Montag, 5. Dezember 2011

Was kümmert schon so 'n blöder Völkermord?

"Die kommende Generation der Führer Arabiens wird Bart tragen, der Westen wird sich damit arrangieren müssen. Katars Ministerpräsident Scheich Hamad Din Dschassim al-Thani mahnte am Donnerstag, die Islamisten seinen die nächsten Entscheidungsträger in der arabischen Welt, der Westen täte gut daran, sie zu umarmen. "Wir sollten sie nicht fürchten, lasst uns mit ihnen zusammenarbeiten", so Scheich Hamad gegenüber der "Financial Times". Moderate islamische Gruppen könnten dabei helfen, den Extremismus einzudämmen." (Quelle: SPIEGEL-ONLINE, 01.12.11)

Diesen unsäglichen Stuß haben wir einer SPIEGEL-Reporterin namens Ulrike Putz zu verdanken, einer Person, die bislang nur durch Erzählungen aufgefallen ist, wie unglaublich aufregend es doch ist, wenn Sprengstoff zur Ermordung von israelischen Juden angerührt wird. Da verwundert es auch nicht weiter, das sie uns jetzt erzählt, wir sollten uns doch einfach damit "arrangieren", das die arabische Welt nunmehr von Bärtigen geführt wird, wir sollten uns gar an islamistische Regierungen als "Partner" gewöhnen. Und das "moderate Islamisten" ja dabei helfen könnten, den Extremismus "einzudämmen".

Da fragt man sich doch sofort: Was, bitte, ist ein "moderater Islamist"? Jemand, dessen Tochter erst mit 15 Burka tragen muß? Jemand, der "Ungläubige" nur diskriminiert - aber nicht tötet? Oder was? Aber vielleicht finden wir ja hier die Antwort darauf, was ein moderater Islamist ist: Ein Islamist, der die Juden erst "eines Tages" alle töten will. Was ja die Aussage "Nein, diese Woche gibt's keine Juden-Ausrottung mehr" beinhaltet - wie beruhigend aber auch!

Nun, fairerweise sollte man erwähnen, das der "Journalismus" einer Frau Putz, die ja scheinbar in der Vergangenheit mit Hamas-Terroristen "auf Du und Du" war, selbst für unsere deutsche Links-Presse nicht mehr repräsentativ ist. Trotzdem frage ich mich, welche unserer Medien wohl in den nächsten Tagen die erschreckende Meldung aufgreifen werden, das die Christian Solidarity International, alarmiert durch den Wahl-Sieg der Muslim-Brüder und Salafisten in Ägypten, gerade eine "Genozid-Warnung" für die nicht-muslimische Bevölkerung in den arabischen Ländern herausgegeben hat. Die übrigens nicht nur für Ägypten gilt, sondern u.a. auch für so nette Gegenden wie den Iran, Pakistan, Syrien und - welch' Überraschung aber auch - die Palästinenser-Gebiete. Und in welcher davor gewarnt wird, das der sog. "arabische Frühling" radikale islamistische Kräfte freigesetzt hat, welche Christen und andere nicht-muslimische Minderheiten als Kufar sehen, die man als Muslim bekanntlich töten muß.

Blöderweise zeigen die bisherigen Massaker im Ägypten der Muslim-Brüder und der Salafisten auch, wie realistisch die Gefahr eines Völkermordes an der nicht-muslimischen Bevölkerung doch ist. Aber leider haben unsere Medien diese Massaker genauso "unter den Tisch fallen lassen" wie eine gewisse Brandstiftung in Mönchengladbach - und uns statt dessen rührende Geschichten über Salafisten als "soziale Wohltäter" erzählt.

Wir lernen: Was kümmert schon so 'n blöder Völkermord an Nicht-Muslimen?

1 Kommentar:

  1. für die Außenpolitik Deutschlands wird's interessant, wenn Muslim-Brüder und Salafisten dort die Regierung stellen.

    Mal sehen was passiert, wenn der ägyptische Außenminister von den Salafisten gestellt wird und Guido Westerwelle sich mit seinem "Amtskollegen" aus Ägypten zu bilateralen Gesprächen trifft.

    Hier werden die Salafisten als verfassungsfeindlich eingestuft und vom Verfassungsschutz beobachtet und in Ägypten stehen sie in Amt und Würden.
    Das könnte zu diplomatischen Verwicklungen führen, wenn Ägypten mehr oder weniger offiziell - also offiziös darauf hinweisen würde, dass die salafistischen Glaubensbrüder und Schwestern in Deutschland wegen ihres Glaubens an Allah "verfolgt" würden.

    Natürlich mit dem diskreten Hinweis: Bei den Juden war das damals ja auch so.

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