Dienstag, 14. Februar 2012

Über den Sinn und Unsinn des Aufnehmens von Kontakt

"Stadtchef Feith steht zudem in engem Kontakt zur Polizei. "Sie ist dicht am Geschehen, das weiß ich aus der Zusammenarbeit." Um zu verhindern, dass die Salafisten Boden gewinnen, setze das Rathaus zudem alle verfügbaren rechtlichen Mittel ein, versichert der OB. Kurzfristig wird er auch Kontakt zur Stadt Mönchengladbach aufnehmen. Dort kämpften Bewohner lange gegen Salafisten, die eine Islamschule errichten wollten." (Quelle: Solinger Tageblatt, 12.02.12)

Man liest und staunt: Ausgerechnet der OB, der bis jetzt alles richtig gemacht hat, nämlich Solingens OB Feith, will Kontakt zur Stadt Mönchengladbach aufnehmen. Also zu denen, von denen man in Sachen Salafisten leider nur lernen kann, wie man etwas besser nicht machen sollte.

Auch Anne Wehkamp, die Solinger Integrationsbeauftragte, hat bis jetzt alles richtig gemacht. Von Gülistan Yüksel könnte sie allenfalls lernen, wie man Porzellan zerschlägt und die Bevölkerung gegen sich aufbringt. Aber einfach mit dem weiterzumachen, was Frau Wehkamp bis jetzt so gemacht hat, wäre ungleich konstruktiver.

Ganz besonders gilt das für die Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft, welcher völlig zu Recht die Zuständigkeit für Salafisten-Delikte durch die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft entzogen wurde - und bei der jetzt gegen eine Mitarbeiterin ermittelt wird, weil diese alle Strafverfahren gegen Salafisten mit dubiosen Begründungen eingestellt hat. Da kann man wirklich nur hoffen und beten, dass die Solinger Staatsanwaltschaft einfach so weitermacht wie bisher - und sich bloß nicht an der Mönchengladbacher Skandal-Staatsanwaltschaft orientiert!

Und für den Ober-Bürgermeister gilt das auch; Wenn Herr Feith keine Augenwischerei mit Hilfe von Supermärkten betreiben, sondern wirklich etwas gegen die Salafisten tun will, so wird er von Herrn Bude nichts, aber auch überhaupt nichts lernen können. Aber es wäre schön, wenn Herr Bude mal etwas von seinem Solinger Amtskollegen lernen würde.

Ja, ich weiß - das ist ein frommer Wunsch.

1 Kommentar:

  1. ...mein Tipp ist, dass OB Bude (SPD) seinem Amtskollegen aus Solingen rät, das Gebäude dort, wo die Salafisten tätig sind, aufzukaufen und daraus einen Supermarkt zu machen - weil das in MG so "erfolgreich" war.
    Ich denke, dass man in Rheydt, wo die Salafisten aus MG unter neuem Namen abgetaucht sind, eine ebenso erfolgreiche, taktische "Meisterleistung" anstrebt und Gebäudekomplexe, die den Salafisten als Unterschlupf dienen, versucht ebenfalls aufzukaufen.

    Man muss nur aufpassen, dass das aufkaufen von Gebäuden und umfunktionieren zu Supermärkten, auf Dauer zu einer lokalen Überversorgung von Supermärkten führt.

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