Sonntag, 7. August 2011

Worüber reden wir hier eigentlich?

Ist es nicht erstaunlich, das sich unsere Rheinische Post zu der heiklen Frage, ob gegen Sven Lau & Co. Anklage erhoben wird oder nicht, bislang noch nicht zu Wort gemeldet hat?

Nein, ist es nicht. Denn wenn man sich nur mal kurz anschaut welche "Sprengkraft" diese Frage hat, so versteht man schnell, das sich die Rheinische Post erstmal auf "Tauchstation" begeben hat und dieses heikle Thema der WZ überlassen hat. Die jetzt vielleicht auch nicht gerade soo viel berichtet - aber zumindest berichtet.

Denn bei dieser Geschichte geht es nicht nur um das Vertrauen vieler Mönchengladbacher Bürger in ihre Behörden. Ein Zyniker würde da nach den letzten 12 Monaten sowieso nur fragen: Welches Vertrauen, bitte?

Viel brisanter scheint mir jedoch etwas ganz anderes: In dem Artikel der WZ wurde zutreffend darauf verwiesen, das bereits die Festnahme von Sven Lau & Co. für bundesweites Aufsehen gesorgt hat. Würde dann nicht auch ein Prozeß gegen Sven Lau & Co. für bundesweites Aufsehen sorgen? Und worum ginge es in einem solchen Prozeß?

Es ginge in einem solchen Prozeß um nicht weniger als darum, das Muslime angeklagt werden eine Straftat selber inszeniert zu haben, um sich als Opfer böser "Muslimhasser" zu präsentieren. Und in diesem Zusammenhang ist es ja auch nicht ganz uninteressant, das einer der potentiellen Angeklagten (Sven Lau) auch einer derjenigen war, mit denen der Frankfurter Attentäter vom 2. März sympathisiert hat (hier).

Bei einer solchen Anklage mit einem solchen Hintergrund kann man im Jahr 2011 nicht einmal ausschließen, das selbst ausländische Medien Interesse an einem solchen Prozeß entwickeln würden, vielleicht sogar mehr Interesse an einem solchen Prozeß hätten als gewisse deutsche Medien, welche solche Zusammenhänge traditionell gerne herunterspielen. In der Vergangenheit jedenfalls hat schon weit weniger das Interesse ausländischer Medien hervorgerufen.

Nicht, das es mir egal ist, ob z.B. der Schläger vom 24. Juni bestraft wird oder nicht. Im Gegenteil: An diesem Tag waren auch Mitglieder der BI anwesend, die ich in meiner BI-Zeit kennen- und schätzen gelernt habe. Die - glücklicherweise - nicht verletzt wurden, aber einen Schock erlitten haben. Da warte ich schon sehr neugierig darauf, ob der Schläger bestraft wird und wenn ja, wie. Aber trotzdem ist die strafrechtliche Behandlung des brutalen Angriffs auf Mitglieder der BI am 24. Juni eine eher lokale Angelegenheit.

Und das wäre bei einer Anklage gegen Sven Lau & Co. wegen Brandstiftung nicht der Fall, denn der Hintergrund einer solchen Tat sagt uns ganz klar: Hier reden wir über eine Geschichte mit einer politischen Dimension, die weit über Mönchengladbach hinausginge.

So es denn zu einer solchen Anklage kommen würde.

1 Kommentar:

  1. ....denn der Hintergrund einer solchen Tat sagt uns ganz klar: Hier reden wir über eine Geschichte mit einer politischen Dimension,die weit über Mönchengladbach hinausginge.

    ....die aber doch politisch bereits schon weit über Mönchengladbach hinausgegangen ist.

    Es war ein entscheidendes Thema bei der Islamkonferenz - die Salafisten - und da wollten die "gemäßigten" und "friedliebenden" Muslime, die vom Zentralrat der Muslime vertreten werden, doch noch richtig Knete von der Regierung abfordern, wenn sie bei der Bekämpfung von radikalen Mohammedanhängern mitmachen sollen. Ein Betrag wurde nie öffentlich genannt, er dürfte nach meinen Schätzungen im zweistelligen Millionenbereich gelegen haben.

    Hier hatte der Bundesinnenmininster aber eine klare Absage erteilt. Ob der Zentralrat der Muslime jetzt trotzdem bei der Bekämpfung von radikalen Islamanhängerschaften mitmacht, wie von Friedrichs gewünscht und erwartet wurde, weil ja alles "deutsche" Staatsbürger sind, die vom Zentralrat der Muslime, ist leider nie veröffentlich wurde.

    Da dürfte auch nie was kommen von denen. Als ob Muslime die "Umah" - die Gemeinschaft aller Muslime, wegen "Ungläubiger" verraten würde - oder anders gesagt auf Deutsch:

    "Eine Krähe hackt der anderen nicht die Augen aus".

    Auf die "gemäßigten" und "friedliebenden Muslime" in MG, hatte doch bereits die BI mit Herrn Schultz gesetzt - Mega-Pleite geworden.

    Wer sich in etwa mit der "Religion" Islam beschäftigt, für den konnte das letztendlich keine Überraschung darstellen.

    Wenn nach eigenen Angaben als Ergebnis von öffentlichen Umfragen, 2/3 der Muslime in Deutschland das Grundgesetz der BRD nicht anerkennen - obwohl diese mit deutschem Pass versehen sind - aber stattdessen nur das anerkennen, was im Koran steht und was die Scharia vorgibt, dann muss man sich doch die Frage stellen, was die jeweilig gerade verantwortliche Politik eigentlich will:

    Eine Manifestierung einer Zweiklassen-Gesellschaft, wie sie unterschiedlicher eigentlich bereits jetzt schon nicht mehr sein kann!?

    AntwortenLöschen