Samstag, 4. Februar 2012

Freie Meinungsäußerung war mal?

"Solingen (RP). TV-Leute wollten Beitrag über Mohammed M. drehen. Die Stadt plant einen Runden Tisch. Die Situation rund um die Millatu-Ibrahim-Moschee ist erstmals eskaliert. . . . So soll der Hassprediger dem TV-Team unter anderem mit Gewalt gedroht haben, sollte es nicht umgehend verschwinden."
(Quelle: RP-Online, 03.02.12)

Mit Verlaub: Was hat man denn erwartet?

Mohamed Mahmoud ist ein verurteilter Terrorist, der sich 2003 laut eigenen Aussagen in einem Al-Qaida-Camp im Irak aufgehalten und der vier Jahre wegen Al-Qaida-Propaganda und der Verbreitung von Terrordrohungen in einem österreichischem Gefängnis verbracht hat - unglücklicherweise wurde er irgendwann freigelassen und folgte dann einer historischen Tradition, nach der österreichische Hassprediger immer wieder ihren Weg nach Deutschland finden. Hat da wirklich irgendjemand geglaubt, dieser Herr Mahmoud würde mit einem TV-Team ein Wasserpfeifchen rauchen, um gemütlich über das weltweite Kalifat und die Rolle der Frau in selbigem zu plauschen?

Nordrhein-Westfalen ist und bleibt ein höchst attraktiver Standort für islamistische Hassprediger - dass sich die Salafisten ausgerechnet hier breitmachen und vernetzen, wird ja wohl kaum Zufall sein. Und jetzt spielt sich also in Solingen das ab, was wir in den letzten Jahren in Mönchengladbach bereits hinlänglich kennengelernt haben. Aber in Solingen, wo man jetzt einen "Runden Tisch" einrichten will, scheinen die Verantwortlichen wenigstens nicht ganz so gleichgültig zu reagieren, wie wir das aus Mönchengladbach kennen.

Vielleicht haben die Verantwortlichen in Solingen ja auch begriffen, dass man nur anti-muslimische Ressentiments provoziert und somit der Integration schadet, wenn man das Treiben der Herren Salafisten immer nur "unter den Tisch kehrt" - eine Erkenntnis, von der gewisse Mönchengladbacher SPD-Politiker und die Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft bekanntlich noch Lichtjahre entfernt sind.

Und wie immer, wenn die Herren Salafisten es mal wieder ziemlich "bunt" treiben, berichtet unsere Rheinische Post live und inflationär - auch wenn die Rheinische Post beim Mitteilen von Fakten da ja manchmal große Zurückhaltung pflegt. Und so rein vorsorglich hat die Redaktion von RP-Online, der Internet-Ausgabe unserer Rheinischen Post, bei diesem, diesem, diesem und diesem Artikel über die Solinger Salafisten wie auch bei diesem Beitrag über die beiden in England inhaftierten Solinger Salafisten, schon mal alle Leser-Kommentar-Bereiche deaktiviert.

Aber so kennen wir das ja schon von RP-Online: Damit, dass sich der rot-braune Rand unserer Gesellschaft bei Kommentar-Bereichen zum Thema Israel nach Herzenslust austobt, haben die "Blogwarte" komischerweise kein Problem. Aber wenn irgendwas auch nur ansatzweise mit dem Thema Islam zu tun hat, so ist die freie Meinungsäußerung plötzlich nicht mehr erwünscht.

Grüsse also auch an die Redaktion von RP-Online, deren unermüdliche Bemühungen, ihre Leserschaft beim Thema Islam mundtot zu machen und damit noch mehr anti-muslimische Ressentiments zu schüren, auch einmal Erwähnung und Anerkennung verdient haben!

Kommentare:

  1. ... die Redaktion von RP-Online denkt nur praktisch, da sie bereits im Vorfeld weiß, dass bei Leserkommentaren der Islam mal wieder nicht gut davonkommt.

    Als Islam-Protegeé - Motto: Islam ist schön,friedlich und kulturbereichernd - müsste RP-Online dann wahrscheinlich 90% der Kommentare mal wieder weglöschen. Der Aufwand ist dann doch zu aufwendig. Also öffnet man erst gar nicht für Leserbeiträge.

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  2. ... und wieder wird routiniert beim Thema: Islam, der nächste "runde Tisch" eingeläutet mit den üblichen Betroffenheits-Gutmenschen aus Stadtpolitikern, Sozialarbeitern, städtischem Integrationsrat (meistens schon von Türken besetzt), Vertreter interkultureller türkischer Vereine oder diverser Moscheenvertretern, die da core und voller Inbrunst das hohe Lied vom Islam jubelieren:

    "Der Islam ist eine friedliche Religion ... "

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  3. Wenn der Islam, so wie ihn sich
    die Salafisten vorstellen, in
    Deutschland angekommen ist,
    dann werden sich auch die
    RP-Online und deren Mitarbeiter
    noch wundern.

    Dann ist der Verzicht auf die
    tägliche Rasur auf die man dann
    verzichten muss, weil es dann
    verboten wird sich den Bart zu
    schneiden, nur das kleinere Übel!

    Wo der Teufel den kleinen Finger
    nimmt, will er die ganze Hand!

    Warum das unsere Politiker und
    die RP-Online nicht begreifen wollen
    ist mir ein Rätsel!

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