Mittwoch, 1. Februar 2012

Von Böcken und Gärtnern II

"Wir in Neukölln", Teil 2: Nach Milli Görüs gilt es nun, mal kurz auf eine andere Organisation zu schauen, welche scheinbar ebenfalls bei "Wir in Neukölln" eine besondere Rolle spielt - nämlich die Palästinensische Gesellschaft für Menschenrechte und Rückkehrrecht e.V.

Wobei gegen palästinensisches Engagement für Menschenrechte natürlich nichts einzuwenden ist, im Gegenteil: Menschenrechte im Gaza-Streifen würden wir uns doch alle wünschen. Die Vokabel "Rückkehrrecht" jedoch deutet auf andere Intentionen - und da fragt man sich schon, warum ein solcher Verein sich in einem Zusammenschluß verschiedener Organisationen engagiert, der ja nach Angabe der Verantwortlichen dem "community organizing" gewidmet sein soll?

Auf dem diesem Zeitungsartikel beigefügtem Foto, das der Betreiber dieses Blogs aus rechtlichen Gründen hier nicht abbilden darf, kann man in der Vergrößerung erkennen, dass eben diese Palästinensische Gesellschaft für Menschenrechte und Rückkehrrecht e.V. bei der Gründungs-Veranstaltung von "Wir in Neukölln" auch mit Plakaten vertreten war - man könnte das merkwürdig finden. Von den übrigen 30 Teilnehmer-Organisationen sind jedenfalls keine solchen Plakate zu erkennen.

Aber es kommt noch besser: Hier können wir lesen, dass ein gewisser Nahil Rachid bei "Wir in Neukölln" als "Moderator" fungiert. Und hier haben wir einen etwas befremdlichen antiisraelischen Artikel, der von einem Herrn Nabil Rachid im Namen eben dieser Palästinensischen Gesellschaft für Menschenrechte und Rückkehrrecht e.V. unterzeichnet ist. Und hier lesen wir dann auch noch, dass es sich bei Herrn Rachid nicht nur um den Vorsitzenden eben dieser Gesellschaft handelt - sondern auch noch um einen Politiker der "Linkspartei".

Das wirft Fragen auf, dahingehend, welche Rolle die Palästinensische Gesellschaft für Menschenrechte und Rückkehrrecht e.V. bei "Wir in Neukölln" so spielt - und was das alles überhaupt mit "community organizing" zu tun hat?

Mit Herrn Rachid jedenfalls sind wir nun bei der "Linkspartei" angelangt, von der gleich mehrere Vertreter bei der Gründungs-Versammlung von "Wir in Neukölln" anwesend waren. Bezüge zu nicht vom Verfassungsschutz überwachten Parteien konnte der Betreiber dieses Blogs bislang jedoch nicht finden.

Fazit: "Wir in Neukölln" ist eine Initiative, die von sich behauptet, sich der Organisation eines Stadtteils widmen zu wollen - denn nichts anderes bedeutet es, wenn man "community organizing" ins Deutsche übersetzt. Bis jetzt jedoch steht noch nicht einmal fest, welchen Themen man sich widmen will: Ideen, wie z.B. Aktivitäten gegen die zu langen Warteschlangen in den Job-Centern, sind bis jetzt nur Themen-Vorschläge. Aber obwohl bis jetzt nicht einmal definiert ist, welche Aufgaben diese Initiative überhaupt haben soll, fällt bereits jetzt auf, dass linke und islamistische Organisationen ganz vorne dabei sind. Christliche Kirchen-Gemeinden spielen nach den bis jetzt bekannten Informationen nur eine untergeordnete Rolle, eine Jüdische Gemeinde ist genauso abwesend wie politische Kräfte, die nicht vom Verfassungsschutz überwacht werden. Der Begriff "Bürgerplattform" wirkt da auf den Betreiber dieses Blogs eher wie ein Mäntelchen, welches vom tatsächlichen Inhalt ablenken soll.

Somit scheint die Teilnahme der Herren Salafisten bei "Wir in Neukölln" nur die "Spitze des Eisberges" zu sein. Aber eine brandgefährliche "Eisbergspitze", denn bislang waren selbst die hartgesottensten Anhänger von "Multikulti" der Meinung, dass gefährliche Extremisten wie die Salafisten auf gar keinen Fall Bestandteil eines multikulturellen Spektrums sein dürfen.

Es ist durchaus vorstellbar, dass sich die Salafisten mit ihrem "spontanen" Beitritt auf der Gründungs-Versammlung eine Teilnahme an "Wir in Neukölln" trickreich erschlichen haben, um einer Überprüfung durch die Organisatoren aus dem Wege zu gehen. Wenn die Organisatoren von "Wir in Neukölln" es jedoch bei der Teilnahme der Salafisten belassen, so haben wir einen bundesweiten Präzedenz-Fall: Dann ist zu befürchten, dass auch in anderen Teilen unseres Landes Jihadisten zukünftig als Teil des multikulturellen Spektrums betrachtet werden - eine perverse und beängstigende Vorstellung.

Jetzt hängt alles daran, wie verantwortungsbewußt die Organisatoren von "Wir in Neukölln" damit umgehen werden; Hierbei handelt es sich um das DICO, d.h. das "Deutsche Institut für Community Organizing" (nein, das ist kein Scherz - die heißen wirklich so). Und der bisherige, doch sehr leichtfertige Umgang der Organisatoren mit der Teilnahme von linken und islamistischen Organisationen läßt den Betreiber dieses Blogs nicht gerade darauf hoffen, dass das DICO mit Bedrohungen dieser Art verantwortungsbewußt umgehen wird.

1 Kommentar:

  1. ... der bekannte Bezirksbürgermeister von Neukölln Buschowsky (SPD), hält dieses Projekt für fragwürdig, da erst die Praxis zeigen dürfte, was realisierbar ist.


    Brennpunkt Berlin-Neukölln
    Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky kämpft gegen die Armut in seinem Stadtteil
    In Berlin-Neukölln leben 300.000 Menschen aus 160 Nationen. Hier konzentrieren sich die Probleme der Armut auf engstem Raum. Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky ist für seine zupackende Politik bis über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt, doch ihm geht das Geld aus, um in Neukölln noch etwas zu bewirken.
    Über den Bezirkshaushalt sagt Heinz Buschkowsky: "Wir haben 678 Millionen Euro im Jahr zur Verfügung, doch davon sind 72 Prozent durch Sozialausgaben gebunden. 1973 waren es noch 20 Prozent. Da hatten wir noch 80 Prozent des Geldes, um die allgemeinen Aufgaben der Stadt zu erfüllen. Heute sind es noch 28 Prozent."

    ...72% sind Sozialausgaben = Euro 488 Millionen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, wie mit unseren Steuergeldern rumgeschmissen wird, um in erster Linie Wirtschaftsflüchtlinge aus den Sozialkassen durchzufüttern.

    ... wir wussten es eigentlich immer schon, dass Multi-Kulti zur Bereicherung unserer Gesellschaft beiträgt. Dazu gehören insbesondere auch die muslimischen Vertreter die den islamischen Gottesstaat mit der Scharia in Deutschland einführen wollen.
    Wobei ich keinen Unterschied zwischen "friedlichen" und radikalen Muslimen sehe - beide berufen sich auf den Koran, Mohammed und die Scharia und nicht auf das Grundgesetz und die Verfassung dieses Landes.

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