Mittwoch, 30. November 2011

Von Muslim-Brüdern, Salafisten, der Demokratie und wie der beliebteste Außenminister aller Zeiten dazu steht

Was macht eigentlich die junge ägyptische "Demokratie"? Müßten da jetzt nicht die Wahlen begonnen haben?

Ja, haben sie. Und hier können wir auch lesen, wie das so zustandekommt, wenn Muslim-Brüder und Salafisten gemeinsam eine Wahl gewinnen: Man besticht die Wähler mit Geld oder Lebensmitteln oder man arbeitet einfach mit Kriminellen zusammen, welche die Wähler oder die Anhänger anderer Parteien terrorisieren. Es gibt Schlägereien vor Wahl-Lokalen, vollvermummte Frauen stürmen dieselben, aber Polizei und Armee schauen praktischerweise weg: Fast alle Polizeistationen weigern sich, Anzeigen gegen die Bärtigen aufzunehmen. Und wenn das alles immer noch nicht hilft, terrorisiert man Wähler mit Koran-Versen. Wahlen a la Ägypten - für unsere linkspopulistischen Medien leider kein Thema.

Aber auch unsere Politiker haben kein wirkliches Problem mit den Vorgängen in Ägypten. Nehmen wir nur als Beispiel Guido Westerwelle, also denjenigen, der erst kürzlich beklagt hat, die Neo-Nazi-Morde seien "sehr schlimm für das Ansehen unseres Landes in der Welt" (hier).

Genau der erzählt uns jetzt, die Bundesregierung halte "Kontakt" zu den Muslim-Brüdern. Und er selber habe da keinerlei "Berührungsängste", solange "Gewaltverzicht und das Bekenntnis zu Demokratie beachtet würden".

Nun ja. Wie das bei Muslim-Brüdern und Salafisten mit dem "Bekenntnis zur Demokratie" so aussieht, haben wir ja gerade erst gesehen. Und beim Stichwort "Gewaltverzicht" fällt einem sofort die letzte Kundgebung der Muslim-Brüder vor der Wahl ein, welche gegen die "Judaisierung Jerusalems" gerichtet war. Und bei der immer wieder die Stelle des Korans zitiert wurde, das "wir eines Tages alle Juden töten werden".

Aber so sind unsere Politiker im Moment nun mal: Wenn es um die Vorgänge daheim geht, gebärdet man sich so hysterisch, als ob das 4. Reich gleich hinter der nächsten Ecke lauern würde. Aber bei bärtigen Fanatikern, die Wahlen mit un-demokratischen Mitteln für sich entscheiden, Christen terrorisieren und wiederholt die Ausrottung der Juden ankündigen, hat man "keine Berührungsängste".

Allahu akbar.

1 Kommentar:

  1. Muslimbrüder sind schon in Deutschland bekannt - durch den Verfassungsschutz

    Die extremistische Muslimbruderschaft nutzt in Deutschland eine Vielzahl ‚Islamischer Zentren’ für ihre Aktivitäten. Die IGD ist darunter die mitgliedsstärkste Organisation. Nach Angaben des bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz hat die IGD deutschlandweit 600 Mitglieder, davon 120 in Bayern. Sie gilt „als deutsche Zentrale des ägyptischen Zweigs der Muslimbruderschaft“. Der in Kairo wohnhafte langjährige oberste Führer der islamistischen Muslimbruderschaft, Mohammed Mahdi Akef, bezeichnete den damaligen Präsidenten der IGD, Ibrahim El-Zayat, in einem ARD-Fernsehbeitrag als „Chef der Muslimbrüder in Deutschland“. El-Zaya bestritt das.
    Nach Meinung der CDU-Bundestagsabgeordneten Kristina Schröder (inzwischen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), die sich dabei nach eigenen Angaben auf Auskünfte des nordrhein-westfälischen Innenministeriums stützt, „reichen die Verbindungen der Organisation in den Bereich von islamisch-extremistischen Gruppierungen sowie zu einer islamischen Hilfsorganisation, die im Verdacht steht, heimlich den islamistischen Terrorismus zu unterstützen.“

    na, passt doch wohl wieder alles zusammen. Ein Außenminister, der Islamisten Avancen macht und diese als "demokratisch" schönschwätzt...

    "arabischer Frühling" mit Guido Westerwelle..

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