Donnerstag, 18. August 2011

Geschmacklos und zynisch

Zur Stellungnahme des "Mönchengladbacher Bündnis - Für Menschenwürde - Gegen Rechtsextremismus"

Wie stellt man sich zu einer Stellungnahme, die mit ca. 12monatiger Verspätung kommt?

Glaubwürdig scheint mir diese Stellungnahme jedenfalls nicht, denn dieses "Bündnis" hat die Mönchengladbacher Salafisten-Gegner bislang immer nur im Stich gelassen! Wenn man uns nach 12 langen Monaten erzählt, man würde "unsere Sorgen teilen bezüglich der Risiken, die von dem Verein EZP ausgehen", so glaubt das doch jetzt keine Sau mehr. Schon alleine deswegen könnte man auf die Idee kommen, diese Stellungnahme einfach nur geschmacklos zu finden.

Viel interessanter finde ich jedoch: Hier kann sich der geneigte Leser ein Bild davon machen, wer diesem "Bündnis" so alles angehört. Für mein Verständnis sind da auffällig viele linke Kräfte dabei, u.a. die Mönchengladbacher "Linkspartei". Da erinnert man sich doch sofort daran, wie eben diese im August 2010 für die Salafisten Partei ergriffen hat.

Bei den Salafisten-Gegnern war es stets Konsens, sich niemals mit extremen Kräften gemein zu machen, egal, ob von Rechts oder von Links. Jedenfalls erinnere ich mich noch gut daran, wie BI-Chef Wilfried Schultz im Vorfeld des 9.Oktober 2010 den Mitgliedern seiner BI empfohlen hat, der Gegen-Demo dieses "Bündnisses" genauso fernzubleiben wie der "proNRW"-Demo. Ich denke bis heute, das BI-Chef Wilfried Schultz damals völlig richtig gehandelt hat.

Natürlich ist es niemals falsch, sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren. Genauso wie es niemals falsch sein kann, sich gegen frauenfeindlichen islamistischen Extremismus zu engagieren - womit wir auch wieder bei den Salafisten wären.

Aber wer im Kampf gegen Extremismus glaubwürdig bleiben will, der macht sich nicht mit anderen Extremisten gemein. Und da sind BI und IgS bis heute immer vorbildlich geblieben, denn die haben sich rechts- wie auch linksextremistischen Einflüssen stets konsequent verweigert. Herr Hoeren und sein "Bündnis" können das leider nicht von sich sagen: Wer eine vom Verfassungsschutz überwachte, als antisemitisch verrufene Organisation in seinen Reihen hat, der kann im Kampf gegen Extremisten kein glaubwürdiger Partner mehr sein.

Und man möge doch bitte nicht vergessen, wie gut die Mönchengladbacher Salafisten-Gegner in den vergangenen 12 Monaten so ganz ohne dieses fragwürdige "Bündnis" ausgekommen sind; Jedenfalls fällt mir da kein einziger Grund ein, weshalb das zukünftig anders sein sollte.

P.S.: Übrigens ist es grotesk und zynisch, wenn dieses (Links-) "Bündnis" am gleichen Tag von "staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen" redet, an dem wir auf RP-Online lesen mußten, das unsere Staatsanwaltschaft immer noch nicht weiß, ob sie die von der Polizei ermittelten salafistischen Brandstifter jemals anklagen wird.

Kommentare:

  1. MÖNCHENGLADBACHER BÜNDNIS -"AUFSTEHEN"
    - Für Menschenwürde - Gegen Rechtsextremimus -

    Die Theo-Hespers-Stiftung e.V. engagiert sich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Neo-Faschismus, Fremdenfeindlichkeit, Haß und Gewalt - gegründet 1993 - hat sich zur Aufgabe gemacht, das Leben und Wirken des Widerstandskämpfer Theo Hespers vor dem Vergessen zu bewahren, in seinem Sinne über den immer wieder auftretenden Rechtsextremismus zu berichten, Recherchen anzustellen und sich gegen alle Demokratiefeinde zu stellen, auch gegen die im "bürgernahen Gewand". Theo Hespers als Mönchengladbacher Widerstandskämpfer ist wegen seines Engagements für eine demokratische, humane und soziale Gesellschaft und gegen Nationalsozialismus von den Nazis ermordet worden.

    Soweit die Absichtserklärungen dieses Bündnisses.

    Eine mehr als obskures Bündnis, das sich gegen "alle Demokratiefeinde" stellt und(!) gegen Rechtsextremismus, aber gleichzeitig DIE LINKEN von MG zu ihren Partnern zählt.
    Ausgerechnet DIE LINKEN, die SED-Nachfolgerpartei, als Schützer der Demokratie zu bezeichnen, ist blanker Hohn.
    Vielleicht sollte sich dieses "demokratische Bündnis" mal die Verfassungsberichte des Bundes über verfassungsfeindliche Tätigkeiten innerhalb der LINKEN informieren.

    Wenn man sich, wie auch immer, gegen Rechtsextremismus wendet, dann kann man das nur begrüßen.
    Wenn man sich aber gleichzeitig und bewusst und gezielt, sich nicht(!) vom Linksextremismus distanziert, den verharmlost und einfach ausblendet, der begeht hier Täuschung anderer unter dem Deckmantel "Demokratie".


    MÖNCHENGLADBACHER BÜNDNIS -"AUFSTEHEN"
    - Für Menschenwürde - Gegen Rechtsextremimus - und für Verharmlosung und Duldung von Linksextremismus.

    diese Bezeichnung dürfte der Realität und dem Selbstverständnis dieses "demokratischen Bündnisses" näher kommen.

    Bei "Rechtsextremismus" protestieren sie (zu Recht), bei "Linksextremismus" allerdings verfallen sie in tiefes Schweigen und verhalten sich wie die drei Affenplastiken:

    nichts hören - nichts sehen - nichts sprechen.

