Freitag, 2. März 2012

Solinger Salafisten - das Problem bleibt

"Bestätigt hat die Stadt Solingen am Donnerstagnachmittag auch, was das ST bereits gemeldet hat: Der Österreicher Mohammed Mahmoud alias Abu Usama, der als einer der radikalsten Hassprediger gilt, ist aus Solingen wieder verzogen. Das hat das Ausländer- und Integrationsbüro festgestellt. Mahmoud, der als extremistischer Prediger der salafitischen Gruppierung in einem Hinterhof der Konrad-Adenauer-Straße von sich Reden gemacht hatte, war erst Ende November 2011 aus Berlin nach Solingen gekommen. Bis September desselben Jahres hatte er in Österreich eine vierjährige Haftstraße verbüßt und war danach ausgewandert. Nach Tageblatt-Informationen befindet sich Mahmoud inzwischen im Großraum Frankfurt."
(Quelle: Solinger Tageblatt, 01.03.12)

"Auch der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Ernst Lauterjung, ist erleichtert, „dass ein solcher Mensch nicht mehr in Solingen wohnt.“ Einen Grund für Entwarnung sieht Lauterjung aber nicht. „Das Problem der Moschee an der Konrad-Adenauer-Straße ist damit nicht erledigt, es könnte ein neuer Prediger kommen.“ An dem Antrag für den Hauptausschuss nach umfassender Aufklärung über die verwaltungsrechtlichen Möglichkeiten der Stadt, salafistische und möglicherweise staatsfeindliche Umtriebe in der Moschee zu unterbinden, will die SPD festhalten." (Quelle: RP-Online, 01.03.12)

Nun, wenn dieser Unsympath Solingen tatsächlich verlassen hat, so wäre das eine gute Nachricht für die Menschen in Solingen; Wie schlecht das unserem Land bekommt, wenn österreichische Hassprediger sich hier erst einmal etablieren, haben wir ja erst im letzten Jahrhundert erleben müssen. Eine gewisse Rest-Skepsis bleibt jedoch, denn die Herren Salafisten sind in Deutschland gut vernetzt und vor allem sehr geübt im Tricksen und Täuschen - da sollte man jede Art von Ummeldung, Umbenennung oder Umzug immer erst einmal mit Vorsicht genießen.

Der entscheidende Punkt ist aber ein anderer: Die Solinger Salafisten-Moschee, die sich zuletzt "Millatu-Ibrahim-Moschee" genannt hat, war schon lange vor Herrn Mahmoud eine Moschee, in der gefährliche Salafisten ein- und ausgegangen sind.

So ungerne ich das den Menschen in Solingen sage: Auch wenn Herr Mahmoud tatsächlich weg sein sollte - an Eurem Problem hat sich nichts geändert. Erstaunlich nur, dass es in Solingen ausgerechnet die SPD ist, die das am schnellsten kapiert hat - von der Mönchengladbacher SPD ist man da leider anderes gewohnt.