Freitag, 4. Mai 2012

Die Methoden der "Rheinischen Post"

Dass unsere Rheinische Post in ihrer Salafisten-Berichterstattung zumeist mehr verschweigt als erzählt und auch immer wieder gerne falsche Eindrücke suggeriert, ist nun wirklich keinerlei Neuigkeit. Die dicksten "Klopper" waren da bislang: Das systematische Verschweigen der Bezüge des Frankfurter Attentäters zu den Mönchengladbacher Salafisten, die unrecherchierte und einseitig übernommene Salafisten-Propaganda zur letztjährigen Karnevals-Schlägerei und natürlich - ganz aktuell - das Totschweigen der Nicht-Anklage gegen den Schläger vom 24. Juni. Aber das sind nur die Höhepunkte - mit einer Analyse der höchst fragwürdigen Salafisten-Berichterstattung dieser Zeitung könnte man problemlos ein Buch füllen.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Mönchengladbacher Salafisten-Gegner eine klare Meinung zu dieser Zeitung haben und sich längst abgewöhnt haben, sich noch über jeden einzelnen Beitrag dieser Zeitung aufzuregen. In gewisser Weise hat sich da längst die Betrachtungsweise durchgesetzt, dass das Suggerieren falscher Eindrücke bei allem, was mit dem Islam zu tun hat, schlicht und einfach genauso zum Handwerk linkspopulistischer Medien gehört wie die Mundtotmachung der eigenen Leser - und die Salafisten haben nun mal auch mit dem Islam zu tun.

Aber gestern hat die Redaktion der Rheinischen Post für das Verständnis des Blog-Betreibers eindeutig die Grenze zur Verleumdung überschritten:

"Doch brenzlig wurde die Situation oft genug, nachdem am 4. August 2010 bekannt geworden war, dass der vom Verfassungsschutz beobachtete islamistische Verein „Einladung zum Paradies“ eine Islamschule in Eicken errichten will. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun: Die rechtsextreme NPD zog in der Stadt auf, Bürgerinitiativen demonstrierten, die Salafisten verlegten ihr Freitagsgebet demonstrativ auf den Eickener Marktplatz. Es gab Mahnwachen, Provokationen, Sachbeschädigungen und auch Schlägereien. All das erforderte Polizeieinsätze. Dazu kamen noch Objekt- und Personenschutz, weil es ständig Bedrohungen von allen Seiten gab." (Quelle: RP-Online, 03.05.12)

Mit dem Satz "Es gab Mahnwachen, Provokationen, Sachbeschädigungen und auch Schlägereien" versucht die Rheinische Post ganz offensichtlich den Eindruck zu erwecken, die Mitglieder der Bürgerinitiativen und die Herren Salafisten hätten sich ständig gegenseitig provoziert und geprügelt. In Wahrheit jedoch haben die Mitglieder der Bürgerinitiativen bei ihren Protesten gegen die Salafisten kein einziges Mal provoziert - es sei denn natürlich, man betrachtet Proteste als solche gegen verfassungsfeindliche Extremisten als Form der Provokation. Und zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass Mitglieder der Bürgerinitiativen sich niemals geprügelt oder andere angegriffen haben, aber zweimal (am 27.November 2010 wie auch am 24.Juni 2011) von Salafisten bzw. deren Anhängern gewaltsam angegriffen wurden - was die Rheinische Post in ihrem gestrigen Beitrag aber wie üblich verschweigt.

Man mag solche Methoden der Darstellung als verwerflich erachten, da der Satz "Es gab Mahnwachen, Provokationen, Sachbeschädigungen und auch Schlägereien" jedoch keinerlei explizite Falschaussage beinhaltet, ist eine solche Darstellung rechtlich nicht angreifbar. Und man sollte an dieser Stelle auch fairerweise darauf hinweisen, dass das Suggerieren falscher Tatsachen durch das Verschweigen von Fakten heutzutage zum journalistischen Handwerk aller politischen Seiten gehört.

