Dienstag, 22. November 2011

Salafisten und Demokratie III

Gewisse Medien, welche ohnehin nicht gerade für kritische Salafisten-Berichterstattung bekannt sind, erzählen uns in Sachen Ägypten immer noch diese rührende Geschichte von den guten "Aktivisten", die ja angeblich nur wollen, dass das böse Militär endlich verschwindet. Aber bevor ich der Versuchung erliege, vor lauter Tränen zum Taschentuch zu greifen, erinnere ich doch lieber mal kurz daran, worum es in Ägypten tatsächlich geht:

Die Regeln für die neue ägyptische Verfassung sollen unter anderem die Macht des Militärs gewährleisten, die Diskriminierung von Frauen und Christen verhindern und dafür sorgen, das die Amtszeiten begrenzt werden. Die Demonstranten - mehrheitlich Muslim-Brüder, aber auch viele Salafisten - fordern hingegen, der Militärrat müsse die Macht schleunigst an Zivilisten übergeben.

An Zivilisten? Hört sich in europäischen Ohren ja schön an, aber welche Zivilisten sind damit gemeint?

So, wie es derzeit aussieht, sind die stärkste Kraft in Ägypten die Muslim-Brüder - und die Salafisten deren potentieller Koalitions-Partner. Und die Herren Salafisten haben auf den Demos der vergangenen Tage schon mal unmißverständlich klargemacht, welche Art Verfassung ihnen so vorschwebt: Die Salafisten wollen den Koran als Verfassung.

Beim Stichwort "Koran" fällt einem natürlich sofort Sure 2, Vers 191 ein: "Und tötet sie, wo immer ihr sie (die Ungläubigen) zu fassen bekommt". Und wie ernst die Herren Salafisten das nehmen, sieht man schon daran, das Christen und Juden auf ihren ägyptischen Kanälen immer wieder als "Ungläubige" beschimpft werden, die ein Muslim töten muß (hier).

Ja, klar: Sowas gehört in jede gute demokratische Verfassung.

1 Kommentar:

  1. und tötet sie, wo immer ihr sie findet....

    'Die Moslems werden die Juden töten - seid geduldig'- Antijüdische Hetze im ägyptischen TV.avi

    http://www.youtube.com/watch?v=WTCXbtJfrCo

    der Islam ist eine friedliche Religion....

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