Dienstag, 6. Dezember 2011

Bitte was? Habe ich richtig gelesen?

"Bei ihrer Versammlung in Mönchengladbach forderte der Integrationsrat Bundespräsident Christian Wulff auf, der Opfer von rechter Gewalt künftig in Form eines offiziellen Staatstrauertags zu gedenken."

Ihrer Versammlung? Ach, egal. Viel wichtiger ist: Integrationsrat? Mönchengladbach? War da nicht mal was?

Ach ja, richtig - jetzt fällt's mir wieder ein: Das waren die Leute, die in der Auseinandersetzung um die Salafisten über das Niveau von Beschimpfung der BI-Mitglieder nie hinausgekommen sind. Und die in dieser Auseinandersetzung ansonsten nichts, aber auch null und überhaupt nichts und einfach nur rein gar nichts zustandegebracht haben. Also genau das, was man im allgemeinen Sprachgebrauch mit der Vokabel "Totalversagen" umschreibt.

Und was am allerschlimmsten war: Im Gegensatz zu NRW-Integrationsminister Guntram Schneider, der zivilgesellschaftliches Engagement gegen die Salafisten klar bejaht hat, ließen der Mönchengladbacher Integrationsrat und insbesondere seine Vorsitzende derlei klare Aussagen wie auch Distanzierungen von verfassungsfeindlichen Extremisten wie den Salafisten immer sehr vermissen.

Und ausgerechnet diese Leute maßen sich jetzt an, von unserem Bundespräsidenten einen offiziellen Staatstrauertag zu fordern? Da könnte man doch glatt auf die Idee kommen, diesen "Rat" und insbesondere die Relation von seiner Leistungs-Bilanz und seinen Forderungen einfach nur lächerlich zu finden.

Der Betreiber dieses Blogs könnte sich übrigens durchaus mit einem offiziellen Staatstrauertag für die Opfer rechtsextremer Gewalt einverstanden erklären; Zumindest unter der Voraussetzung, das wir dann auch einen offiziellen Staatstrauertag für die Opfer linksextremer Gewalt und einen für die Opfer islamistischer Gewalt bekommen. Denn die Mönchengladbacher Salafisten-Gegner haben sich stets zu dem demokratischen Konsens bekannt, das jede Form von Extremismus geächtet und bekämpft werden muß, ganz gleich, ob es sich um Linksextremismus, Rechtsextremismus oder islamistischem Extremismus handelt.

Ein solches klares Bekenntnis zu diesem demokratischen Konsens hätten wir uns auch von Frau Gülistan Yüksel gewünscht; Aber wer sich daran erinnert, wie schwer sich Frau Yüksel damit getan hat, sich zu einer klaren Distanzierung von verfassungsfeindlichen Extremisten wie den Salafisten aufzuraffen, der kann sich nicht ernsthaft vorstellen, das sich ausgerechnet Frau Yüksel jemals mit einem offiziellen Staatstrauertag für die Opfer islamistischer Gewalt einverstanden erklären wird.

Und damit kann man dieses Thema auch getrost wieder für beendet erklären.

1 Kommentar:

  1. zum Inhalt:

    "Bei ihrer Versammlung in Mönchengladbach forderte der Integrationsrat Bundespräsident Christian Wulff auf, der Opfer von rechter Gewalt künftig in Form eines offiziellen Staatstrauertags zu gedenken."
    (Quelle: an-online.de, 04.12.11)

    ... passt ergänzend der "hervorragende" Artikel von RP-ONLINE vom 06.12.11:

    Neue SPD-Vize Özuguz hat türkische Wurzeln - Symbolfigur fürs neue Deutschland
    zuletzt aktualisiert: 06.12.2011 - 08:39
    Berlin (RP).

    man beachte die Aussage der Redaktion von RP-ONLINE:

    "Symbolfigur fürs neue Deutschland"

    Türkische muslimische Migranten als:

    "Symbolfigur fürs neue Deutschland"

    hier soll und wird massiv seitens der Sozis, den LINKEN und den GRÜNEN am Umbau der Republik politisch, gesellschaftlich, kulturell und religiös gearbeitet.

    beide hier genannten Artikel ergänzen sich inhaltlich großartig:

    "Wer hat uns verraten - Sozialdemokraten"

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