Samstag, 28. Januar 2012

Berliner Wahnsinn

"In der Villa Müzikhol am Kiehlufer in Neukölln finden sonst türkische Hochzeiten statt. Am Mittwochabend wurde dort die Bürgerplattform „WIN – Wir in Neukölln“ gegründet – die dritte in Berlin nach Schöneweide und Moabit/Wedding. Neukölln werde oft als „Endstation und Problemstadtteil mit armen und schlecht ausgebildeten Bewohnern“ wahrgenommen, sagt Moderator Nahil Rachid. „Wir wollen zeigen, dass es auch anders geht.“ 1044 Neuköllner sind gekommen. In Strategie- und Aktionsteams wollen sie die Probleme des Bezirks lösen, indem sie gezielt Gesprächspartner in Politik und Verwaltung suchen – mit einer großen Gruppe im Rücken. Das Konzept stammt aus den USA und heißt auch „Community Organizing“."
(Quelle: Der Tagesspiegel, 27.01.12)

Ja, das liest sich schön. Bürgerliches Engagement ist bekanntlich eine gute Sache und nicht selten effektiver als politische Maßnahmen.

Nur stellt sich hier leider die Frage, ob es sich hier auch tatsächlich um bürgerliches Engagement handelt - oder nicht vielmehr um islamistisches Engagement? Denn an "Wir in Neukölln" ist nicht nur Milli Görüs beteiligt - was man nach aufmerksamer Lektüre des Antisemitismus-Berichtes des Bundestages eigentlich schon schlimm genug finden könnte. Nein, auch - und jetzt bitte festhalten -  die Herren Salafisten von der Berliner Al-Nur-Moschee sind laut Tagesspiegel daran beteiligt.

Ob da irgendjemand einfach nur irre ist, entzieht sich der Kenntnis des Blog-Betreibers. Aber wenn man liest, dass Gunther Jancke vom "Deutschen Institut für Community Organizing der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin" Dinge sagt wie "Unter den muslimischen Organisationen, die teilnehmen, sind mehrere, die einen Verdachtsstatus haben. Wir sind nicht naiv, aber auch nicht ängstlich. Es gibt durch die Zusammenarbeit nichts zu verlieren, aber wir könnten Menschen, die frustriert sind über mangelnde Mitsprache, in die Mitte der Gesellschaft holen", dann fragt man sich schon, ob die Verantwortlichen von "Wir in Neukölln" nicht von einem gewissen Realitätsverlust gekennzeichnet sind.

Denn in mindestens einem Punkt unterliegt Herr Jancke einem schweren Irrtum: Organisationen, die etwas dafür tun, gefährliche Extremisten "in die Mitte der Gesellschaft zu holen", haben sehr viel zu verlieren. Denn ob nun Islamisten, Nazis oder andere Wirrköpfe: Gefährliche Extremisten haben in der Mitte der Gesellschaft nichts, aber auch überhaupt nichts verloren.

Und zumindest soviel sollten auch Leute wie Herr Jancke aus unserer Geschichte gelernt haben?

1 Kommentar:

  1. ... "in die Mitte der Gesellschaft"

    d e n Satz kann man mittlerweile nicht mehr hören und wird immer wieder gerne von politischen, kirchlichen und sonstigen selbsternannten geistigen Würdenträger verwandt, um der naiven Bevölkerung die Islamisierung Deutschlands schönzureden und schmackhaft zu machen.

    So auch der derzeitige NRW-Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) der nach der ersten öffentlichen "Wurstparade" in MG-Eicken gegen die Salafisten im Juli/August 2010, sofort mit seiner türkischen Sekretärin nach Rheydt in einer Wagenkolonne mit Polizeibegleitung über die Autobahn preschte, um dort eine DITIB-Moschee aufzusuchen und vor der mitgereisten Presse pflichtgemäß und voller Demut sein Bekenntnis zum Islam so auszudrücken:

    "Der Islam gehört in die Mitte der Gesellschaft"

    .. na, dann ein Allaaaah ukbar an den Integrationsminister von NRW und die SPD, die sich beide zum Wohle von NRW und Deutschland einsetzen.

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