Sonntag, 29. April 2012

So lenkt man vom eigenen Versagen ab

"Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) warnt vor einer Eskalation zwischen Rechtsextremisten und Salafisten. Die geplanten Kundgebungen der rechtsextremen Kleinpartei Pro-NRW im Landtagswahlkampf heizten das Klima im Land auf." (Quelle: RP-Online, 28.04.12)

Habe ich richtig gelesen? Die Politik befürchtet eine Eskalation zwischen "Rechtsextremisten" und Salafisten? Und die Kundgebungen von proNRW würden das Klima im Land "aufheizen"?

Nun, wir steuern in der Tat auf eine Eskalation zu. Aber auf eine Eskalation zwischen fanatischen "Salafaschisten", welche die Scharia in unser zivilisiertes Land bringen wollen und ständig in terroristische Aktivitäten verstrickt sind - und ganz normalen, verfassungstreuen Bürgern, die sich, völlig zu Recht, dagegen wehren wollen. Und die sich dabei von der etablierten Politik im Stich gelassen und verarscht fühlen. Womit im Grunde schon hinreichend erklärt ist, warum sich das Klima im Land aufheizt - und warum es völlig lächerlich und verlogen ist, proNRW und dergleichen dafür verantwortlich zu machen.

Was das Klima im Land aufheizt, sind Politiker etablierter Parteien, die null und nichts gegen die Herren Salafisten unternehmen. Bestes - oder traurigstes - Beispiel ist unser Innenminister Jäger (SPD), der jetzt seit fast zwei Jahren unablässig über die Salafisten schwätzt - aber bis heute nichts gegen sie getan hat. Ja, solche Figuren machen den ganz normalen Bürger wütend - und zwar zu Recht.

Was das Klima im Land aufheizt, sind Staatsanwaltschaften, die ein Strafverfahren gegen hochrangige Salafisten nach dem nächsten einstellen. Ja, solche Formen von Kapitulation machen den ganz normalen Bürger wütend, denn der ganz normale Bürger interpretiert solche Vorgänge längst so, dass unsere Behörden vor den Salafisten kuschen.

Und was das Klima im Land ganz besonders aufheizt, ist die Tatsache, dass Bürger, die gegen Salafisten protestieren, pauschal als "Rechtsextreme" oder gar als "Nazis" diffamiert werden. Schlimmstes und abstoßendstes Beispiel sind da ganz eindeutig die Verhältnisse in Solingen, wo jedesmal, wenn irgendeine Gruppierung gegen die Salafisten protestiert, sofort fragwürdige linke Kräfte zusammenkommen, um gegen jene aufzumarschieren, die gegen die Salafisten protestieren. Und sich dabei nicht einmal entblöden, Schweigeminuten für die Opfer des salafistischen Terrors mit Triller-Pfeifen und Buh-Rufen zu stören - was übrigens nichts anderes bedeutet, als dass ausgerechnet jene, die sich selber wie Nazis benehmen, sich erdreisten, andere als solche zu diffamieren.

Hier geht es auch gar nicht mehr um die Frage, wie man denn nun zu proNRW und deren Kundgebungen steht - dass der Betreiber dieses Blogs nicht gerade ein Freund von proNRW ist, setze ich jetzt mal als bekannt voraus. Aber hier geht es längst um etwas ganz anderes:

Je mehr die Menschen im Land zur Kenntnis nehmen müssen, wie die Herren Salafisten staatlich subventioniert und beschützt werden, je offensichtlicher es ist, dass die Politiker der etablierten Parteien nichts daran ändern, sondern immer nur schwätzen, je mehr man Salafisten-Gegner als "Rechtsextreme" oder "Nazis" diffamiert, umso mehr heizt sich das Klima im Land auf - und umso mehr Menschen wenden sich Gruppierungen wie proNRW zu.

Aber dafür diesen Gruppierungen selber die Schuld zu geben, ist einfach nur lächerlich und verlogen; Es sind die etablierten Parteien, die in Sachen Salafisten völlig versagt haben - allen voran die sogenannten Volksparteien CDU und SPD. Diese Parteien und deren Vertreter sind es, welche die Herren Salafisten hätscheln - und damit den Menschen, die Angst vor den Salafisten haben, am 13. Mai gar keine andere Wahl mehr lassen als proNRW.

1 Kommentar:

  1. "In Deutschland gilt derjenige (ProNRW), der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige (Salafisten), der den Schmutz macht.“ Kurt Tucholsky ..

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