Donnerstag, 22. Dezember 2011

Dümmster Spruch des Jahres

"Anhänger des salafistischen Islam zu werden, heißt nicht zwangsläufig Gewalt zu verherrlichen oder Dschihadist zu werden", sagt die Islamismus-Expertin Claudia Dantschke, "Eltern sollen verstehen, dass es erst mal kein Problem ist, wenn das Kind zum Islam konvertiert ist." (Quelle: WELT-online, 03.10.11

Hach, wie beruhigend aber auch - nicht jeder, der sich den Salafisten anschliesst, wird zum Jihadisten. Nur einige - und die werden dann irgendwann mal mit Büchern wie "How to make a bomb in the kitchen of your mother" im Gepäck auf dem Weg in den nächsten Jihad verhaftet. Aber nicht alle!

Aber mal im Ernst: Dieser bescheuerte Spruch stammt aus einer höchst fragwürdigen Broschüre des sog. "Zentrums für demokratische Kultur", welche schlimmerweise auch noch mit Steuergeldern subventioniert wurde. Wer abgesehen von der "Islamismus-Expertin" Claudia Dantschke noch so zu diesem "Zentrum" gehört, müssen wir hier lesen: Der palästinensische Psychologe Ahmad Mansour, der Islamwissenschaftler Dr. Jochen Müller und der Sozialwissenschaftler Yasemin Serbest.

Und die sog. "Islamismus-Expertin" Claudia Dantschke, die hier Eltern erklärt, was diese gefälligst zu verstehen haben, kennen wir leider noch aus dem letzten Jahr: Denn da hatte Frau Dantschke nach den Hausdurchsuchungen bei den Salafisten am 14.12.10 doch tatsächlich nichts Besseres zu tun, als sich erst mal gegen ein Verbot der Salafisten auszusprechen. Was jetzt vielleicht nicht soo überraschend ist bei einer Person, die bis 1990 für die DDR-Nachrichtenagentur ADN gearbeitet hat und seit dem Zusammenbruch des Mauermörder-Regimes u.a. für die linksgerichtete taz publiziert (hier).

Begrifflichkeiten wie "Islamismus-Versteherin" oder "Zentrum für linke Kultur" wären da wohl ehrlicher gewesen.