Sonntag, 4. Dezember 2011

Zum Ergebnis der Leser-Umfrage

Jetzt ist also das End-Ergebnis der Leser-Umfrage da: 70% meiner Leser - also die deutliche Mehrheit - glauben, das Salafisten in Mönchengladbach nicht bestraft werden. 21% sind sich in diesem Punkt unsicher und gerade mal 9% glauben, das salafistische Straftäter in unserer Stadt von der Justiz genauso behandelt werden wie nicht-salafistische Straftäter.

Dieses Ergebnis ist umso bemerkenswerter, wenn man bei seiner Bewertung berücksichtigt, das am 14.11.11 (also noch während der laufenden Umfrage) tatsächlich zum ersten Mal ein Salafist in Mönchengladbach angeklagt und auch verurteilt wurde - und zwar wegen Beleidigung. Strenggenommen hätte die Umfrage da sofort abgebrochen werden müssen, denn die Antwort "Nein, Salafisten werden in Mönchengladbach nicht bestraft" hatte nach dieser Verurteilung ja keinen Sinn mehr ergeben?

Es hat jedoch einen ganz banalen Grund gegeben, weshalb der Betreiber dieses Blogs die Umfrage hat weiterlaufen lassen: Die Verurteilung von Marco K. wegen Beleidigung hatte einfach zuviel "Die Kleinen hängt man, die Grossen läßt man laufen"-Charakter. Denn diese Verurteilung ändert ja nichts an der Frage, warum der brutale Angriff auf Mitglieder der BI am 24. Juni nie bestraft wurde?

Aber der größte Skandal ist zweifelsfrei der, das es wegen der Brandstiftung vom 5. Juni trotz der laut Polizei "erdrückenden" Beweise bis heute keine Anklage gegen Sven Lau & Co. gegeben hat - und es sieht auch nicht danach aus, das es eine solche jemals geben wird: Die Tatsache, das die Rheinische Post diesen Skandal hat "unter den Tisch fallen lassen", spricht eine deutliche Sprache.

Und scheinbar glauben auch viele meiner Leser, das in Sachen Salafisten in dieser Stadt nur die "Kleinen" angeklagt und verurteilt werden: Denn obwohl nach der Verurteilung wegen Beleidigung auch vereinzelt "Ja, unsere Justiz behandelt alle gleich"-Stimmen abgegeben wurden, votierte die Mehrheit meiner Leser trotzdem weiterhin dafür, das Salafisten in Mönchengladbach nicht (wirklich) bestraft werden. Das Vertrauen der Bürger, das die Mönchengladbacher Justiz stets und immer nach rechtsstaatlichen Prinzipien verfährt, dürfte durch das Verhalten unserer Staatsanwaltschaft in Sachen Salafisten-Brandstiftung jedenfalls sehr gründlich zerstört worden sein.

Bei den Leserinnen und Lesern dieses Blogs möchte ich mich für die rege Teilnahme an dieser Umfrage bedanken - und natürlich um Beachtung der neuen Leser-Umfrage bitten.

Kommentare:

  1. Sind wir das Problem, oder die, die die Probleme schützen?

    In Deutschland ist Recht nicht gleich Gerechtigkeit?


    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article12541143/In-Deutschland-ist-Recht-nicht-gleich-Gerechtigkeit.html?wtmc=plista

    Stimmt!

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  2. Ich möchte mit diesem Link etwas ausdrücken was nicht sein dürfte, es aber so praktiziert wird!


    Wenn Gerichtsurteile mal so und
    mal so ausgesprochen werden, wie
    kann man dann noch an die Gerechtigkeit glauben?

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  3. Hier greift die Politik der rot-grünen NRW-Regierung doch schon längst im Hintergrund ein und steuert heimlich die Justiz:

    nicht das Thema um und über die Salafisten in MG wieder in den Fokus der Öffentlichkeit bringen - totschweigen ist angesagt.

    Warum? Die Islamisierung Deutschlands voranzutreiben, ist eines der Topthemen der Rot-Grünen in deren Parteiprogrammen. Nur, Salafisten und Islam kann man nicht von einander trennen - und genau das ist deren Problem.

    Salafisten wollen den Gottesstaat und Sharia nicht nur in Deutschland. Bestes Beispiel ist Ägypten mit der salafistischen Nur-Partei, die nach den Muslimbrüdern dort bald die Regierung bilden werden - sogenannte gemäßigte Islamisten, wie sie in der westlichen Presse neuerdings nach dem "arabischen Frühling" genannt
    werden.

    Aber es ist das Wesen des Islam, sich weltweit als Gottesstaat mit der Sharia zu verbreiten. Ob der Weg dorthin radikal oder friedlich und einlullend für insbesondere der westlichen Hemisphäre beschritten wird, ist für die Verbreitung des Islam uninteressant - das Ziel bestimmen die Wege.

    Das ist den Rot-Grünen natürlich alles bekannt und damit das Ziel der Islamisierung Deutschlands möglichst unauffällig und friedlich im Lande verlaufen soll, werden die Rot-Grünen versuchen die Salafisten in der öffentlichen Wahrnehmung vom Islam zu trennen.

    Auf der einen Seite die Salafisten, die den Islam missbrauchen und auf der anderen Seite der schöne, friedliebende und kulturbereichernde Islam für Deutschland - so der rot-grüne Duktus.

    ....und deshalb soll das Thema "Salafisten" totgeschwiegen werden und bloß keine Justiz, damit Protagonisten wie Lau nach einer Verurteilung wieder in der Öffentlichkeit herumplärren könnten, er wäre doch nur verurteilt worden, weil er Muslim ist - natürlich ist er unschuldig und den angeblichen Brand wollte man ihm von Seiten der Salafistengegner - den Kufar (Ungläubigen) - in "die Schuhe schieben".

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  4. Salafisten in Mönchengladbach Die Fronten verhärten sich.
    Was tut die Stadt?

    http://www.wdr.de/tv/cosmotv/sendungsbeitraege/2011/290
    5/29_salafisten.jsp

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