Mittwoch, 20. Juli 2011

(K)ein Tag der Freude für die Salafisten

Die Salafisten scheinen etwas verstimmt zu sein über die Absage ihrer für den 24. Juli in Frankfurt geplanten Veranstaltung: Wie wir hier lesen dürfen, geben sie den bösen, bösen Behörden in Frankfurt die Schuld, weil diese den Hallenbesitzer angeblich "eingeschüchtert" haben sollen.

Wobei ich das ja mehr so in Erinnerung habe, das nicht die Behörden den salafistischen "Tag zur Freude" verhindert haben, sondern der Pächter Qasam Umran mit den Worten „Wir wollen in Harheim Ruhe vor solchen Leuten haben“ einfach mal so Klarheit geschaffen hat (hier).

Trotzdem: Außerhalb Mönchengladbachs scheinen die Salafisten mit Behörden ein schwer belastetes Verhältnis zu haben. Wo sie auch hingehen, ob nach Frankfurt, Hamburg oder demnächst Berlin - immer machen sie die Erfahrung, das ihnen Behörden anderer Städte längst nicht so wohlgesonnen sind wie die Mönchengladbacher Behörden. In anderen Städten werden ihnen Auflagen gemacht, da gilt plötzlich das Vermummungsverbot - sowas aber auch.

Vielleicht haben die Mönchengladbacher Behörden die Salafisten ja auch zu sehr verwöhnt: In unserer Stadt wurden die Veranstaltungen der Salafisten stets so genehmigt wie von den Herren Salafisten gewünscht, hier durften wir erst vorgestern lesen, das sich Salafisten-Gegner unter den Augen der Polizei anpöbeln, beleidigen und anspucken lassen mußten. Und nicht zu vergessen die Sache mit dem Ordnungsgeld (hier), welches zwar angedroht, nur eben nie vollstreckt wurde.

Man soll seinen Optimismus ja nie aufgeben: Also hoffe ich immer noch, das die schwer erträgliche Freundlichkeit der Mönchengladbacher Behörden gegenüber den Salafisten irgendwann mal ein Ende hat. Auch deswegen finde ich es gut, das die "wildgewordenen Rentner" mal wieder aktiv werden!

Hoffen wir, das möglichst viele Menschen am Freitag um 13 Uhr 30 zum - längst mal wieder fälligen - Protest gegen die Salafisten zusammenkommen.