Mittwoch, 10. August 2011

Das Schweigen unserer Journalisten

Erinnern wir uns doch mal bitte kurz, was vor 7 Wochen so alles passiert ist: Am 21. Juni wurde uns erzählt, dass man polizeiintern von "ausreichenden" Beweisen für eine Anklage wegen Brandstiftung gegen Sven Lau & Co. spricht (hier), nur einen Tag später haben wir dann zur Kenntnis genommen, dass sich der Staatsschutz "sicher" sei, dass Sven Lau & Co. den Brand am 5. Juni verursacht haben (hier). Überrascht war niemand, denn vermutet hatten wir das ohnehin. Und am Ende dieser sehr bewegten Woche gab es dann den brutalen Angriff auf Wilfried Schultz und andere Mitglieder der BI.

Da hätte man es vor einer Woche schon als Überraschung begreifen können, dass uns erzählt wurde, es sei von einem Gutachten abhängig, ob die Staatsanwaltschaft überhaupt Anklage gegen Sven Lau & Co. erheben wird. Man staunt und und fragt sich: Wenn die Polizei sagt, sie habe ausreichende Beweise gegen Sven Lau & Co., wenn sich der Staatsschutz sicher ist, dass Sven Lau & Co. diesen Brand selber gelegt haben - wieso macht die Staatsanwaltschaft plötzlich die Erhebung der Anklage von einem Gutachten abhängig? Was behandelt dieses Gutachten überhaupt? Und wer ist der Verfasser dieses Gutachtens?

Das sind Fragen, die sich aufdrängen. Komisch nur, dass auch eine Woche nach dieser seltsamen Nachricht immer noch niemand diese Fragen gestellt hat. Und wer gelegentlich Mönchengladbach in Richtung des Restes der Welt verlässt, der weiß, das die Zuständigkeit für kritische Fragen dieser Art woanders bei der Berufsgruppe liegt, die wir als "Journalisten" bezeichnen. Und die haben wir nicht nur in Mönchengladbach; Die haben sich in der Vergangenheit sogar dadurch hervorgetan, dass sie in Sachen Salafisten immer sehr schreibfreudig waren. Da wurde aus jeder Winzigkeit noch ein Artikel gemacht! Ich erinnere nur an so legendäre Artikel wie z.B. den über das "lustige Feuerwehrauto" der Salafisten. Oder den über die Teilnahme von Sven Lau an einem Benefiz-Lauf in Wickrath - beides Artikel, die längst "Kult-Status" haben.

Hinzu kommt, dass es jetzt um viel mehr geht als um Benefiz-Läufe oder lustige Feuerwehrautos: Jetzt haben wir eine politische Dimension. Wie bereits erwähnt, geht es jetzt um nicht weniger als die Frage, ob unser Staat den Mut hat, radikale Muslime anzuklagen eine Straftat selber inszeniert zu haben - um sich danach als Opfer böser "Muslimhasser" zu präsentieren. Da möchte man doch glauben, dass unsere Journalisten Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff täglich mit Fragen und Interview-Wünschen bestürmen, gar dass Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff sein Büro nur noch unter "Blitzlicht-Gewitter" verlassen kann.

Nöö, nix dergleichen: Unsere Journalisten stellen keine Fragen zu diesem Thema - jetzt plötzlich schweigen unsere Journalisten.

Wie kommt's?

Kommentare:

  1. Jetzt haben wir eine politische Dimension.

    "Jetzt"!? ...es war von Beginn an politisch aufgehangen. Zum einen von unseren lokalen Politikern aus dem Bezirk Eicken und der Stadt MG.

    Und die wiederum bekamen, da bin ich mir sicher, Order aus der Rot-Grünen NRW Landesregierung.

    Salafisten - schon schlimm genug. Und dann berufen die sich auch noch auf den Koran und bezeichnen sich sozusagen als die Wiedergeburt der "Altvorderen" - diejenigen, die den Koran als einzige so lebten, wie ihn der letzte Prophet Mohammed einst gelehrt hat.

    Gottesstaat, Scharia, Hände und Köpfe abschlagen, steinigen, auspeitschen, Frauen "sanft" schlagen, passt doch irgendwie nicht zum "friedliebenden" und "kulturbereichernden" Islam, wie uns so gerne linke Presse einen immer wieder gerne verzählt.

    Da sind die Salafisten die "Schlimmen", denn die verraten doch hier öffentlich, was alles so an "Nettigkeiten" der Koran zur Anwendung vorschreibt und durch die Scharia dann in die Praxis umgesetzt werden soll.

    Dieses Horrorbild konnten die NRW-Rot-Grünen nicht in der Öffentlichkeit stehen lassen.
    Und da hat sich doch nach der 2. Wurstparade - wir erinnern uns - der NRW-Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) sofort in seiner NRW-Staatskarosse mit türkischer (!) Generalsekräterin und Bodyguard nach Rheydt begeben und hat dort einen Demutsbesuch - man könnte auch sagen den Gang nach Canossa angetreten - in einer Moschee der DITIB (der verlängerte Arm des türkischen Staates in islamischen Religionsangelegenheiten außerhalb der Türkei).

    Nach gemeinsamen Fastenessen hat sich dann Guntram Schneider (SPD) mit dem stellvertretenden Moscheeleiter, händeschüttelnd der "zufällig" mitgereisten RP-Online präsentiert.
    Botschaft von Guntram Schneider(SPD) war: Wir, die Rot-Grüne Landesregierung lassen doch "unsere" Muslime und den Islam nicht im Stich, wenn in Eicken ein paar wildgewordene Bürger auf die Barrikaden gehen.

    Übrigens - hat sich eigentlich schon mal die NRW-Landesmutti Hanni Kraft, geb. Külzhammer,
    zum Thema Salafisten in Eicken und NRW in den Medien geäußert?

    Natürlich nicht. Hat alles irgendwie was mit dem Islam zu tun. Da ist jeder froh von Rot-Grün, dass er nicht angesprochen wird in den Medien, um Stellungnahme zu beziehen.

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  2. EZP -- Lustiges Feuerwehr Team zur Bekämpfung von Brandstiftung.

    Da hat Abu Lau seinerzeit in weiser Voraussicht für den wahrscheinlich selbst gelegten Brand in seiner Moschee, schon mal ein Löschauto gekauft - man weiß ja nie, ob der Brand nicht außer Kontrolle gerät.

    Man wäre dann selber mit den anderen Brüdern schnell vor der eigenen Moschee vor Ort gewesen und könnte den Brand noch selbst löschen, bevor die EX-Kollegen vom Brandmeister Abu Lau, die Feuerwehr, zum Löschen ausrücken muss.

    http://www.youtube.com/watch?v=esGXnEZdsbM

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