Sonntag, 22. Januar 2012

The very pest of Polenz

"Den Berichten zufolge fand einer der pogromartigen Übergriffe in dem Dorf el-Ibrahimiya (auch als Ibrahim B bezeichnet) in der Diözese Shubra el Kheima nördlich von Kairo statt. Dort war mit Genehmigung der Behörden eine neue Kirche errichtet worden, die, festlich geschmückt, an diesem hohen Feiertag von ihrem Bischof mit einer Festmesse eingeweiht werden sollte. Während einige hundert Gläubige morgens auf die Ankunft ihres Bischofs Markos warteten, tauchte plötzlich eine mit Schlagstöcken und Eisenstangen bewaffnete Gruppe radikalislamischer Salafisten auf. Sie prügelten sich ihren Weg frei, um in die Kirche einzudringen und das Gotteshaus zu verwüsten." (Quelle: Kath.net, 20.01.12)

Nachrichten, wie man sie im Jahr 2 des sog. "Arabischen Frühlings" nahezu wöchentlich zu lesen bekommt. Und als Blog-Betreiber zum Thema Salafisten hat man eine gewisse Chronisten-Pflicht, solche Nachrichten an seine Leser weiterzugeben. Aber manchmal ist es einfach nur noch schwer erträglich, ständig von solchen Dingen lesen und sie weitergeben zu müssen.

In Deutschland haben Politiker wie Ruprecht Polenz (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, derweil nichts Besseres dazu zu sagen, als darauf hinzuweisen, wie wichtig es doch sei, dass Bemühungen um Menschenrechte für Christen in der arabischen Welt "nicht fehlgedeutet werden als Ankündigung eines neuen Kreuzzuges." Und wer's nicht glauben kann, dass Herr Polenz so etwas wirklich gesagt hat: Bitte hier nachlesen.

So etwas sollte man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: In Ägypten werden immer häufiger Christen von Salafisten angegriffen oder gar abgeschlachtet - und die größte Sorge von Herrn Polenz besteht darin, dass Bemühungen um Menschenrechte für Christen von irgendwelchen durchgeknallten Bärtigen als "Ankündigung eines neuen Kreuzzuges" mißverstanden werden könnten. Eine solche Aussage ist faktisch nichts anderes als der Verzicht auf Menschenrechte für Christen - im allgemeinen Sprachgebrauch sagt man auch "Kapitulation" dazu.

Nun ja: Von einem Politiker, der sich in der Vergangenheit auch schon mal ohne Auftrag und Wissen der Bundesregierung mit hochrangigen Vertretern der "Hamas" getroffen hat und der solche Freunde hat, erwarte ich nun wirklich nichts Gutes mehr. Aber mit dieser Aussage zur Christenverfolgung in der arabischen Welt hat sich "Knecht Ruprecht" diesmal wirklich selbst übertroffen!

Oder selber unterboten - wie auch immer.

1 Kommentar:

  1. Polenz ist auch glühender Anhänger eines Wullf - Deutschland:

    "der Islam gehört zur deutschen Gesellschaft"

    Auch sonst ist Polenz überhaupt nicht dafür, dass Wulff zurücktritt, da die Muslime dann keinen Bundes(muslimen)präsidenten mehr hätten ....

    ... und wenn sich Polenz in der Vergangenheit von 2009 schon mit Mitgliedern der Hamas getroffen hat, die als terroristische Organisation gelten, dann scheint Polenz irgendwie auch so einen verträumten Eindruck vom Zauber des Orient zu haben, wie Islam-Wulff.

    Vielleicht sollte sich Polenz mal schlau machen über seine HAMAS-FREUNDE:

    http://www.mik.nrw.de/verfassungsschutz/islamismus/regionale-terroristische-organisationen/hamas.html

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