    Dann ist "TOTSCHWEIGEN" angesagt bei diesen "Demokraten".

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  2. Sehr geehrter Herr Fiat - iustitia,

    das sie die Kommentarfunktion in Ihrem Post wo Sie mich persönlich angesprochen haben ausgeschaltet haben - erlaube ich mir hier zu Ihrer "Frage" zu antworten.


    Ich bin Ihnen zwar keine Rechenschaft schuldig - aber gerne möchte ich Ihnen Ihre Fragen beantworten.

    Am Mittwoch dem 30.03.2011 kam aus dem Plenum der TiG Versammlung aus der vorderen Reihe der Vorschlag sich um eine Stellungnachme der Theo Hespers Stiftung zu bemühen.

    Ich war es nicht - da ich bis zu diesem Zeitpunkt diese überhaupt nicht kannte.

    Am nächsten Tag habe ich die Organisation einmal gegoogelt und habe mir dann erlaubt als PRIVATMANN diese Anfang April anzumailen.

    Weiterhin habe ich seitdem mehrfach nachgefragt - ob ich denn eine Antwort bekommen würde.

    Man hat mich dann unterreichtet, das man sich Ende Juli auf einer Versammlung dieses Thema besprechen und mich informieren wird.

    Das ist soweit auch alles geschehen!

    So und nun das wichtigste:

    Ich brauche kein Mandat - weil ich nichts im Namen der BI mache! Ich habe allerdings Herrn Schultz über den kpl. Schriftverkehr informiert - das ist für mich selbstverständlich!

    Wo der Schlag ins Gesicht aller Salafistengegner sein soll - wissen wahrschenlich nur Sie - nur weil in diesem Bündnis auch linke Gruppierungen teilnehmen?

    Zu Ihrer Information: ich lehne die Linken genauso ab wie die Salafisten - diese werden zum Glück genauso vom Verfassungsschutz beobachtet wie andere Extremisten.

    Mein Wunsch und mein persönliches Ziel ist einen gesellschaftlichen Konsens zu finden der sich GEGEN die Salafisten ausspricht und dann entsprechend handelt.

    Haben Sie ein solches Zeil schon einmal OHNE eine Mehrheit versucht zu erreichen?

    Das funktioniert nicht - und das ist gut so - weil es die letztendlöich die Demokratie abschaffen würde.

    Glauben Sie wirklich, das die Partei "die Bürgerlichen" auf ANHIEB die absolute Merheit im Rat der Stadt MG oder Landtag oder gar in Bundstag erhalten wird?????

    Muss man dann nicht auch einmal mit Leuten sprechen, die nicht zu hundert Prozent mit mir einer Meinung sind?

    Man muss aber den Dialog führen - oder nicht?

    Ja und ich weis tatsächlich nicht was am 09.10.2010 geschehen ist - weil im Gegensatz zu Ihnen besteht meine Leben nicht NUR aus Salafisten.

    Meine Frau war im Oktober letzten Jahres im Krankenhaus. Ich war in diesem Zeitraum nur einmal im TiG als unserer ehemaliger Verteidigungsminister vor Ort war.

    Ich habe so leider NICHT persönlich mitbekommen, wie sich die BI gespalten hat und die IGS gegründet wurde.

    Was ich aber weis, ist das Sie lieber Fiat ein Problem mit Demokratie, Toleranz und Geradlinigkeit haben.

    Dies kann jeder Leser, des es wünscht über Ihr Profil nachlesen.

    mfg

    Stefan Müller

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  3. unsere selbsternannten Mönchengladbacher Demokraten vom Bündnis "AUFSTEHEN", die sich gegen den Rechtsextremismus engagieren und beim Linksextremismus beide Augen verschließen.
    ..............

    Linke, Autonome, Antifa:

    Linksextreme Gewalt nimmt in Deutschland zu – auch weil die Täter von manchen Gewerkschaftern und Politikern salonfähig gemacht werden.

    http://www.focus.de/politik/deutschland/debatte-an-der-schwelle-zum-linksterrorismus_aid_644256.html

    Unter dem Begriff Linksextremismus erfassen die Behörden deutschsprachiger Länder und Staaten Gegner grundlegender Verfassungsprinzipien aus dem Lager der politischen Linken. Gemäß dem Bundesamt für Verfassungsschutz richten Linksextremisten:
    „… ihr politisches Handeln an revolutionär-marxistischen oder anarchistischen Vorstellungen aus und streben anstelle der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung ein sozialistisches bzw. kommunistisches System oder eine „herrschaftsfreie'' anarchistische Gesellschaft an. Hierzu bringen sie sich in gesellschaftliche Proteste ein und versuchen, diese in ihrem Sinne zu instrumentalisieren. Die Aktionsformen reichen von offener Agitation bis hin zu verdeckt begangenen, teilweise auch schweren Gewalttaten, wobei einzelne autonome Zusammenhänge auch die Verletzung von Personen in Kauf nehmen.[18]''
    Diese Beschreibung fasst unterschiedliche Weltanschauungen und Strömungen des Marxismus, Antikapitalismus, Anarchismus und Antiimperialismus zusammen, sofern diese eine gewaltsame Änderung des rechtsstaatlichen Systems der Bundesrepublik in Richtung des Sozialismus, Kommunismus oder einer Anarchie anstreben. Aus dieser Sicht verbindet das Ziel gewaltsamer Systemveränderung solche Gruppen mit anderen „Extremisten'', die ebenfalls die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik oder eines ihrer Länder angriffen, indem sie die Amtsführung der Verfassungsorgane auf ungesetzliche Weise beeinträchtigten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Linksextremismus

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