Mittwoch, 25. April 2012

"Anti"-Faschisten

"Nach den Morden von 1993 hat es in Solingen ein beispielhaftes Engagement und viele erzielte Erfolge gegeben, das respektvolle Miteinander der verschiedenen Kulturen und Religionen grundlegend zu verbessern. Wir werden es nicht zulassen, dass jetzt ideologische Brandstifter, populistische, religiöse und andere Extremisten diesen begonnenen Prozess sabotieren." (Auszug aus einem Aufruf des Solinger "Bunt statt Braun"-Bündnisses vom 22.04.12)

Wie sich das Solinger "Bunt statt Braun"-Bündnis und das benachbarte Bündnis "Remscheid tolerant" ein "respektvolles Miteinander der verschiedenen Kulturen und Religionen" so vorstellen, haben wir ja am 24. März erleben dürfen: Da haben Teilnehmer der Anti-Salafisten-Demo von proNRW in Remscheid wie auch in Solingen um eine Schweigeminute gebeten für die wenige Tage zuvor in Toulouse von einem Salafisten ermordeten Menschen, darunter bekanntlich mehrere jüdische Kinder. Teilnehmer der "Bündnis"-Gegendemos jedoch haben diese Schweigeminuten mit Triller-Pfeifen und Buh-Rufen gestört (hier und hier). Vorgänge, an denen jeder Nazi seine helle Freude gehabt hätte!

Aber so sind sie nun mal, diese "bunten" und "toleranten" Bündnisse, die immer aufmarschieren, wenn jemand gegen Salafisten protestiert: Linksextreme und Judenhasser scheinen da nicht unwillkommen zu sein. Man fühlt sich da immer nur an den italienischen Schriftsteller Ignazio Silone erinnert, der einst sagte:

"Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: "Ich bin der Faschismus." Nein, er wird sagen: "Ich bin der Antifaschismus."