen und einzuschüchtern, davon können scheinbar selbst Wasserwerfer und Panzerwagen die Salafisten nicht abhalten.

1 Kommentar:

  1. Einschüchterung ist eine andere Form der Gewalt und wenn sie aggressiv und drohend an den oder die Adressaten gerichtet ist, wie hier "religiös", dann ist das weder mit dem GG, der Verfassung noch mit unserer Gesetzgebung kompatibel.
    Das Salafisten das alles nicht anerkennen und das Kalifat Deutschland als Gottesstaat mit der Scharia unbedingt einführen wollen, dürfte doch mittlerweile nicht nur dem Verfassungsschutz und Staatsschutz der Länder und des Bundes benannt sein.

    Offensichtlich denken Jäger und Kraft und der politische Co-Partner, die Grünen, das könnte man alles der Bevölkerung verheimlichen und uns die Mär vom "friedlichen" Islam mantrahaft vorkauen und verkaufen zu wollen.

    Auch der sichtlich nervöse Vorsitzende des Zentralrates des Muslime, Mazyek versuchte gestern beim Sender "Phoenix" den Eindruck zu vermitteln, dass das alles nichts mit dem Islam zu tun hat, was Salafisten im Namen des Islam, des Koran, in Städten veranstalteten - das wären irgenwie vom Leben frustrierte muslimische Hooligans und ohnehin alles vollkommen "unislamisch".

    Herr Mazyek, mal wieder die Taquiyya angewandt, die Kunst im Islam, die Ungläubigen (Kufar) über die wahren Absichten des Islam zu täuschen.

    AntwortenLöschen