Donnerstag, 18. August 2011

Ach, Herr Müller,

lassen wir Ihre persönlichen Beleidigungen einfach mal außen vor. Sie sollten mich eigentlich lange genug kennen um zu wissen, das mich so etwas nicht kratzt.

Was ich viel interessanter finde: Wenn ich Ihre Ausführungen von 12 Uhr 12 richtig verstanden habe, dann hatten Sie im Prinzip gar keine Ahnung, worum es überhaupt geht und kannten die Vorgeschichte auch nicht - sind aber einfach mal so aktiv geworden. Nun, das spricht für sich: Das erspart mir jegliche Kommentierung.

Jetzt möchte ich aber gerne zum eigentlichen Thema kommen: Heute habe ich mich mal daran erinnert, warum sich BI und IgS immer so konsequent jeder Zusammenarbeit mit "proNRW" verweigert haben. Nun, das war darin begründet, das sich in der Führungs-Etage von "proNRW" laut mehrfacher Medienberichte ehemalige Funktionäre der NPD befinden. Kurz: Da steht "proNRW" drauf - ist aber NPD drin.

Wenn ich Ihrer Argumentation folge, das man mit einer Gruppierung zusammenarbeiten sollte, wo zwar "Bündnis gegen Rechtsextremismus" draufsteht, aber nun mal auch "Linkspartei" drin ist, dann wäre es nur logisch konsequent, demnächst auch mit "proNRW" zusammenzuarbeiten.

Ihrer Logik und Ihrer Sprache nach könnte man dann z.B. sagen: "Wir sehen es natürlich mit Sorge, das sich "proNRW" nicht hinreichend von der NPD abgrenzt. Aber es spricht nichts dagegen, mit all denen einen Dialog zu führen, die zum Dialog bereit sind. Denn man muß den Dialog führen!"

Wohlgemerkt: Ich habe hiermit in keinster Weise gesagt, das ich so etwas will. Im Gegenteil - ich halte das für eine ausgesprochen schlechte Idee. Denn im Gegensatz zu Ihnen bin ich eben nicht der Meinung, das man jeden Dialog führen müsse.

Mir ging es hier lediglich darum, einmal logisch aufzuzeigen, was denn die nächste Konsequenz Ihres Denkens wäre. Jedenfalls: Käme es zu dem, was Sie wollen, dann wären die Argumente, warum man nicht auch mit "proNRW" zusammenarbeiten sollte, nicht mehr länger aufrechtzuhalten.