Freitag, 11. November 2011

Salafisten und Demokratie II

Die noch junge ägyptische Demokratie entwickelt sich munter weiter: Nachdem der von großzügigen, aber leider auch naiven deutschen Politikern vielgelobte Demokratisierungs-Prozeß mit der Erstürmung der israelischen Botschaft und  einem zünftigen Massaker an Kopten zwischenzeitlich neue Höhepunkte erlebt hat, will man Ende November sogar Parlamentswahlen durchführen. Und an denen nimmt - wie könnte es anders sein - auch eine Salafisten-Partei teil.

Am Rande erwähnt: Auf den Wahl-Plakaten der ägyptischen Salafisten-Partei sind nur die männlichen Kandidaten zu sehen. An der Stelle, wo eigentlich das Bild einer Kandidatin sein sollte, ist stattdessen eine rote Rose abgebildet.

Nun ja. Das eine salafistische Politikerin gesichtslos ist und - die entsprechende Wahl vorausgesetzt - wohl auch vollvermummt im Parlament erscheinen wird, dürfte wenig überraschend sein. Viel überraschender scheint mir, das es in einer Salafisten-Partei überhaupt eine Frau gibt?

Viel interessanter finde ich jedoch: Haben uns die Salafisten nicht gerade erst erzählt, das die Demokratie ein System sei, an dem sich kein Muslim beteiligen darf? Von dem sich Muslime fernhalten, es ablehnen und verabscheuen müssen? Wie verträgt sich das damit, das sich die Salafisten in Ägypten an Parlamentswahlen beteiligen?

Nun, die Antwort darauf ist erschreckend banal: Wenn es der Erlangung von Macht dient, haben es Extremisten mit ihren eigenen Grundsätzen noch nie so genau genommen. Da erinnert man sich sofort an die Nazis, die sich ja auch zuerst haben wählen lassen - um dann gleich danach die Demokratie mit den Mitteln derselben wieder abzuschaffen. Und da sind die Salafisten den Nazis sogar einen Schritt voraus, denn mit der Taqiyya sind solche Täuschungen im Islam auch entsprechend legitimiert.

Fazit: Salafisten beteiligen sich an demokratischen Wahlen, obwohl sie mit Demokratie gar nichts im Sinn haben. Aber sie bedienen sich der Demokratie, um an die Macht zu kommen. Und das ausgerechnet deutsche Politiker dieses doch sehr offensichtliche Spiel nicht durchschauen, läßt gewisse Rückschlüsse darauf zu, wieviel unsere aktuelle Politiker-Generation aus unserer eigenen Geschichte so gelernt hat:

Erschreckend wenig.

1 Kommentar:

  1. TAQIYYA.....Die Kunst im Islam, die Ungläubigen (Kuffar) über die wahren (!) Absichten zu täuschen.

    Imam Ayatholla Chamenei (religiöser Führer des Iran) im Jahre 2002 zu seinen Glaubensbrüdern:

    "Täuschung, Hinterlist, Verschwörung, Betrug, Stehlen und Töten sind nichts als Mittel für die Sache Allahs"

    ...und was im Iran gilt, gilt auch für die deutschen Kuffar - die Taqiyya.

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