Donnerstag, 15. März 2012

Neuwahlen in Nordrhein-Westfalistan

Die gute Nachricht: Die rot-grüne Landesregierung mit der Ministerpräsidentin, von der man so gut wie nie etwas gehört oder gesehen hat, ist am Ende.

Die schlechte Nachricht: Es gibt Neuwahlen - und auch die Salafisten-Gegner müssen sich jetzt überlegen, wen oder was sie wählen wollen.

Hei, das wird ein Spaß! Denn während der wahlberechtigte Salafist regelrecht die "Qual der Wahl" hat, bei welcher Partei er sich denn nun erkenntlich zeigen sollte, guckt der Salafisten-Gegner einfach nur ratlos auf den Wahlzettel, nicht wissend, was er denn nun wählen soll?

Wäre es eine Kommunalwahl, so wäre die Geschichte ganz einfach: Denn kein Salafisten-Gegner, der auch nur ein bißchen Selbstachtung hat, würde eine der Parteien unseres sogenannten Mönchengladbacher "Ampel-Bündnisses" wählen - und die SED/PDS/"Linkspartei" schon mal sowas von überhaupt nicht. Eine Mönchengladbacher CDU jedoch, die sich gleich zweimal für ein Burka-Verbot ausgesprochen hat, ist durchaus wählbar. Leider jedoch ist es keine Kommunalwahl - sondern eine Landtagswahl.

Und wäre es eine hessische Landtagswahl, so wäre es ebenfalls sehr einfach: Denn bei der hessischen CDU gibt es mit Boris Rhein und Ismail Tipi Politiker, die immer wieder mutig und konsequent gegen den Salafismus Position bezogen haben. Leider jedoch ist es keine hessische Landtagswahl - sondern eine in Nordrhein-Westfalistan, dem "Mutterland" der deutschen Salafisten. Oder, anders formuliert: Dem Bundesland, in dem bislang alle Strafverfahren gegen hochrangige Salafisten entweder eingestellt wurden oder hinausgezögert werden.

Also läuft alles auf die Frage hinaus: Sind Röttgen, Laschet & Co. wirklich das sog. "kleinere Übel"? Spätestens seit zu lesen ist, dass sich in Solingen ein CDU-OB am 24.03.12 zu einem fragwürdigen linken Spektrum gesellen wird, weil dieses gegen jene demonstriert, die gegen Salafisten demonstrieren, allerspätestens seit mit Ruprecht Polenz ein CDU-MdB Freunde des Staates Israel in unsäglicher Manier als "Rechtsradikale" diffamiert hat, dämmert selbst dem Betreiber dieses Blogs, dass auch ein sog. "kleineres Übel" immer noch ein Übel ist.

Aber da mögen sich die geneigte Leserin und der geneigte Leser bitte ihre eigene Meinung bilden.