Dienstag, 1. November 2011

Das hätte Erich gefallen: Leser-"Wahlen" der Rheinischen Post

Nichts wurde am vergangenen Wochenende bei den Mönchengladbacher Salafisten-Gegnern so heftig diskutiert wie die Tatsache, dass Gülistan Yüksel (SPD) bei der Leser-Wahl unserer Rheinischen Post zum "besten Mönchengladbacher aller Zeiten" den zweiten Platz belegt haben soll.

Um das mal kurz zu erklären: Für viele Mönchengladbacher Salafisten-Gegner ist Frau Gülistan Yüksel trotz ihres Bundes-Verdienstkreuzes das Feindbild schlechthin. Was ganz einfach darin begründet ist, dass sich Frau Yüksel bei Beginn der Auseinandersetzung um die Salafisten sofort gegen die Salafisten-Gegner gestellt hat - und auch sonst waren die Aussagen der Frau Yüksel in Sachen Salafisten immer höchst befremdlich. Und gewisse Meinungs-Manipulationen zu ihren Gunsten und natürlich ihre Aussagen zur arrangierten Ehe haben sie bei den Salafisten-Gegnern auch nicht gerade beliebter gemacht. Womit natürlich nicht verwunderlich ist, dass sofort heftig darüber diskutiert wurde, ob es bei dieser Leser-Wahl auch mit "rechten Dingen" zugegangen ist?

Wovon ich selber übrigens ausgegangen bin, mich hat einfach stutzig gemacht, dass bei dieser Leser-Wahl einige Persönlichkeiten zur Auswahl standen, die in ganz Deutschland bekannt sind - wie Hugo Junkers, Hennes Weisweiler und andere. Und trotzdem wurden ausschließlich lebende Persönlichkeiten auf die ersten Plätze gewählt, die gerade mal lokal bekannt sind. Wenn man also von der Annahme ausgeht, dass sich die Mehrheit der Mönchengladbacher Bürger für diese Leser-Wahl gar nicht interessiert hat und auch nicht teilgenommen hat, die Freunde, Familienmitglieder und Anhänger der zur Wahl stehenden lebenden Persönlichkeiten jedoch geschlossen abgestimmt haben (der eine oder andere vielleicht sogar mehrfach?), so ergibt dieses Wahlergebnis einen logischen Sinn. Das jedenfalls war am Wochenende mein Grund, den Verdacht auf Manipulation dieser Leser-Wahl zurückzuweisen. Gestern jedoch wurde bekannt, dass bei der Leser-Wahl der Duisburger Rheinischen Post OB Adolf Sauerland zum "besten Duisburger aller Zeiten" gewählt wurde.

Ja, richtig: Genau der. Der Adolf Sauerland, der wegen seines Verhaltens in Sachen Love-Parade-Unglück der vermutlich unbeliebteste OB in ganz Deutschland ist. Ob zu Recht oder zu Unrecht, ist nicht Thema dieses Blogs. Aber dass bis jetzt fast 80.000 Duisburger für die Abwahl von OB Sauerland unterschrieben haben, ist einfach mal eine Tatsache. Interessant übrigens, dass die Duisburger Rheinische Post behauptet, OB Sauerland habe die Leser-Wahl mit "gewaltigem Abstand" für sich entschieden - aber genau wie in Mönchengladbach auch macht die Redaktion der Rheinischen Post keine genauen Zahlenangaben zum Ergebnis. Unklar ist auch, wieviel Leser sich an der Umfrage beteiligt haben sollen.

Liebe Leser, ich bitte um Entschuldigung dafür, dass ich im Moment vor lauter Lachen einfach nicht weiterschreiben kann; Sobald ich es geschafft habe aus dem Lachen herauszukommen, melde ich mich wieder zu Wort - versprochen.

Kann vielleicht 'n bisschen dauern . . . . .

Kommentare:

  1. "Es ist nicht alles Gold, was glänzt", Frau Yüksel!

    Ich erinnere mich doch nur zu gut, über das blasierte und arrogante Auftreten dieser "Dame" - die sich für unentbehrlich und wichtig hält - beim konstituierenden Treffen von ca. 160 Personen in der Eickener Mehrzweckhalle im letzen Jahr, wo Yüksel im kleinen Kreis von sich gegeben hatte: ...sie wäre längere Zeit krank gewesen...sonst wäre das nicht passiert, dass sich eine BI gegen die Salafisten zusammentut...beim Gespräch mit Vertretern der Stadt, wo sie und Schultz von der BI mit anwesend waren, beschuldigte sie die BI gegen die Salafisten "Öl ins Feuer" geschüttet zu haben...

    So ist das halt, wenn Moslems unter der "Umah" zusammenhalten. Dabei vergisst die "Dame" Yüksel anscheinend, dass die Salafisten unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen, weil als verfassungsfeindlich eingestuft. Hier gelten immer noch die Regeln des deutschen (!) Staates, der Verfassung und des Grundgesetzes und nicht die persönlichen Ansichten einer Frau Yüksel.

    Das sich die Linken unter einem Bocks zu den Salafisten bekennen, kann nicht verwundern - sie gelten ebenfalls als verfassungsfeindlich.

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  2. Guten Morgen "Corpus",

    nur um das zu verstehen: Frau Yüksel sagte, das wenn sie nicht krank gewesen wäre, sich keine Bürger-Initiative gegen verfassungsfeindliche Extremisten gebildet hätte?

    In den Ohren eines Normal-Bürgers hört sich so etwas natürlich an wie "Wenn ich gesund gewesen wäre, hätte ich das nie zugelassen!"

    Und damit wären wir auch bei dem Punkt, der mich in Sachen Gülistan Yüksel bis heute irritiert und mißtrauisch macht: Für mein Verständnis hat sie nie plausibel erklärt, was sie denn daran stört, wenn sich Bürger gegen verfassungsfeindliche Extremisten engagieren?

    Auch wenn ich selber kein Freund von Spekulationen bin: Solange sich Frau Yüksel dazu nicht erklärt, darf sie sich m.E. nicht darüber beschweren, wenn andere über ihre Gründe spekulieren.

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