Donnerstag, 2. Februar 2012

Ein spannender Tag

Sicherlich hat es im Prozeß gegen Arid Uka noch nie einen Verhandlungstag gegeben, der auch von den Mönchengladbacher Salafisten-Gegnern mit einer solchen Spannung erwartet wurde wie der heutige - was nach der dramatischen Wendung in diesem Prozeß vor zwei Wochen auch nicht weiter verwunderlich sein dürfte.

Worum es heute gehen wird, dürfte klar sein: Es geht um nicht weniger als die Frage, ob Arid Uka im August 2010 in einem islamistischen Trainings-Camp in Bosnien war und dort auch an der Waffe zum Jihad ausgebildet wurde. Vieles spricht dafür, er und seine Verteidigung leugnen dieses natürlich. Aber es wäre unsinnig, der heutigen Aussage des Stuttgarter Journalisten Franz Feyder, der diesen Hintergrund akribisch recherchiert hat, in irgendeiner Form spekulativ vorzugreifen.

Ein Ereignis ist am letzten Verhandlungstag völlig untergegangen: James Alden, Vater des von Arid Uka feige ermordeten Nicholas J. Alden, war am 19. Januar persönlich anwesend - denn ursprünglich war für diesen Tag ja das Urteil gegen Arid Uka vorgesehen. Von einer amerikanischen Journalistin darauf angesprochen, dass er unverrichteter Dinge nach Deutschland gekommen sei, erwiderte Mr. Alden, es sei wichtiger, dass das Gericht von diesen Dingen Kenntnis erlange. Und: "Manchmal braucht Gerechtigkeit ein bißchen Zeit".

Warten wir also ab, was heute passieren wird. Und hoffen wir darauf, dass Mr. Alden Recht behalten möge.

1 Kommentar:

  1. Hoffentlich , Lebenslänglich, bei Anerkenung der Schwere der Schuld,
    bei Wasser und Schweinefleisch

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