Ganz eindeutig überschritten wird die Schwelle zur Verleumdung jedoch mit dem Satz "Dazu kamen noch Objekt- und Personenschutz, weil es ständig Bedrohungen von allen Seiten gab." Der geneigte Leser möge bitte beachten: Die Rheinische Post redet nicht von Bedrohungen für alle Seiten, sondern spricht über Bedrohungen von allen Seiten - also auch von Seiten der in den Bürgerinitiativen dieser Stadt organisierten Salafisten-Gegnern. Vereinfacht: Die Rheinische Post behauptet, auch von den organisierten Salafisten-Gegnern seien Bedrohungen ausgegangen!

Dummerweise jedoch ist eine solche Aussage ganz eindeutig eine Lüge, denn die organisierten Salafisten-Gegner dieser Stadt haben immer nur ausschließlich rechtsstaatlich und gewaltfrei gegen die Salafisten protestiert, selbst schikanöse Behörden-Auflagen haben die Salafisten-Gegner diszipliniert befolgt. Die organisierten Salafisten-Gegner dieser Stadt haben sich bis zum heutigen Tage nicht einmal einer Ordnungswidrigkeit schuldig gemacht - noch vorbildlicher kann man gegen Extremisten gar nicht mehr protestieren. Und natürlich ist von den organisierten Salafisten-Gegnern zu keinem Zeitpunkt irgendeine Art von Bedrohung für andere ausgegangen, geschweige denn, dass Salafisten-Gegner jemals jemanden angegriffen hätten.

Der Betreiber dieses Blogs hat den verantwortlichen Redakteur der Rheinischen Post gestern übrigens zweimal in dem zum Artikel dazugehörigen Leser-Kommentarbereich aufgefordert, diese wahrheitswidrige Darstellung wieder zurückzunehmen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt jedoch hat die Rheinische Post diese Lüge nicht zurückgenommen.

1 Kommentar:

  1. zu den eindeutig linkspopulistischen Medien, darf man zumindest dann die Redaktion von RP-Online zählen, wenn es sich um die Thematik:

    "Islam in Deutschland und deren negativen Auswirkungen für die Gesellschaft"

    handelt.

    Solche Artikel, wo man schon von vorne hinein weiß, dass sie heftige Abwehrreaktionen bei der Leserschaft hervorrufen, werden zur Kommentierung gar nicht erst eröffnet oder der Kommentarbereich kurzfristig geschlossen, wobei die bis dahin erfolgten Kommentare komplett gelöscht werden, weil sich die abgegebenen Kommentare in der überwiegenden Mehrzahl nicht islamfreundlich genug gezeigt haben und so etwas ist nach journalistischem Duktus einer Online-Redaktion wie die RP, "politically incorrect" und führt dann zur Verweigerung einer Meinungsveröffentlichung der Leserschaft.

    Es empfiehlt sich der Redaktion mal Artikel 5 GG zurhand zunehmen:

    Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist die Pressefreiheit seit 1949 in Artikel 5 verankert. Darin heißt es: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

    http://www.focus.de/politik/deutschland/bundespraesident-hintergrund-pressefreiheit_aid_699035.html

    Insbesondere beansprucht die Presse gerne, dass der Staat keine Zensur vornehmen darf, hat aber keine Probleme damit selber als Zensator aufzutreten, wie im Beispiel die Online-Redaktion der RP, wenn ihr missbillige Leserkommentare über bestimmte Thematiken - hier über den Islam - nicht dem politischen und gesellschaftlichen Weltbild der Redaktion entsprechen und solche missbilligenden Meinungsäußerungen dann der eigenen Zensur (AGB) unterliegen.

    Um es kurz zu machen RP-Online-Redaktion:

    Artikel 5 GG gilt auch für Ihre Leserschaft und ist nicht nur ein ausschließliches Vorrecht der Presse.
    Meinungsunterdrückung im Stiele der DDR, weil der Redaktion im Tenor solche Äußerungen nicht passen und deshalb "politically" unerwünscht, sind passé.

    Sollte die Online-Redaktion hier ihren "politically" Habitus beibehalten, empfiehlt sich eine Abänderung.

    Anstatt: "Schreiben Sie uns Ihre (!) Meinung" wäre die Ergänzung angebracht, möglichst die Meinung der Redaktion im Leserkommentar vorzubringen - wird garantiert nicht gelöscht und unterliegt auch nicht der eigenen Haus-AGB.

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