Dienstag, 13. Dezember 2011

Warum hat es in Ägypten keine Beratungs-Telefone gegeben?

Hier sehen wir bunte Werbe-Plakate für OB Budes und Reinhold Schiffers' neuesten (und bislang einzigen) Beitrag gegen die Bedrohung durch die Salafisten: Das Beratungs-Telefon für aussteigewillige Salafisten. Merkwürdigerweise gefunden in Mönchengladbach-Eicken - also dem Stadtteil, aus welchem die Salafisten ja weggezogen sein sollen.

Nun gibt es ja bekanntlich böse Menschen die behaupten, solche Maßnahmen würden fanatische und gewaltbereite Extremisten nicht sonderlich beeindrucken - und schon gar nicht zum "Aussteigen" animieren. Und solange sich der Beitrag unserer lokalen Politiker im Kampf gegen islamistische Extremisten in unserer schönen Stadt nur auf dieses Beratungs-Telefon beschränkt und man ansonsten null und nichts gegen diese Leute tut, so könne man das getrost als Ausdruck von Ignoranz und/oder Naivität betrachten.

Aber das stimmt nicht! Stellen wir uns doch nur einmal vor, in Ägypten hätte es so geniale und weitsichtige Politiker gegeben wie bei uns in Mönchengladbach. Und diese hätten in Alexandria, in Kairo, einfach überall im ganzen Land Beratungs-Telefone für aussteigewillige Salafisten einrichten lassen: Überall im ganzen Land hätten sich die Salafisten am Telefon beraten lassen, wären natürlich auch sofort ausgestiegen - und wegen der ganzen Aussteiger hätte es plötzlich keine Salafisten-Partei mehr gegeben. Es hätte auch keine Massaker an Kopten gegeben, koptische Priester wären nicht vor Wahl-Lokalen zusammengeschlagen worden, kein ägyptischer Salafist würde uns mehr erzählen, Demokratie sei eine "Irrlehre". Und die Salafisten-Frauen lägen längst im Bikini am Strand!

Noch bedauerlicher ist es, dass es im Jahre 1932 kein Beratungs-Telefon für aussteigewillige Nazis gegeben hat. Ach, was wäre uns nicht alles erspart geblieben, hätte es damals so etwas gegeben: Das 3. Reich, der 2. Weltkrieg, die Shoah - all das hätte es nie gegeben!

Aber glücklicherweise haben OB Bude und Reinhold Schiffers aus den Fehlern der Geschichte gelernt und dafür gesorgt, dass wir jetzt also das Beratungs-Telefon für aussteigewillige Salafisten haben. Und genau deswegen können wir nun auch wieder ruhig schlafen, denn die Mönchengladbacher Salafisten von EZP, Medina oder wie-immer-sie-sich-gerade-auch-nennen sind damit natürlich keine Gefahr mehr: Die Salafisten-Männer lassen sich jetzt einfach am Telefon von Experten erklären, dass Jihad und Frauen-Versklavung eigentlich voll doof sind und steigen dann natürlich auch sofort aus. Vermutlich feiern diese ganzen ausgestiegenen Salafisten längst Weihnachten oder saufen mit Ungläubigen Bier, die Salafisten-Frauen treffen wir dann nächstes Jahr im Sommer nackig am Baggersee. Und diese ganzen Hysteriker vom Verfassungsschutz und den Bürger-Initiativen haben damit natürlich jede Existenzberechtigung verloren.

Wir sehen: Im Kampf gegen verfassungsfeindliche Extremisten reicht eine einzige geniale Idee völlig! Die ganzen anderen Maßnahmen, die hysterische und verfassungstreue Salafisten-Gegner immer wieder eingefordert haben, sind jetzt natürlich völlig überflüssig. Und genau deswegen verdient das mutige, konsequente und entschlossene Handeln der Herren Bude und Schiffers im Kampf gegen verfassungsfeindliche Salafisten auch Respekt und Bewunderung!

Ganz besonders verdient es, bei der nächsten Wahl auch entsprechend honoriert zu werden.

Kommentare:

  1. ‎ Mir ist bis heute noch schleierhaft was für eine Rolle Reinhold Schiffers überhaupt spielt, wenn ich zurückdenke wie er seine Mitbürger in Sachen Salafisten unterstützt hat, wird mir übel. Mein Eindruck, der einzige Punkt wo unsere hohen Herren sich Einig sind ist der über ihre Gehälter.
    Wo ich schon mal dabei bin, Liebe Pressesprecherin der IGS, was geschieht mit den Unterschriften
    gegen ein Burkaverbot die Sie ja Lauthals gesammelt haben. Ich denke doch dass der Bürger Ihnen vertraut hat, und nun sehen wir dass sich seit August nichts mehr bewegt, Ich finde so ein verhalten beschämend ,einfach den kleinen Bürger der sich den Mut genommen hat bei ihnen zu Unterschreiben so im Regen stehen zu lassen. Kein Interesse mehr?

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  2. Kümmert euch um den Extremismus von Rechts, wie kann mann so kleinkarriert sein und sich ständig mit solch belanglosen Dingen aufhalten, lasst die Leute doch Leben wie sie möchten, wenn die Frauen Burka tragen wollen lasst sie doch! Warum akzeptiert Ihr nicht einfach, das Rheinhold schiffers besser zu tun hat. Wenn einer nicht mit euch zieht müsst Ihr die Leute direkt öffentlich anprangern!

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  3. Khaled-ibn Al Waleed hat mal wieder viel gesagt...

    einfach mal zur Kenntnis nehmen:

    wir kümmern uns auch um den linken Extremismus...und weißt du warum? Weil die LINKEN die Salafisten unterstützen und dasselbe Ziel haben wir ihr: diese jetzige Gesellschaft abzuschaffen - und deshalb werden wir sowohl gegen die Linken als auch die Salafisten sein.

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  4. Das Blatt kann sich schnell wenden,mein Bruder. Man wird schnell vom Jäger zum Gejagten.

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  5. Khaled-ibn Al Waleed hat gesagt...
    Ihr habt einen unschlagbaren Gegner;-)


    Welchen unschlagbaren Gegner meinen
    Sie? Gott? Den fürchte ich nicht, denn
    der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts
    mangeln. Er weidet mich auf einer
    grünen Aue und führet mich zum frischen
    Wasser.
    Ja Khaled-ibn Al Waleed, dieser Gott ist
    wirklich unschlagbar, aber ein Gegner
    ist der gütige Gott bei weitem für mich
    nicht, denn ich brauche ihn nicht zu
    fürchten da er mich nicht in die Irre
    leitet!

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