Sonntag, 12. Februar 2012

Solinger Richtigmacher und Mönchengladbacher Versager

"Bündnis von Moslems und Christen gegen Salafisten
Solingen (dpa/lnw) - Moslems und Christen haben in Solingen zu einem breiten Bündnis gegen radikal-islamistische Umtriebe zusammengefunden. Mehr als 50 Vertreter von Gemeinden, Vereinen, Initiativen und Schulen unterzeichneten am Samstag eine gemeinsame Erklärung. Dort heißt es: «Wir (...) distanzieren uns (...) mit Nachdruck von den radikal-salafistischen Aufrufen und Botschaften, die von der Milliatu-Ibrahim-Moschee in Solingen ausgehen.» Sie seien weder mit «den Werten der freiheitlich demokratischen Grundordnung» noch mit «den Grundsätzen des Islamischen Glaubens» vereinbar."
(Quelle: BILD.de, 11.02.12 / hier die "Solinger Erklärung" als PDF-Datei)

Sicherlich: Juden waren bei diesem Bündnis scheinbar nicht erwünscht. Anders kann ich mir nicht erklären, dass keine einzige jüdische Gemeinde die Erklärung dieses Bündnisses mitunterschrieben hat. Statt dessen hat mit Milli Görüs eine Organisation die Erklärung mitunterzeichnet, die bei jedem Antisemitismus-Bericht unserer Regierung immer ganz vorne genannt wird.

Trotzdem sollte man diesen kleinen "Schönheitsfehler" nicht zu hoch bewerten - denn das, was der Solinger OB Norbert Feith (CDU) in Sachen Salafisten in kurzer Zeit zustandegekriegt hat, ist schon sehr, sehr beeindruckend; Nichts ist im Kampf gegen extremistische Gruppierungen so wertvoll wie ein breiter Konsens quer durch die Gesellschaft. Und das hat Herr Feith in Solingen nicht nur begriffen, sondern auch danach gehandelt - und in kurzer Zeit ein solches Bündnis zustandegebracht.

Leider jedoch sieht man an dem, was der Solinger OB sofort und richtig macht, auch sehr gut, was unser OB Norbert Bude (SPD) falsch oder erst gar nicht gemacht hat. Denn ein solches Bündnis wäre auch in Mönchengladbach nicht nur sehr wertvoll gewesen - es wäre auch jetzt noch sehr wertvoll, denn auch wenn die Mönchengladbacher Salafisten aktuell sehr ruhig sind, so ändert das alles nichts daran, dass sie sich lediglich umbenannt haben und einen Stadtteil weiter gezogen sind.

Und im Gegensatz zum Solinger OB hatte unser OB, der von seinen Mönchengladbacher "Untertanen" immer liebevoll-spöttisch "Prinz Norbert" genannt wird, keine zwei Wochen Zeit - sondern inzwischen 18 Monate. Aber was hat unser OB Bude in diesen 18 Monaten in Sachen Salafisten bzw. Bündnisse gegen Salafisten so getan? Oder wenigstens versucht?

Nichts.

Kommentare:

  1. Aus der Erklärung

    Stadtchef Feith steht zudem in engem Kontakt zur Polizei. "Sie ist dicht am Geschehen, das weiß ich aus der Zusammenarbeit." Um zu verhindern, dass die Salafisten Boden gewinnen, setze das Rathaus zudem alle verfügbaren rechtlichen Mittel ein, versichert der OB. Kurzfristig wird er auch Kontakt zur Stadt Mönchengladbach aufnehmen. Dort kämpften Bewohner lange gegen Salafisten, die eine Islamschule errichten wollten.
    .......................................................................................................Was will unser Oberbürgermeister aus MG ihnen dann erzählen, das er beide Augen zugemacht hat und immer noch haben will. Die ganze Initiative gegen die Salafisten ist vom kleinen Bürger ausgegangen. Politiker wie Polizei, Staatsanwaltschaft haben uns doch nur Knüppel zwischen den Beinen geworfen und uns mit Anzeigen gedroht. Wenn sie was über Karneval wissen wollen dann sind Sie an der richtigen Adresse.

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  2. Sauerland ist weg, wie sieht es mit OB Prinz Norbert aus ?
    Ich denke er könnte seinem Amtskollegen gerne folgen. Er hört nichts, sieht nichts, sagt nichts.
    Aber Veilchendienstag sehen wir unseren Helden der Politik wieder.

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